Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das dreizehend bůch.
aber nit wañ ſie hinauff ghond. die roß ſthond in beiden zů geleicher gefahr.
wir wellen deß erſten vrſach ſůchen/ wann der menſch hinab ghet/ ſo ſtützet
er ſich vnden an/ wann er nun ſchlipffet/ iſt deß leibs laſt auch vnderſtützet
geweſen.
darumb fallet der menſch mit ſtarckem gewalt vnderſich. wann er
aber hinauff ghet/ vnnd er ſich oben har anhaltet/ ob er wol ſchlipffet/ wirt
doch der leyb durch die vnderſtützung vnnd krefft erhalten/ deßhalben fal
let er nit bald.
Weil aber die pferd oder rößer jre kney nit als wol biegen mögẽ/ werden
ſie vyl müder wann ſie hinauff dann ſo ſie hinab ghond/ deßhalben wañ ſie
müd ſeind/ ſchlipffen ſie gar leichtlich/ vnd wañ ſie entſchlipffet/ fallen ſie
ſtarck zů boden.
wann ſie aber hinab ghond/ ſthond ſie jrem laſt ſtercker ent
gegen/ weil ſie vier ſchenckel haben/ darũb fallen ſie vyl ehe dañ der menſch
wann ſie hinauff ghond/ aber minder dann er/ wann ſie hinab ghond.
Es
iſt auch noch ein andere vrſach darhinder ſo der menſch eigen hatt/ namlich
die forcht.
dañ wañ ſie hinab ghond müßen ſie die höhe ſehen/ vnd nit wañ
ſie hinauff ghond.
es iſt aber diſes ettlichen alſo ſchwer/ daß ſie ehe wellend
etwan hinderſich ghen/ vnnd dem geſicht nicht nachfragen/ damit ſie kein
forcht habẽ.
Die ochſen ghond ſicherer über die berg dañ die pferd/ die weil
ſie ein breitteren fůß/ auch nidereren vnnd geſpaltenen hůff haben/ darzů
gemacher ghond/ alſo dz ein ochs (wie ſant Hieronymus bezeüget) den hin
derẽ fůß nit ehe auff hebt/ dañ er den vorderẽ geſetzt hatt.
weil aber die men
ſchen auff jren füßen ſthond/ ſollen ſie gůten fleiß habẽ wañ ſie hinab ghõd/
vnd ſich hinderſich ziehẽ/ oder durch ein hilff anhalten/ wie vyl zůthůn ge-
wont ſeind.
Es beluſtigen aber diſe ding vyleicht nit. wilt du etwas habẽ
wie man ſich
zů de@ [...]
rüſten.
ſo einem weidlich en man von nötẽ?
was mag gröſſer ſein/ dañ dz du ſchnell
flichen/ oder den fliehenden ereylẽ mögeſt?
diſes vnderſthond jren vyl/ es
wiſſen aber wenig wie ſie ihm thůn ſollen.
deßhalben wirt diſes durch ſieben
regel vollendet.
Zů dem erſten erwölle dir ein ring pferd/ ſo der arbeit ge-
whonet/ vñ faſt milt ſeye.
O wie iſt ſo vyl mannen des roß boßheit zům ver
derben gerathẽ?
Demnach ſoll man ein yedes eyſen an ſtatt der acht neglen
mit vierzehen anhefften/ damit ſie nit in den bergen ſich verſchleiffen/ oder
nit in dem kaat hangen bleiben.
Es ſollen auch die reüter pfauwẽ oder hir-
tzen fleiſch bey ihnen haben/ ſo etwas geſaltzen ſeyen/ demnach gedörret vñ
geſtoßen/ von wegen des eygenen gebrauchs.
darzů ein dürr brot nit allein
für ſich ſelbs/ ſonder auch für das pferdt.
demnach ein büchſen welche ein
feüwrſchloß hatt/ ſo zů vyl dingen nutzlich iſt.
er ſoll auch ein lederen gür-
tel habenn (von welchem an einem anderen orth geſagt) wann er vyleicht
über ein waſſer müßt/ ſo kein fürt hette.
zůletſten ſoll er auch den weg wol
wiſſenn.
Wann dir ongefahr ein weg zůhanden keme/ ſo dir vnbekannt/ ſolt du
ihm alſo thůn/ wann du kein rechten fürer vnnd geleidts mann bekom-
men magſt (dann es iſt ſich nitt gůt den frembden zůuertreüwen/ alſo daß
ich bey Gülch inn großer gefahr geweſen/ wann ich nitt durch anſchickung
Gottes die rechte ſtraaß getroffen hett) Setz diſes orth/ auß welchem du
reyßeſt/ zů einem Centro/ vnnd beſchreib einen Circkel/ oder faß ihn allein
im gemüt/ vnnd beſtimm des orth gohin du reißen wilt gelegenheit/ darzů
die Meridian linien/ welche du auß der Sonnen auffgang vnd nidergang
erlangen magſt.
dañ wann du ſchon vmb ein grad oder vier fäleſt/ iſt nicht

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