Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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411 ccclv
412 ccclvi
413 ccclvij
414 ccclviij
415 ccclix
416 ccclx
417 ccclxi
418 ccclxij
419 ccclxiij
420 ccclxiiij
421 ccclxv
422 ccclxvi
423 ccclxvij
424 ccclxviij
425 ccclxix
426 ccclxx
427 ccclxxi
428 ccclxxij
429 ccclxxiij
430 ccclxxiiij
431 ccclxxv
432 ccclxxvi
433 ccclxxvij
434 ccclxxviij
435 ccclxxix
436 ccclxxx
437 ccclxxxi
438 ccclxxxii
439 ccclxxxiij
440 ccclxxxiiij
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542cccclxxxviVon mancherlei wunderbaren diſem/ dieweil ſolliches zů beſchirm vnd rechtmeßigen vrſachen beſchriben
wirt.
wann aber yemand diſes mißbraucht/ wirt er von Gott geſtrafft wer
den.
Deßhalbẽ wirt nutzlicher ſein/ wann ich anzeigt/ wie man ſtarck mau-
ren machen ſoll/ von wölchen etwas vorhin geſagt.
Man machet ſie auß kreidechtiger erden ſo rot oder weyß iſt. diſe ſeübert
man wol von dem ſand/ wůſt/ ſteinleinẽ/ vnd kaat.
darnach trucknet man
ſie fünff jar lang/ nit bey dem feüwr/ ſonder an der Sonnen.
In dem frü-
ling oder Herbſt ſoll man ſie bereiten/ damit ſie nit in dem heiſſen Som̃er/
wann das leder dürr worden/ ſich zůſammen ziehe vnd breche.
Wann zwey
jar herumb ſeind/ fahend ſie an nutzlich ſein/ aber in fünff jaren gantz voll-
kom̃en.
Ehe man ſie bereitet/ ſoll man ſie wol rüren vnd ſtrauw darein mi-
ſchen.
der kalch ſol von geſunden ſteinen ſein/ vnnd das ſand wie der ſtaub
zů Puteolen/ oder ſo vonn kolen iſt/ rauch/ leicht/ vnnd durch des feüwrs
krafft gebrennt.
Mit diſen materien/ vorab wann die ziegel auß bintzſteini
gem leym gemachet/ werden ewige mauren.
dann der kalch vñ gezeüg hatt
ein kleinen vnderſcheid vonn den zieglen/ wann auch diſe beyd des feüwrs
krafft entpfinden/ vnd ſubteyl worden/ wirt es zůletſt als hert wie ein Ada
mant.
Es iſt auch gůt daß die gebäüw beſchehen wañ tag vnd nacht faſt ge-
leich ſein/ darzů nit vyl kalch/ gůt quaderſtein/ vnd das die maurẽ ſchnůr
ſchlecht auffgefürt werden.
Wir wöllen auch jetz zů den ringeren erfindungen kommẽ. Man machet
11Vmlauffende
brotſpis:
vnder dem Camin ein inſtrumẽt/ durch wölches der brotſpiß von jm ſelbs
vmblauffet.
daſſelbig ob es wol gemein/ geth alſo zů. (dann man mag in al
leu dingen etwas großes harzů thůn/ dann man kan jetz auch mauren ma-
chen/ aber von gebrenten/ vnd nit auß getrockneten zieglen/ auch von ſand
das nit in dem feüwr gedörret vnnd ſubteyl worden.
darumb ſeind ſie weder
für den winter/ regẽ noch wind gůt/ darzů nit wirhafft) Man ſtoßet ein ey
ſen zů beyden ſeiten des kemins in die mauren.
in dem ſelbige iſt ein loch/ in
79[Figure 79] welches des vm̃lauffendẽ blechs ſpitz geth.
dz blech iſt düñ/
vnnd hatt zů niderſt ein zinckecht eyſen/ welches anderer
ſpitz ein wenig ſtumpff in dz ober loch mit einẽ nagel geheff
tet wirt/ in welchem er auch vm̃ laufft.
In dem ſelbigen na
gel bey dem oberen loch/ iſt beſeytz noch ein ander loch/ in
welches man des anderẽ eyſenen ſteckẽ ſpitz ſtoßet.
bey dem
ſpitz ſo im nagel ſteth/ iſt ein eyſen rad/ dz mit zincken vmb
faret/ alſo dz die zincken in dz eyſen kom̃en/ darzů auch der
vmblauffend ſpitz/ wie auch an dem anderẽ theil/ ſo in den
ring geſchloſſen.
bey der mitte iſt ein hültzen rad ſo mit vyl
circklen außgehület iſt/ vmb welche hüle ein eyßene ketten
ligt/ die widerumb den eyßenen circkel vmbgibt/ vnd dar
zů vmb den ſpiß geth.
alſo daß vyl ketten ſeind/ wie vyl ge
ringlet hülenẽ ſeind/ inn dem hültzenen vmblauff/ vnd auch ſo vyl/ in wel
che der brotſpiß gelegt wirt.
Alſo beſchicht/ daß der rauch dz windblech/ wel
ches mit flüglen vngeleich/ ſich neiget vnd vmblaufft/ durch welches das
rad vm̃getriben/ ſo von der vngeleicheit die kettẽ mit jren zeücht/ vnd den
brotſpiß treibt.
Es laufft aber dz windblech alſo ring barum̃ wañ es in einẽ
gewicht vñ ſchnůrſchlecht hanget/ dz es auch on feüwr/ wañ kein brotſpiß
daran iſt/ dz rad ſo an jm iſt/ vm̃treibt/ vñ diſes durch gewüße vrſachẽ.

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