Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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121 lxv
122 lxvi
123 lxvij
124 lxviij
125 lxix
126 lxx
127 lxxi
128 lxxij
129 lxxiij
130 lxxiiij
131 lxxv
132 lxxvi
133 lxxvij
134 lxxviij
135 lxxix
136 lxxx
137 lxxxi
138 lxxxij
139 lxxxiij
140 lxxxiiij
141 lxxxv
142 lxxxvi
143 lxxxvij
144 lxxxviij
145 lxxxix
146 xc
147 xci
148 xcij
149 xciij
150 xciiij
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Von mancherlei wunderbaren
ter feißte/ aber faſt wenig. Wann ſie durchſichtig ſeind/ iſt auch ein dünne
darbey/ wo nit ein dicke.
Die metall aber gar vyl/ darũb ferben ſie die hẽd/
ſie ſeind auch nit durchſichtig/ laſſen ſich ziehen vñ werden weich.
die ſtein
aber ſeind durchſichtig/ dañ ſie habẽ ein düñe feißte feüchtigkeit/ aber we-
nig/ vnd ferben nit/ laſſen ſich auch nit ziehẽ/ vnd werden nit weich.
Weil
nun diſe ding all miteinanderen überein kom̃en/ ſo iſt ſolliche vrſach war.
Man zweyfflet aber hieran noch vyl mehr/ warumb die ding ſo zůſam̃en
wachſend ſichtbar ſeyen/ als das glaß/ wañ ſie aber weich ſeind/ dũckel wer-
den.
Sölliche frag mögend wir nit wol auff löſen/ wir zeigẽ dañ vorhin an/
warumb dz glaß von der kälte durchſichtig/ vnd {der} harn trüb vnd dunckel
werde?
vnd hargegẽ/ warũb der harn auß werme durchſichtig/ vnd dz glaß
finſter werde?
Wir haben aber etwan viermalen angezeigt/ das die ding ſo
feücht vnd feißt ſeind/ võ der kälte dunckel werdẽ/ als das öl vnd der harn
Dz zerſchmel
tzet glas ſchei
net nit.
iſt/ dañ die feißte wirt zů einer dicke.
Wölche aber ein dünnere feüchtigkeit
haben/ als dz glaß/ die werden vyl lanterer wañ ſie gefrierẽ.
dañ von wegen
jrer feißte gibt das liecht einen größerẽ wi{der}ſchein/ vñ ſcheinet alſo weiſſer.
Doch ſeind ſie in der warheit nit mehr durchſcheinende/ ſonder man meint
alſo.
Hie zů dienet auch/ daß dz glas/ weil es nit on dz feüwr zügig iſt/ vnd
zůobereſt dz lautereſt theil verbreñet/ vñ der rauch vom feüwr von auſſen
her darzů kom̃et/ etwas dunckler wirt.
wölche beid/ wañ es von der kälte ge
freürt/ daruon farend/ vnd etwas heiterer machend.
Du ſagſt aber die trä
hen vnd hartz der bäumen ſeind durch ſichtig/ vnd laſſend ſich ziehen.
Vnd
die feißten ding als der agſtein/ ſo mechtig brennet/ iſt durch ſichtbar/ wañ
aber der agſtein nit zergeth/ laßt er ſich voneinan{der} ſtrecken.
deßhalben wirt
kein hartz {der} bäumẽ faſt hert/ dañ es iſt ein ſubteile feüchtigkeit/ ob ſie wol
feißt iſt.
es mag aber nit faſt hert werden/ dañ es iſt feißt/ wie dz metal/ ſon
der minder/ dañ es hatt ein ſubteilere vnd feißtere feüchtigkeit.
deßhalben
brennet alles hartz/ vnd haben vyl öls in jnen.
Es breñet aber kein metall/
wiewol es weich wirt.
Darũb was dünniſt vnd nit feißt/ als die feüchte der
ſteinen/ dz wirt hert vnd laßt ſich nit ziehen.
vnd iſt auch durch ſichtig/ wañ
es von der erden geleüteret iſt/ wo aber nit/ ſo iſt es finſter.
Wz aber feißt
iſt/ vnd ſubtyl/ auch ſich wol ziehen laßt/ vnd bald weich wirt/ das mag nit
faſt hert werden/ es iſt auch durch ſich tig wañ es rein iſt.
Was aber faſt von
jm ſelbs zů ſam̃en gefreürt/ auch feißt vñ dick/ das iſt hert.
doch laßt es ſich
nit voneinan{der}en ziehen/ als dz ſubtyl.
Solliches wil ich beweiſen/ vnd von
den offenbarẽ anfahen/ dañ man weißt/ dz das eyß/ ſo von dem waſſer auß
großer kälte entſtath/ vnd durch ein ringe werme wi{der} zergath/ durch ſicht-
bar iſt.
man mag es nit ziehen/ es iſt auch nit beſtendig/ weil es von einer je
den werme zergeth.
Das waſſer aber iſt ein lautere feüchtigkeit/ we{der} feißt
noch dick.
dañ dz es ein lantere feißte ſeye/ iſt offenbar/ weil es ſo wol durch
ſich tig iſt.
es iſt auch nit feißt/ dañ es iſt nit zäch/ vnd brennet nit. dann die
metall ſeind zäch/ ſie brennend aber nit/ ob ſie wol feißt ſeind/ dann ſie ha-
bend vyl jrrdiſch in jnẽ vermiſchet.
die dicke aber des waſſers iſt feücht/ dañ
ſie wirt allein auß groſſer kälte zů eyß.
es werden aber nit allein die ding/ ſo
vonn kälte gefrierend/ durch die werme auffgelöſet/ wie Ariſtoteles ſagt/
ſonder wölche von großer kälte gefrieren/ die werden durch ein kleine wer-
me auffgelöſet/ wie auch die ding ſo durch ein kleine kälte gefrierend/ einer
großen werme bedörffend/ das ſie weich werden.
Wañ nun das edel geſtein

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