Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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581 dxxv
582 dxxvi
583 dxxvij
584 dxxviij
585 dxxix
586 dxxx
587 dxxxi
588 dxxxii
589 dxxxiij
590 dxxxiiij
591 dxxxv
592 dxxxvi
593 dxxxvij
594 dxxxviij
595 dxxxix
596 dxl
597 dxli
598 dxlij
599 dxliij
600 dxliiij
601 dxlv
602 dxlvi
603 dxlvij
604 dxlviij
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Von mancherlei wunderbaren
Es mag aber niemand glauben was der oberſt für ſpil vnnd ſchimpffwerck
treibt.
diſes geth mit ſtercke zů/ darzů mit übũg vñ geſchwindigkeit/ ſonſt
iſt bey vnſeren gauckleren gar gemein/ daß einer auff den anderen ſteigt/
daß aber auch der dritt auff dem zweyten ſtande/ beſchicht gar ſelten/ doch
hett man ſich auch ob diſem nit faſt zůuerwunderen.
was aber diſer obẽ auff
handlet/ iſt gar ſeltzam/ vnd deßhalben würdig zůuerwunderen.
man ſagt
es kom̃ allen diſen faſt wol/ wann ſie ein ſtarcken ruckgradt haben.
Ein jüngling võ achtzehẽ jarẽ auß Hibernia/ ſtieß zwey meſſer geſtracke
Gaucklerey.zů der naſen hinein/ einer halben ſpannen lang/ alſo daß ſie eigentlich dem
angeſicht oben gleich ſtůndẽ.
die meſſer waren mein/ alſo daß ſie haben müſ-
ſen durch die löcher ghen/ da dz maul zů der naſen kom̃et.
dz auch die löcher
vyl weiter ſeyen vnd niderer ſthond/ dann ſonſt nateürlich mag zůghen.
er
nam auch ein krummen ſtrauwhalm/ vnd legt ihn auff das angeſicht/ vnd
mocht diſen an alle orth des angeſicht wenden/ an die ſtirnen/ augbrauwẽ/
backen/ auff die naſen/ vnnd das küne/ wann er allein die muſculen vnnd
mauß des angeſichts bewegt.
hiezwiſchen machet er auch ſeltzame geſtaltẽ.
Er mocht auch ein groß ſchwert geſtrackt auff ſein ſtirnen nemmen/ vmb-
wenden/ vnd behalten/ on alle andere hilff.
die ſtrauwhalm ſo recht an dem
bauch hiengen/ heüw er mit einem ſchwert ſo als ſcharpff wie ein ſcheermeſ-
ſer geweſen/ mit ſtarcken ſtreichen entzwey/ vñ fälet jm kein ſtreich nie.
wañ
er auch mit der geleichen ſtreichen den bauch traff/ ward er doch nit wund.

er nam auch ein meſſer bey dem einen orth in mund/ vnnd legt überzwerch
ein ſtang mit einem eyſenen ſpitz darauff/ vnd widerumb auff der ſtangen
ſpitz ein bleyen ſchilt/ welchen er in ſchneller eyl kondt vmbtreiben.
Er ſatzt
vyl ſchwerter vñ dolchen mit dem ſpitz an den leib/ welcher knöpff auff dem
boden ſtůnden/ vnd hatt zwey andere mit dem ſpitz in den händẽ/ er kondt
auch allein zů auſſerſt mit hendẽ vnd füſſen auff diſen hin vnd har fahrẽ/
mit wunderbarer ſchnellen behendigkeit.
Ich fragt jn ob es vyl der gleichẽ
in Hibernia hett?
da antwort er/ gar vyl/ welche auch geſchickter dañ er we-
ren/ vnd vyl wunderbarlichere ding vollbrechten.
ich glaub auch dz es war
ſeye/ weil wir ſehen/ daß die mann in allen künſten die knaben übertreffen.

alſo daß ich wol verſtanden/ daß die künſt auch bey den Barbaren vnd gro
ben völckerẽ verehret wurdẽ/ vorab diſe ſo zů des leibs übung dienſtlich.
ſie
übertreffend auch in diſen dermaßen/ daß ſich ander leüt ab jnen verwun
deren müſſend.
Doch möcht diſes wol für ein kleine vnnd ſchlechte ſach geachtet werden.
Einſchiff vm
di@ wels gefa
ren.
darumb wirt das vmb ſo vyl größer/ welches ich hernach ſetzen will.
Es iſt
ein ſchiff/ welches man von des herrlichen zůfaals wegen Victoria oder ſig
hafft genennet/ welches ſchiffherr vnnd fürer Iohannes Sebaſtianus
Canus Nicola Guetaria/ von dem land Guipuzcoa geweſen/ auß Hiſpa-
nien gefaren an dem zwentzigſten tag Septembris/ Año tauſent fünff hun
dert vnd neünzehen/ vnd wider kommen am ſechſtẽ tag Septembris/ Año
tauſent fünff hundert vnd zwey vnd zwentzig.
Als auch fünff ſchiff hinge
faren mit zwey hundert vnd ſieben vnd dreyſſig mannẽ/ ſeind allein achtze-
hen mann/ vnnd ein ſchiff widerkommen.
Sie habend auch allein ein tag
zůuyl gezellet/ welches nitt allein beſchehen mocht/ wann man von Occi-
dent gegen Orient zeücht/ ſonder auch gantz notwendig geweſen.
gleich wie
diſe ſo von Orient gegen Occident faren/ ein tag zůwenig findẽ.
Man mag

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