Bernstein, Aaron, Naturwissenschaftliche Volksbücher, Bd. 6/11, 1897

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3604 daß zwei Individuen teilweiſe miteinander verwachſen, ihre
Inhaltsbeſtandteile miteinander miſchen (Fig.
2) und ſich dann
wieder voneinander trennen.
So vorbereitete Individuen
erzeugen durch die ſchon erwähnte Teilung dann wieder gut
lebensfähige Individuen-Reihen.
Da aus einem Tier zwei,
aus dieſen beiden 4, aus dieſen 8, aus dieſen 16, dann 32,
75[Figure 75]Fig. 2. dann 64 u.
ſ. w. werden können, alſo die
Fortpflanzung außerordentlich ſchnell zu
hohen Individuen-Zahlen kommt, ſo iſt es
begreiflich, daß, wenn Waſſer über die
Pflanzen gegoſſen wird, es oft nur wenige
Stunden währt, um Millionen von Tierchen
entſtehen zu laſſen, die dann freilich wie
neue, elternloſe Geſchöpfe erſcheinen.
Durch dieſe Beobachtungen, welche ſich
bisher immer mehr beſtätigt haben, iſt der
Lehrſatz nunmehr feſtgeſtellt worden, daß
kein tieriſches Leben möglich ſei ohne deſſen
Entwickelung im Ei oder doch ohne Herkunft von bereits vor-
handenen Organismen.
Wie aber entſteht das Leben im Ei?
Dieſe Frage iſt ſicherlich die wichtigſte Lebensfrage, und
wir wollen uns hier in ſchlichter Belehrung ein wenig von dem
Ei und dem Leben zu unterhalten ſuchen, von einem Thema,
das zu den bedeutſamſten im Bereich der Naturwiſſenſchaft
gehört.
II. Von dem Studium der Entwickelung des Lebens.
Ein äußerſt wichtiger Teil der Wiſſenſchaft von den Lebe-
weſen, der Biologie, iſt die Lehre von der Entwickelung der
Lebeweſen, oder genauer, die Lehre darüber, wie ſich

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