Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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481 ccccxxv
482 ccccxxvi
483 ccccxxvij
484 ccccxxvij
485 ccccxxxix
486 ccccxxx
487 ccccxxxi
488 ccccxxxij
489 ccccxxxiij
490 ccccxxxiiij
491 ccccxxxv
492 ccccxxxvi
493 ccccxxxvij
494 ccccxxxviij
495 ccccxxxix
496 ccccxl
497 ccccxli
498 ccccxlij
499 cccclxiij
500 ccccxliiij
501 ccccxlv
502 ccccxlvi
503 ccccxlvij
504 ccccxlviij
505 ccccxlix
506 ccccl
507 ccccli
508 cccclij
509 ccccliij
510 ccccxliiij
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ſachen/ Das zehendt bůch.
Man ſagt es mache der eſſig die trübe ding lautter/ wann man ſchon deſ
Saur ding ma
chet lautter
ſen gar wenig nim̃et/ alſo daß ein tropff zů einem pfund genůg ſeye.
dann er
hat faſt in allen weichen dingen große krafft/ wiewol nitt/ wann deren gar
zů vyl iſt.
ſonſt möchte er das geſaltzen waſſer ſ@ß machen. darumb iſt kein
zweyffel es ſeye nit allein ein ſcharpffe oder räſſe krafft/ ſonder auch ein ſau
re darbey.
dann was ſaur iſt/ theilet auch durch ſein ſubtyle von einander/
vnd machet daß das abgeſünderet zů boden fallet.
dann was trüb iſt/ faret
darumb entpor/ ob es wol ſchwerer/ daß es anhanget vnd iſt kleberecht.
wz
aber eſſechtig oder ſaur iſt/ daß löſet die zäche auff/ vnd macht daß alle trü@
be zů boden fallet.
darumb iſt ein yedes ſo trüb auch zäch/ wie man dañ bey
dem namen erkennen mag.
es theilet auch ein yedes ſo ſaur iſt/ von einande
ren.
Es iſt auch ein yeder eſſig/ der faſt ſcharpff/ lautter. darumb theilend
diſe ding die ſafft von den trůßen.
Man mag auch widerũb ein halbe di-
ſtillierung zů handen nemmẽ/ wañ man zů mal ein brenten wein vnd auch
deß ding krafft harauß zeücht/ als in dem ſo Elyſir genennet/ vnd in {der} Me
liſſen gemeldet worden.
Mit den wurtzlẽ nim̃et es mehr arbeit. als nãlich zů
einẽ exempel/ wañ einer mit gantzẽ fleyß etwas will von einanderen ſünde-
ren vnd ſubteyl machen/ nem̃e er Gentianem darzů.
dann ſie iſt faſt bitter/
vnd hitzig/ darũb verdirbt ſie auch in keinem wein/ vnd laſſet auch dẽ wein
nit verderben.
Deßhalben dörr die wurtzel in einẽ gleßenen geſchirr/ alſo dz
gar kein feißte feüchte daruon kom̃e/ vnd deßhalben nit an {der} Sonnen/ vñ
thůn darnach ſtarcken roten/ o{der} auch gälen wein darüber/ vnd vergrab di-
ſes in roß miſt.
dẽnach über viertzig tag diſtillier es/ ſo wirſt du brentẽ wein
vnd alle krafft von der Gentiana haben.
Wölche aber weich vñ minder tro
cken vnd hitzig/ darzů etwas raner/ die erforderen ein andere zeyt/ dañ (wie
geſagt) ſollen ſie nit faul werden.
Man diſtilliert auch etwan drockene oder
dürre ding/ wañ ſie jren geruch behaltẽ/ als roſen vnd chamillen.
dañ man
legt die zů erſt in waſſer/ oder beſprengt ſie allein/ damit ſie diſes an ſich zie-
hen/ wie man auch bey den Aethioperen oder Mören dem wein thůt/ ſo auß
roſeinlin gemachet.
Etliche legen ſie zů ſom̃ers zeyttẽ/ wañ esſchön wätter/
zů nacht an dẽ tauw/ wañ ſie dañ naß wordẽ/ vñ vyl tauw an ſich gezogẽ/ ſo
diſtilliert man ſie.
Die kreüter werden wol von dẽ tauw krefftiger/ von dem
waſſer aber/ wann man ſie damit beſprengt/ reiner.
Wañ man den tauw für
ſich ſelbs diſtilliert/ hat er große krafft/ vnd ſeind mancherley theil daran/
alſo das etlich über die gemeinen ſtuck/ namlich waſſer/ rot vñ ſchwartz öl/
die fünffte eſſentz/ vermeinen man möge auch ſaltz darauß bringen.
dañ dz
waſſer hat ein großen vnderſcheid von der fünfften eſſentz/ dieweil das waſ
ſer ſchleymerig/ vnd in den kreüteren der mehrtheil eyttel ſchleym iſt.
Daß aber etlich gar ſtarck werden/ beſchicht etwan võ deß feüwrs gſtalt/
Siben weyſs
durch welche
gediſtillierete
ding übertref
fend.
als das vitriol öl.
oder von ſubteyler ſubſtantz wegen/ als brenter wein. oder
von der ſubſtantz dicke vnd herte/ als das waſſer von arſenic oder eyſen.
o{der}
vm̃ der ſcherpffe willen/ als der gediſtilliert eſſig.
o{der} auß beſonderen offen-
baren eigenſchafft/ aẽls das zertheilet waſſer.
oder von {der} reinigkeit wegen/
als die fünffte eſſentz/ oder auß eigenſchafft der natur/ als waſſer von men
ſchen blůt.
Deßhalben iſt offenbar/ dz auß diſen auch vyl zůſamen geſetzete
weyſen ſeind/ vnd widerum̃ von den zůſamen geſetzeten/ mögen andere zů-
ſamen geordnet werden.
etwan kom̃et auch zwo in eine/ als das gold waſſer
von wegen ſeiner eigenſchafft/ vnd dicken ſubſtantz.
etlich aber nit/ als das

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