Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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131 lxxv
132 lxxvi
133 lxxvij
134 lxxviij
135 lxxix
136 lxxx
137 lxxxi
138 lxxxij
139 lxxxiij
140 lxxxiiij
141 lxxxv
142 lxxxvi
143 lxxxvij
144 lxxxviij
145 lxxxix
146 xc
147 xci
148 xcij
149 xciij
150 xciiij
151 xcv
152 xcvi
153 xcvij
154 xcviij
155 xcix
156 c
157 ci
158
159 ciij
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Von mancherlei wunderbaren
dig vnd weich. welches nitt ſein möchte/ wañ es an ſeiner natur als gar kalt
wäre wie weich es iſt.
Darum̃ mag dz waſſer nitt hert zůſam̃en gefrorẽ ſein/
wañ es hitzig iſt.
dañ die weiche geſtalt behalttet es für eigen.
Es iſt auch nitt eigẽtlich feücht/ dieweil ob wol die erdẽ trockẽ/ {der} lufft nit
warlich alſo/ ſõder weich iſt/ alſo dz noch diſer eigẽſchafft drey vnderſcheid
genommen werden.
daß waſſer weich vñ fließig/ die erden trocken vñ hert/
{der} lufft am aller weichiſten vñ lauterſten.
diſe vnderſcheid můß mañ auch in
vermiſcheten dingen gleicher geſtalt nem̃en.
Ein yedes vermiſchet ding iſt
an jm̃ ſelbs kalt/ wann es kein leben an jm̃ hatt.
dann es bedarff einer wer-
me/ vnnd iſt weich/ oder noch weicher/ oder hert/ oder etwas mittels zwi-
ſchen diſen.
dann wie des weichen oder herten vermiſchung ſein/ alſo würt
auch daß waſſer vermiſchett.
Dañ wir habend angezeigt daß allein zwey ele
ment jñ den vermiſcheten ſeind/ darum̃ iſt jñ der warheyt nicht recht gemi-
ſchet.
dz waſſer mag wol weicher ſin/ ob wol ettliche an jrer art für weicher ge
achtet.
Alſo halten ſich diſe ding/ vnnd ſeind jñ einem anderen orth angezei
get.
Mañ můß aber nun diſes bewyſſen/ daß nicht alſo ſein möge/ wie etlich
daruon reden/ wie auch der pfeffer nitt warm/ oder daß Aizoum kalt.
dann
von dẽ trocken vnnd feüchten/ weil es kein qualiteten vñ eigenſchafften jñ
elemẽtẽ/ möchte es vyllicht wol ſein.
aber wie geſagt/ mögen diſe gemiſchet
nitt alſo an dem werck ſelbs ſein.
Wañ nun der pfeffer mag warm ſein/ wirt
er auch an dem werck vnnd mitt der that etwas ſein.
Es ſeye wie es wölle/
weil die that ſelbs dem vermögen vorghet/ dann es iſt jm̃ vermögen ein ſol
lich ding/ wie daß ſelbig ietz ſchon iſt/ wirt ein qualitet vor der erſten ſein/
wölches doch der red nitt gleich.
Demnach weil etwas mitt der that eint-
weders warm/ vnnd der ſinn ſolliches falſch befindet/ oder kalt/ vnnd alſo
würt jñ dem kalten oder auß dem kalten als ſeinẽ eigenen vrſprung ein wär
me entſthen.
Diſes zeiget der ſiñ ſelbs an. dañ wañ einer dẽ pfeffer keüwet/
entpfindet er nitt gleich der wärme/ ſonder würt zum erſten vermercken dz
er jñ auff die zũgẽ breñet/ vñ dẽnach auch {der} wärme jñ jm̃ entpfindt.
Deßhal
ben bekant/ wie dz feüwr durch die bewägũg auß dẽ ſteinẽ geſchlagen/ alſo
bringt mã auch auß des pfeffers ſchärpffe die wärme.
wie auch in dẽ entpfin-
dlichẽ inſtrumentẽ/ alſo auch jm̃ magẽ/ läberẽ/ vñ anderẽ orthẽ.
Darum̃ iſt
diſes nitt die erſt qualiter jñ im̃/ ſonder etwz anders.
Mã hatt dẽ aber dẽ nã
men der qualitet gebẽ/ auß {der} nam̃en mãgel/ dieweil kein andere nam̃en inn
ſo vnderſchüdlichẽ dingẽ jrẽ ſonſt gebürẽ wöllẽ.
Dañ dẽ erſtẽ qualitetẽ ſther
eigentlichen zů/ das ander darauß entſtanden/ darinnen habend ſie auch
den nammen bekommen/ wie die auſſerliche qualiteten/ vnnd würckun-
gẽ/ als die werme des feür iſt.
dañ es wärmet zů erſt/ dẽnach brẽt es/ vñ wer
met nitt darũ dz es breñet.
Ich weiß wol wie diſer veraltet irthũ gar ſchwär-
lich auß {der} mẽſchẽ gemüterẽ zůbringẽ iſt/ vorab {der} taglönerẽ/ die auß des Ari-
ſtotelis vñ Galeni nam̃en/ ich will {der} lehr halbẽ geſchweygẽ/ jr narũg vñ be-
ſoldũg überkom̃en.
So doch diſe/ die ſollichẽ gründẽ nachuolgẽd in gar ſch-
wäre fragen fallend/ wölche ſie nimmer mehr recht mögen außlegen.
darum̃
iſt es beſſer die warheit etwan anemmen/ wiewoletwan ſpath/ dann nim-
mermehr.
darum̃ mögẽd die vermiſchete ding kalt o{der} warm ſin/ doch habẽd
ſie vorhin ein andere qualitet/ durch wölche/ entpfindũg von natur o{der} auß
dem ſiñ/ die werme oder kälte jñ vnſere leib kom̃et.
wie auch vn{der} diſen ſo mit
{der} that ſind/ die erſte qualitetẽ {der} anderen vrſachen/ alſo ſind auch iñ denẽ ſo

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