ECHO Content ECHO Technology ECHO Network ECHO Policy
Search About the ECHO Initiative Promotion Activities Intranet Full text search New fulltextsearch (internal)

Press Release for the Kick Off Meeting of the ECHO Project 2002

"European Cultural Heritage Online"



Im Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte haben Peter Fisch, Vertreter der Kommission der Europäischen Gemeinschaft in Brüssel, und Jürgen Renn, Direktor am Institut, das europäische Projekt ECHO (European Cultural Heritage Online) offiziell gestartet. An dem Projekt, das auf eine Initiative der Max-Planck-Gesellschaft zurückgeht, beteiligen sich 16 Partner aus 9 europäischen Ländern, darunter auch Beitrittskandidaten.


Peter Fisch, Mitglied der Europäischen Forschungskommission, beim Kick-off-Meeting des ECHO-Projektes in Berlin


Fisch wies darauf hin, dass die EU-Kommission damit erstmals ein größeres kooperatives Projekt in den Geistes- und Sozialwissenschaften fördert. Ziel der ersten, 18 Monate währenden Phase sei ein "direkter Brückenschlag" zu den neuen Informationstechnologien (IT). Damit habe ECHO ein bedeutendes Potential, zur Strukturierung der European Resaerch Area (ERA) beizutragen. Jürgen Renn, als Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte federführender Koordinator der ECHO-Initiative, hob hervor, dass ECHO wie nie zuvor in Europa die Chance eröffne, den Geisteswissenschaften eine gemeinsame, dem dem Internetzeitalter adäquate Infrastruktur anzubieten. Damit könne nicht nur die bestehende Fragmentierung einzelner IT-Inititiativen überwunden werden, die das kulturelle Erbe in Europa über das Internet verfügbar machen. Mit der Integration von Inhalten und Technologie eröffne sich auch die Chance einer disziplin- und grenzübergreifenden Zusammenarbeit an Forschungsgegenständen. Als Beispiele nannte Renn gemeinsame wissenschaftshistorische und architekturgeschichtliche Fragestellungen, wie sie etwa Bau und Konstruktion der Kuppel des Florentiner Doms aufwerfen, aber auch das Zusammenwirken sprachwissenschaftlicher und kunsthistorischer Forschungen etwa bei der Untersuchung von Gesten auf italienischen Renaissance-Gemälden mit Hilfe von Analysemethoden aus der Erforschung von Gebärdensprachen.

Während der ersten ECHO-Phase soll ein integratives multidisziplinäres Netzwerk aus Forschungsinstituten, Museen, Archiven, Bibliotheken, und anderen Institutionen entstehen. In fünf Fallstudien, an denen entscheidend auch das Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen sowie die Bibliotheca Hertziana der Max-Planck-Gesellschaft in Rom beteiligt sind, wird die neue Infrastruktur in unterschiedlichen Disziplinen auf ihre Machbarkeit untersucht. Das ECHO-Konsortium hat sich zum Auftakt des Projektes eine Charta gegeben, in der alle Partner ihre Übereinstimung in grundsätzlichen Werten und Zielen betonen: Zentral gehören dazu die freie Verfügbarkeit aller von ECHO entwickelten IT-Werkzeuge sowie aller Inhalte des europäischen Kulturerbes im Internet. ECHO versteht sich somit auch als politische Initiative, die sich gegen Monopolisierung und Kommerzialisierung des gemeinsamen Kulturerbes wendet.
Mit dem jetzt begonnenen Projekt und der in der Charta festgeschriebenen Grundsätze verbinden die Initiatoren die Erwartung, ECHO im 6. Forschungs-Rahmenprogramm der Europäischen Kommission in größerem und umfassenderem Maßstab fortzusetzen.
Weitere Informationen auf der Homepage des MPI für Wissenschaftsgeschichte:
www.mpiwg-berlin.mpg.de



Jürgen Neffe, December, 3rd, 2002

   CONTACT   IMPRESSUM   Last Update: July 2014