Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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121 lxv
122 lxvi
123 lxvij
124 lxviij
125 lxix
126 lxx
127 lxxi
128 lxxij
129 lxxiij
130 lxxiiij
131 lxxv
132 lxxvi
133 lxxvij
134 lxxviij
135 lxxix
136 lxxx
137 lxxxi
138 lxxxij
139 lxxxiij
140 lxxxiiij
141 lxxxv
142 lxxxvi
143 lxxxvij
144 lxxxviij
145 lxxxix
146 xc
147 xci
148 xcij
149 xciij
150 xciiij
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Von mancherlei wunderbaren
lufftige feiſte weicht bald/ vnnd wirt doch nitt zertheilet. ſie werdẽ aber klä
berecht/ wañ dz waſſer faulet/ ſo mã etwas öl darzů thůt/ darum̃ wirfft mã
die krüg darein.
Das heiſt man reibechtig/ wölches kein feiſte feüchte hatt.
es můß aber ſolliches weitte lufftlöchlin haben vnd dürr ſein. darum̃ wañ ei
ner die kreütter zerreiben will/ der ſoll es derren oder breñen.
dañ wañ alle
feüchte dar von kom̃et/ mag nicht mer klebrecht vorhandẽ ſein/ ſo doch mö-
chte zů einem klotzen gebracht werden/ dañ es hatt kein feiſte feüchtigkeytt
mehr/ noch hülenen/ ſo mitt dem lufft oder feüchte gefüllet ſeye.
darum̃ wañ
mã die zůſam̃en trucket/ nem̃end ſie ein kleiner orth ein/ als die wollen vnd
der ſchwom̃.
Es ſthet aber anderſt mitt denen die man knättet/ als dz wachs
vnnd mäl/ wañ waſſer darzů kom̃et.
diſe gebend denen dingen ein materiẽ/
ſo eingetruckt oder geformiert werden.
Man trucket aber die ding hinein/
ſo möchtend gebogen werden/ vnnd alſo bleibend als vnder dem herten/ dz
ärtz/ vnder dem weichen/ das wachs.
darum̃ mag man kein jrdiſchs trocken
ding faſt eintrucken/ auch das holtz/ wiewol es ſich beügt/ dañ ſie bleybend
nitt alſo.
Wölche aber die eingetruckte geſtalt wol behalten/ als der mehren
theil Metall/ die heiſſen geformiert werden.
darum̃ machet mã ſeül vñ bild
nuſſen darauß.
Etliche aber werdẽ von der hitz getrocknet/ als {der} leim durch
dẽ hafner.
Es mag aber derẽ keines volkom̃ẽ ſein/ dañ die werme můß not
halben durch jr tröcknen verderben/ die ding aber ſo durch kälte zů ſam̃en
getriben werden/ ſeind hüpſcher/ als die Metall.
Etliche ding werdẽ durch
das außſtechẽ/ etliche auff dem amboß geformiert.
die außgeſtochen werdẽ/
ſeind die aller ſchöneſt/ dieweil der amboß ſo man in ſchlecht/ einen wider-
ſtreich gibt/ vnnd die figur ſchediget.
doch iſt diſe weiß dem außgeſtoche-
nen am nechſten/ vnnd beſſer dann die ding ſo gegoſſen vnd durch haffne
rey gemacht werden.
Was man biegen mag/ das zeücht man. man zeücht die
aber darum̃/ daß ſie vyl feiſter feüchtigkeyt in inẽ habẽd/ doch übertrifft {der}
jrdiſch theil/ als die riemen/ das haar/ der teyg/ vnd leym.
der mehrentheil
auß diſen mag zů ſam̃en geſtoſſen werdẽ/ doch nitt alle.
dañ der ſchleim wirt
gezogen/ vnnd laſt ſich nitt zůſam̃en ſtoſſen.
etliche ding laſſẽd ſich zů ſam̃en
trucken vnd nitt ziehen/ als die ſchwom̃.
Diſes ſeind die vnderſcheid deren
dingen ſo mitt einanderen vermiſchet ſeind/ das ſie von anderen etwas lei-
dẽ/ vñ aber ſie nicht vollbringẽd.
Es iſt aber nutz zů wüſſen wölche ding
etwas leiden/ vnd was geſtalt/ nitt allein in gemein/ ſonder ein yedes in ſon
derheyt/ vnd wölche es nitt thůnd.
Die ziegel werden weder von der werme
noch von der kälte weych/ dañ ſie ſeind von beydẽ außgetrocknet/ doch wer
den ſie mitt der zeytt von dem waſſer zertheilet/ als {der} Marmor.
Das ho-
nig wachſet von der werme zůſam̃en vnd wirt hert doch wirt es von dem ſel
bigen wie dz bäch weych.
Das ey mag von der werme vnd kälte/ ſo es allein
ligt/ hert werden.
Es iſt aber nitt genůg das man diſes wüſſe/ ſonderman
můß auch verſthen wie vyl ein yedes leide.
dañ etliche ding werden hert/ als
das bäch/ etliche als der ziegel/ etliche als der kißling/ etliche als das edel ge
ſtein.
dañ man můß wüſſen/ in was materien ein yedes auß diſen kom̃e/ do-
mitt die betrachtung etwas nutzes ſeye.
Sonſt iſt ein andere vergleichung
der vermiſchungen mitt den ſiñen (das gehör laß ich billich ietz auſſen/ weil
kein getöß von {der} verm ſchung beſchicht) alſo werdẽ die geſchmack/ geruch/
farben vnnd qualiteten/ ſo man angreiffen mag.
Darum̃ wöllend wir nun
von deren vrſachen vnd vnderſcheid reden.
Damitt wir nun von dem Guſt

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