Bernstein, Aaron, Naturwissenschaftliche Volksbücher, Bd. 17-21, 1897

Page concordance

< >
Scan Original
21 13
22 14
23 15
24 16
25 17
26 18
27 19
28 20
29 21
30 22
31 23
32 24
33 25
34 26
35 27
36 28
37 29
38 30
39 31
40 32
41 33
42 34
43 35
44 36
45 37
46 38
47 39
48 40
49 41
50 42
< >
page |< < (20) of 676 > >|
2820 günſtigere Temperaturen gelangen, entwickeln ſie ſich in ge-
wohnter Weiſe weiter.
Zu große Wärme übt einen ähulichen
Einfluß.
Mit 45° tritt meiſtens die ſogenannte Wärmeſtarre
ein, während 50—60° bei längerer Dauer die gewöhulichen
Formen, aber noch nicht die Sporen töten.
Zwiſchen den oben
angegebenen Extremen, die ſelbſtverſtändlich nicht von allen
Arten ertragen werden, liegt eine ebenfalls für die einzelnen
Arten verſchiedene mittlere Temperatur, bei welcher Wachstum
und Vermehrung am beſten von ſtatten gehen.
Für die krankheit-
erregenden Bakterien liegt die Temperatur, bei welcher ſie am
beſten gedeihen, bei 37°, alſo der normalen Körperwärme des
Menſchen, während die günſtigſte Temperatur für die meiſten
übrigen Bakterien bei 20° liegt.
Eine ähnliche wichtige Rolle wie die Wärme ſpielt der
unſere Luft beinahe zu einem Viertel zuſammenſetzende Sauer-
ſtoff, bei deſſen Abweſenheit die meiſten Arten nicht leben können.
Die meiſten krankheiterregenden Arten können ſich aber auch bei
völligem Mangel an Sauerſtoff, wenn auch langſam, weiter
entwickeln.
Gewiſſe Bakterien bieten die höchſt überraſchende Er-
ſcheinung dar, daß der Sauerſtoff ſchädlich auf ihre Ent-
wicklung einwirkt und manche derſelben bei längerer Berührung
ſogar tötet.
VII. Die Bakterien-Arten und ihre Stoffwechſel-
produkte.
Die vielen bis jetzt bekannt gewordenen Bakterien-Arten
können wir hier nicht näher betrachten, als Beiſpiele ſeien nur
die ſo ſehr gefürchteten Arten genannt:
der Cholerabacillus,

Text layer

  • Dictionary

Text normalization

  • Original
  • Regularized
  • Normalized

Search


  • Exact
  • All forms
  • Fulltext index
  • Morphological index