Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

Page concordance

< >
Scan Original
211 clv
212 clvi
213 clvij
214 clviij
215 clix
216 clx
217 clxi
218 clxij
219 clxiij
220 clxiiij
221 clxv
222 clxvi
223 clxvij
224 clxviij
225 clxix
226 clxx
227 clxxi
228 clxxij
229 clxxiij
230 clxxiiij
231 clxxv
232 clxxvi
233 clxxvij
234 clxxviij
235 clxxix
236 clxxx
237 clxxxi
238 clxxxij
239 clxxxiij
240 clxxxiiij
< >
page |< < (clxxij) of 997 > >|
Von mancherlei wunderbaren
mittelmäſſig in den vierfüſſigen thieren/ als in den hunden vñ roſſen. In
dẽ vöglen hat es ein gewüſſe rechnũg/ weil ſie alle klein ſeind/ ſo mã die mit
den vierfüſſigen thieren/ vnnd fiſchen vergleichen wölle/ dann ſonſt möch
ten ſie nitt fliegen.
Es mögend aber kleine ding kein groſſen vnderſcheid
haben.
Was aber groß wirt/ das hatt auch groſſe vnderſcheid. Alſo ghet es mitt
den fiſchen zů/ von wegen des waſſers element natur/ vnnd anderen vrſa-
chen/ ſo etwan an anderen orthen erzellet.
Es werden aber die eydochſen
vnnd ſchlangen auß vyle des fůters/ vnnd weil ſie von natur in jrer ſchwe-
re/ jnen ſelbs nicht ſchaden/ treffenlich groß.
dann die ſchlangen kriechen/
ſo ſchlieffen die eydochſen auch in die erden dohar.
Deßhalben weil all wegen vyl vrſachen der gröſſe/ vnnd kleine vorhan-
den/ findet man auch in diſen den gröſten vnderſcheid.
Es bringend aber
die heiſſen land die aller gröſten harfür/ vnnd noch gröſſer bey den pfützen
vnnd waſſeren.
dann ir natur iſt kalt vnnd trocken/ wölche von beiden wi-
derwertigen dingen ſo dem leben angenem/ getemperiert werden.
darumb
ſechend wir auch/ daß ſich bey vns die eydochſen zů winters zeytt/ ver-
bergen.
Die weil dann drey ding ſeind/ ſo auß den thieren geboren werden/ nam
Thieren ge-
burt.
lich ein thier/ ey vnnd wurm/ hatt allein der wurm ein geburt/ ſo auß der
faulung entſthet/ dann ich wolt nitt bald ſagen daß ſonſt etwas auß fau-
lung geb oren wurde.
wie auch Ariſtotelis meinung geweſen. Darumb was
auß faulung entſthet/ das kommet von den würmen har/ ob wol daß ſel-
big nitt würm/ ſonder fiſch/ oder vierfüſſige thier/ oder ſchlangen/ oder
auch vögel werend.
dann der thieren vrſprung kommet von ſollichem mit-
tel har.
darumb mögend alle thier alſo geboren werden.
Dann wie ein werck meiſter zů erſten/ ein vngeformiert bild bereittet/
demnach erſt alle glider recht abteilet/ alſo machet zů erſten die naturlich
hitz eines wurms geſtalt/ vnnd auß dem ſelbigen ein yedes thier.
es kom-
mend auch faſt der vollkommenẽ thieren iunge/ in mutterleib alſo harfür.
Dann die natürliche werme höret nitt auff zů würcken/ biß ſie diſes voll-
bracht ſo ſie angefangen hatt/ ſie werde dann durch ein treffenliche dürre
verhindert.
Nun iſt auch ein frag/ ob die kleine thier/ wölche faſt der anderen ſpeyß
ſeind/ vmb der anderen willen geboren ſeyend?
Es laſſet ſich anſehen/ als
wann dem alſo wäre/ wie es auch mitt den glideren an vnſerem leib zů ghet.
dann ettliche glider ſeind von wegen der leberen/ ettliche von wegen des
hirnes oder hertzes gemachet.
Doch nitt alle von wegen des einigen her-
tzes/ ſonder ein yedes von ſeines ſelbs wegen.
Alſo ſeind faſt alle thier von
wegen des menſchen/ Delphin/ vnnd adlers.
Wie aber auch der Delphin oder Adler ſolt vmb des menſchen willen ge-
machet ſein/ mag ich nitt verſthen.
doch iſt der menſch heerlicher dann al-
le andere/ vnnd erkennet alle ding/ wie das hertz/ auch das hirne vnd die
leber kennet.
Darumd ſeind die glider den thieren ſich zů ſchirmen geben/ vnnd ſolli-
ches vmb deren willen/ von wölcher wegen ſie nitt geboren ſeind/ vnnd nit
vmb deren/ vmb wölcher willen ſie worden.
Die anderen habend etwas do
mitt ſie der erſten ſchutz vnnd ſchirm vmbkeeren/ deßhalben leeret auch die

Text layer

  • Dictionary

Text normalization

  • Original

Search


  • Exact
  • All forms
  • Fulltext index
  • Morphological index