Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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381 cccxxv
382 cccxxvi
383 cccxxvij
384 cccxxxviij
385 cccxxix
386 cccxxx
387 cccxxxi
388 cccxxxij
389 cccxxxiij
390 cccxxxiiij
391 cccxxxv
392 cccxxxvi
393 cccxxxvij
394 cccxxxviij
395 cccxxxix
396 cccxl
397 cccxli
398 cccxlij
399 ccclxiij
400 cccxliiij
401 cccxlv
402 cccxlvi
403 cccxlvij
404 cccxlviij
405 cccxlix
406 cccl
407 cccli
408 ccclij
409 cccliij
410 cccliiij
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ſachen/ Das acht bůch.
komme/ vollẽdet/ ſonder auch in einer jetlichen arth vñ volck mit der zeit/
nach dem beſten vermiſchet.
Wann ſie aber auff das höchſt kommet/ nim-
met ſie wider ab.
Deßhalben ſihet man daß der weißeſtẽ leüten kinder faſt
nicht ſollen/ dañ die vermiſchung iſt zů dem aller ſubteyliſten kommen.
da-
rumb ſeind ſie gemeinlich am leib/ vnd deßhalben auch an gemüt ſchwach.
dann wie angezeigt/ volgend die würckung deß gemüts dem leib nach. Die
weil dañ weiß leüt auß der melancholey vnd einer dünnenſubſtantz ſeind/
manglet deren eins iren kinden/ oder alle beid.
das erſt gehört zů dem ge-
müt/ das ander zum leib.
Alſo ghet es auch mitt den weidlichtſten vnnd
ſt erckſten menneren zů/ ſo auff das höchſt kommen in einer yeden art/ daß
die kinder in die nechſte art ſchlagẽ.
Ettlich zů dem zorn/ als Caracalla deß
Keyſſers Seueri ſun/ alſo beſchicht auch in anderen.
doch thůnd die müte-
ren darzů auch etwas.
darumb ſeind die leüt ſo zů beiden theilen zů dem al-
ler höchſten kommen (alſo zů redẽ) faſt vnfruchtbar/ zum theil von wegen
jrer laſteren/ zum theil jrer natur/ vnnd daß ſie jrer ſelbs nit achten.
dann
wann ſie zů einer frauwen kom̃en ſo jnen geleich/ werden ſie vnfruchtbar/
wann die ſelbe getemperiert/ gibt es ſchwache kind.
wann die aber einer wi-
derwertigẽ natur/ gibt es meitlein/ oder ſie werden breſthafft geboren.
Doch werden die kinder in můterleib vnnd in der geburt zů mehrmalen
verenderet/ wann die menſchen ire begirden auch enderen/ dann ſie ſeind ei
ner zarten ſubſtantz.
darumb wann ettlich in dem augẽblick geboren/ ſo ein
erdbidem iſt/ die zitteren alwegen.
etlich wann es tonderet/ ſeind erſchrockẽ
vnd forchtſam̃.
Wann ſie aber in der ſtund geboren/ als die brinnenden Co
meten erſcheinen/ werden ſie erſtaunet wie die bůlenden.
doch iſt ſolliches
nit als krefftig/ dieweil ſich deß Cometen zeit lenger erſtrecket/ auch das ge
töß vnd bewegung des leibs mehr vollbringt/ dann des einigẽ geſtirns wür
ckung.
Wann auch etliche in dem erſten neüwmon geboren (als Ariſtoteles
achtet) lebend ſie eintweders nit/ oder ſie ſeind ſchwach.
wir haben des acht
genommen/ daß diſe alle Melancholiſch geweſen.
Es iſt auch wol zůuerwunderen/ was die enderung des lands vnd die na
rung vermag.
dañ wie man bey der ſtatt Amida/ wölche der Perſien könig
Sapor durch den ſturm erobert/ der todten Perſier vñ Römer leib vergra
ben wolt/ hatt der haubtman vnd ſchreiber Deſcenus vermercket/ daß der
Römer vnnd anderer Europeer leib nach vier tagen faulen vnnd anfahen
ſich verzeeren/ alſo daß man einen kaum vor dem anderen erkeñen mocht/
ſo doch hargegen der Perſiet leib außgetrocknet/ on alle verzerung als hert
wie ein holtz warden.
Solliches hab ich auch an einem vatter acht geha-
ben/ wie man jm nach zwentzig jaren ſeines abſterbens ein ſtein vnnd Epi
taphien über legt.
dann es was allein das fleiſch an den lefftzen/ vnnd das
auſſerſt theil der naſen/ darzů die augen verzeert.
Deßhalben zeigt diſes
gnůgſam an/ wie ein reiner lufft/ übung des leibs/ vnd zimliche narung/
treffenlich vyl zů geſund heit des leibs thůt.
Alſo daß ich dem Xenophon
wol glauben mag/ der do ſpricht/ es ſeye brot/ kreſſig vnnd waſſer der Per-
ſier ſpeiß/ oder ſaltz an ſtatt des kreſſig.
Dann wañ nach dem tod kein feüch
te vorh andẽ/ ſo faulẽ mag/ auch nit die ſteiffere glider/ wie vyl minder ſol-
ten dann erſt die lebenden kranck ſein?
Gleicher geſtalt zeiget S. Auguſtin an/ er hab einen kennet/ der do habe
ſchwitzen mögen ſo offt vnnd jm gefallen.
diſes iſt nit ein kleines/ vnnd iſt

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