Bernstein, Aaron, Naturwissenschaftliche Volksbücher, Bd. 12-16, 1897

Table of contents

< >
[81.] Druck von G. Bernſtein in Berlin.
[82.] Naturwiſſenſchaftliche Volksbücher von A. Bernſtein. Jünfte, reich illuſtrierte Auflage. Durchgeſehen und verbeſſert von H. Wotonié und R. Hennig. Vierzehnter Teil.
[83.] Berlin. Ferd. Dümmlers Verlagsbuchhandlung.
[84.] Inhaltsverzeichnis.
[85.] Anleitung zu chemiſchen Grperimenten für Anfänger.
[86.] I. Wie man Glasrohr gut brechen kann.
[87.] II. Wie man Glasrohr biegt.
[88.] III. Ein drittes Kunſtſtück,
[89.] IV. Probiergläschen.
[90.] V. Eine Kochflaſche.
[91.] VI. Gute Pfropfen und deren Vorrichtung.
[92.] VII. Die pneumatiſche Wanne.
[93.] VIII. Wie man ſich Waſſerſtoffgas machen kann.
[94.] IX. Wie man Gas in einem Gefäß auffangen kann.
[95.] X. Wie man einen kleinen Luftballon füllen kann.
[96.] XI. Wie man Sauerſtoff macht und auffängt.
[97.] XII. Einige Verſuche mit Waſſerſtoff.
[98.] XIII. Einige Verſuche mit Sauerſtoff.
[99.] XIV. Sauerſtoff mit Schwefel und Phosphor.
[100.] XV. Sauerſtoff und Eiſen.
[101.] XVI. Die Hitze, in welcher ſich Waſſerſtoff und Sauerſtoff verbinden.
[102.] XVII. Etwas vom Stickſtoff.
[103.] XVIII. Etwas vom Kohlenſtoff.
[104.] XIX. Wie man Kohlenſtoff mit Sauerſtoff chemiſch verbindet.
[105.] XX. Einige Verſuche mit Silber.
[106.] XXI. Einige Verſuche mit reinem Silber und mit Höllenſtein.
[107.] Praktiſche Heizung. I. Die Wiſſenſchaft und die Praxis.
[108.] II. Verbrennung und Erwärmung.
[109.] III. Wir brennen ein Stück Kien an.
[110.] IV. Der Zug und das Feuer.
< >
page |< < (107) of 896 > >|
115107 Beziehung nur ihre Wichtigkeit als Filtrum hervorheben und
uns zur Bildung der Wärme in den Lungen wenden, die von
entſchiedenſtem und bedeutendſtem Einfluß auf das Leben iſt.
XXXII. Die Lunge als Heizapparat.
Noch zu Anfang unſeres Jahrhunderts gehörte es zu den
gangbarſten Vorſtellungen, die tieriſche Wärme auf Rechnung
einer unbekannten Kraft zu ſetzen, welche man “Lebenskraft”
nannte, und der man alles zuſchrieb, was man von den Er-
ſcheinungen des Lebens nicht erklären konnte.
Wunderbar genug iſt in der That die gleichmäßige Blut-
wärme, welche man am Menſchen beobachtet.
Das Blut und
alle inneren Teile des menſchlichen Leibes ſind zu allen Zeiten
des Jahres, in allen Gegenden der Welt, unter allen Ver-
hältniſſen und in jedem Alter des Lebens ſtets circa 37 Grad
warm;
der geringſte Verluſt von Wärme, die mindeſte
Steigerung derſelben bringt krankhafte Erſcheinungen und
ſelbſt den Tod hervor, und doch konnte man ſich’s nicht
erklären, woher dieſe Wärme in Ländern ſtammt, wo außer-
ordentlicher Froſt herrſcht und der Menſch nicht nur durch die
ganze Haut, ſondern auch durch den Atem in jedem Moment
einen Teil der Wärme verliert, indem er ſtets kalte Luft ein-
atmet und warme aushaucht.
Auch hier war es der Wiſſenſchaft der neueren Zeit vor-
behalten, die naturgemäße Erklärung aufzufinden und jene
alte Erklärungsweiſe zu verdrängen, die ein Rätſel ſtets mit
Annahme eines noch größeren Rätſels, “der Lebenskraft” zu
löſen trachtete.
Die Naturwiſſenſchaft wies nach, daß das
Atmen gerade die Quelle der tieriſchen Wärme iſt, und daß in
der Lunge und durch ihre Vermittelung im ganzen

Text layer

  • Dictionary

Text normalization

  • Original
  • Regularized
  • Normalized

Search


  • Exact
  • All forms
  • Fulltext index
  • Morphological index