Besson, Jacques, Theatrum oder Schawbuch allerley Werckzeug und Rüstungen

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[Figure 5]

An den Leſer.

VOr etlich jaren war die red/
Wann man von Künſten reden thee/
Sie ſeyen nun ſo hoch gebracht/
Daß mehr nicht werden könn erdacht.

Ich aber ſprich zu dieſer ſtund/
Daß ſolche red hab keinen grund:

Dieweil der wahre Augenſcheyn
Das widerſpiel bewey ſet feyn.

Dann alle Künſt man beſſer findt
Ietzund/ als ſie geweſen ſeind
Vor wenig jaren/ da man doch
Meint es wer alls gebracht gar hoch.

Andrer Künſten gſchweig ich mit fleyß/
Geometria gnug bewey ſt/
Daß noch viel ſtecke hinder jhr/
Welchs man noch täglich ſucht herfür.

Schaw an diß Buch/ ſo wirftu frey
Sehen/ daß ſolchem alſo ſey:

Dann viel Künſt darinn ſeind entdeckt/
Welche bißher verborgen gſteckt.

Drumb ſpricht viel mehr:
So lang die Welt
Beſteht/ an Kunſt es nimmer fehlt.

Der heutig tag hats nicht allein:

Der mondrige bringt auch das ſein.
F. C. V. B.
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