Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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112 lvi
113 lvij
114 lviij
115 lix
116 lx
117 lxi
118 lxij
119 lxiij
120 lxiiij
121 lxv
122 lxvi
123 lxvij
124 lxviij
125 lxix
126 lxx
127 lxxi
128 lxxij
129 lxxiij
130 lxxiiij
131 lxxv
132 lxxvi
133 lxxvij
134 lxxviij
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136 lxxx
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139 lxxxiij
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181cxxvſachen/ Das ſechſt bůch.
Es ſchreibt Galenus es wachs die gerſten in Cappadocia on ein haut. di
ſes hab ich wöllen fleyſſiger erfaren.
dann es hatt nitt mögen gerſten ſein.
Es hatt in aber betrogen/ wie es ietz auch in Italien zughet. dañ es wachſet
gerſtẽ/ wölche wañ mã ſie in {der} ſcheürẽ treſchet/ die hut abzeüchet/ wie {der} weyſ
ſen.
Doch wachſen ſie nitt on ein haut/ hãget aber nitt alſo hert an/ wie am
reyß.
Alſo habend ſolliche kleine vnderſcheid zůzeytten/ in den dingen zů
beſchreiben/ groſſe jrthumen gemacht.
Es ſeind auch in den gewächſen wunderbare breüch/ als in dem land Pe
ru in den bintzen beſchicht/ mitt wölchen ſie brucken machen/ als mitt einẽ
kläbenden geäder.
Wie aber die ſtein kom̃lichen ſeind zäche gewächs für zů
bringen/ alſo iſt das feiſt erterich den früchten nutz/ ſo keine kernen ha-
bend/ als den feigen vnnd treüblen.
Denen aber ſo kernen habend/
ſchadet es überauß vyl.
Darumb ſagt man daß in den Inſlen Niſpaniola/
weil die feiſt iſt/ keine ölbäum ſeyend.
doch wachſen die dattlen/ es were dañ
ſach daß man den vnderſcheid von der feiſte/ vnnd nitt von den kernen
nem̃en ſolte/ dann daß öl iſt am feißten.
dannen har auch die reben daſelb-
ſten vnnd nitt dattelbäüm ſeind.
Die Caſſia oder Indiſche hülſen wachſet
kümmerlich.
doch thůt die Soñ allen wol.
Es ſeind ettliche kreüter ſo ſaltz in inen haben/ auch bey vns/ wie an ei-
nem anderen orth angezeigt.
darzů iſt ein kraut in dem land Popayon/ wöl
ches ſo man es ſeüdet/ vnd das geſotten waſſer gefreürt/ ſaltz wirt/ doch
wüeſt/ vñ vollkom̃en/ vnnd böß.
Dann weil des ſaltz natur den gewächſen
zů wider/ hatt es vyl feüchte müſſen haben/ mit dem es vermiſchet wurde/
vnnd deßhalben wirt es vnrein/ vnuollkom̃en vnd böß.
Nicht deſtminder
wirt es doch auß denen dingen/ vnnd auß dem vyl ding/ als gefrüerung
deß ſaltzes/ vnnd der gleichen.
Cabua iſt ein kraut das groſſe bletter hatt/ an wölchem ein weyßhar wa-
11wunderb
kreüter.
chſet/ das ſtercker iſt dañ der hanff/ auß wölchem die Indier bey der ſtatt
Quitum in dem land Peru (wie es der gemein man nennet) ſchů machen.
Es iſt noch aber vyl ein wũderbarer gewechs/ ſo bey Mexicẽ gar vyl ſteht/
wölches ſie Metel/ die andere Magneen nennen/ ein art des diſtels/ in der
dicken wie eines mans ſchenckel/ in der höhe aber wie zwen man/ zů niderſt
breitter dann oben.
es hatt bey den fiertzig bletter/ ſo vnden dick ſeind/ dem
nach breitt/ vnd einen gradt haben.
dar zů wie deß diſtels ſaamen hülſen/
zů niderſt dick vnnd oben hinauß faſt ſpitz.
es bringet ein äheren/ blůmen
vnnd ſaamen.
die bletter brinnend wie ein fackel/ den ſtengel braucht man
für holtz/ vnnd iſt gůt bretter zů machen/ es machet auch deſſen äſchentref
fenlich gůt laugen.
Ehe dañ es faſt gewachſen iſt/ hauwet man den ſtengel oben ab vnnd hü
let in auß/ ſo lauffet ein waſſer herauß/ ſo den ſyrupen geleichet.
wañ man
diſes ſeüdet/ wirt es honig/ wañ man es aber reiniget/ wirt es zucker/ wañ
man das mitt waſſer vermiſchet/ wirt es in kurtzer zeytt zu eſſig/ wañ man
aber die trůſen hinweg thůt/ wirt es wein/ die ſchoſſlin vnd kleinere bletter
beitzet man ein/ wañ man den ſafft von den grünen bletteren auff die fri-
ſche wundẽ legt/ heilet es ſie eylent.
der ſafft aber von der wurtzlen vnnd an
deren nech ſten theilen/ wañ es blüet/ vnnd mitt dem wermůt ſafft vermi-
ſchet wirt/ heilet der gifftigen würmen biß.
es ghend auch die ſelbigen blet-
ter ein materien papeyr zů machen/ wölches man zů dem gemeld vnd opf-

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