Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das erſt bůch
darum̃ můß daß geſchirr brechen. Es iſt aber an dem gantzen leib kein ge-
ſchirr ehezerbrochen/ dañ die pulßaderen der lungen/ die weil ſie gantz ſub-
teil iſt/ den pulß ſchlecht/ den athem haltet/ vnd daß aller wärmeſt geblüt
hatt.
Weil dañ diſes gantz offenbar/ ſo hörend die ſchwetzer auff/ wölche al-
lein darum̃ kein gefallen an vns habend/ daß wir etwan anderſt halten dañ
der Ariſtoteles.
Die meinend auch mañ ſolle ſie allein darum̃ witzig halten/
daß ſie ſich Ariſtoteliſch neñend/ dieweil ſie mitt groſſen titlen jre vngeſchick
licheit bedeckend.
Ich begeret allein/ wo es müglich/ denen wölcher aber
gar wenig/ ja küm̃erlich einer oder zwen/ nitt geſchriben zehaben.
Sie laſſend ſolliches allein/ vnnd gefallet jnen nicht/ da mitt ſie diſen
durch wölche ſie vnderrichtet ſeind/ nitt dancken dörffen.
Wider ſol-
liche hab ich diſes geſchriben/ vnnd nitt wider denn Ariſtotelem/ wölchen
ich allezeytt hoch vnnd lobwürdig gehalten hab/ wölcher/ ob er wol nichts
anders gethan/ hatt er den Theophraſtum vnderwyſen/ vnnd alſo den gů-
ten künſten ein heyteren verſtand gemachet.
Merck aber wie vyl doran gele
gen ſeye/ daß mañ ſolliches wüſſe.
dannwir mögen geleich wie die natur han
dlen/ wañ ſie auß vyl dingen ein wunderbars machet/ vnd daß zů groſſem
nutz des menſchlichen geſchlechts/ vñ zů chren dem ſchöpffer/ doch wellend
wir daß harnach anzeigen/ habend es auch vor vñ an anderen orthen geler-
net.
nun aber iſt genůg daß man weißt dz die antipathia vñ widerwertikeyt
můß auß ſympathia vñ gleichförmigkeyt genom̃en werden.
vñ daß ſo vyl
des einen arten ſeiend/ als des anderen/ dieweil die widerwertikeyt on die
gleichfermigkeyt nitt beſthã mag.
Dieweil dañ nun alle ding mitt einande-
ren vnd wider einanderen ſeind/ wañ mañ auch die ding bedencket/ ſo nitt
nach der gleichförmikeyt vñ widerwertigkeyt/ ſonder nach gemeinem lauff
beſchehen/ als von dem leym vnd ancken oder butter geſagt/ ſoll mañ wiſ-
ſen/ daß die ding ſo an dem menſchen oder in der welt am mehrſtẽ wider ei-
nanderen ſeind/ ein treffenlich mittleyden mitt einanderen habend/ als dz
erdterich mitt dem him̃el/ der mund vnnd der magen mitt den füeſſen/ als
mann heitter ſehen mag in den ſalbungen/ wölche von dem queckſilber be-
ſchehen.
Gleichergſtalt die ding ſo vnder den Polis fürghand/
Der w@l@ ab@
theylung.
von denen dingen ſo in den heiſſeſten landen/ nam
lich in der mitte.
daß mittel ſag ich durch wölches
die Soñ/ der Mon/ vnd die andere Planeten lauf
fen.
wölcher circkel von der läbendige thieren figur
wägen Zodiacus geneñet wirt.
die außerſte theil a-
ber ſo vm̃ die Polos ſeind Arcticus vñ Antarcti-
cus.
das mittel aber dariñen wir wohnẽ/ heiſſet dz
ober/ das überig heiſſet das vndertheil.
Das ober
mittel hatt von einem polo zů dem anderem zwo
auſſereſte gegne/ deren yetwedere hatt 23 {1/2} gradus
die mittel hatt 47.
Dieweil nun von einem Polo zů dem anderen 180 grad
ſeind/ thůnd die zwo in mittẽ ſo man ſie zů ſam̃en thůt 86 grad.
alſo hatt ein
yedes theil 43 grad.
Die ſoll mañ abtheilẽ wie du an der ſeyten ſicheſt. An dẽ
vnderẽ theil aber ſeind auch ſo vyl/ alſo dz die mittnächtigſte vndẽ vñ dao
bẽ habe 47 grad.
alſo auch die gegẽ mitag. Die in mittẽ aber 94. Dẽnach ein
yede in mittẽ 86.
alſo dz daruß werdẽ 360 grad/ welches dañ iſt der vm̃kreyß
der gantzẽ kugel.
Wã mã nun diſe mitt jren vnderẽ zů ſam̃en thůt/ als vor

## Mitnacht vnwonhafft
# 23 {1/2}
## Mitnacht wonhafft
# 43.
Mittle # 47.
## Mittag wonhafftig
# 43.
## Mittag vnwonhafftig
# 23. {1/2}

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