Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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851 dccxcv
852 dccxcvi
853 dccxcvij
854 dccxcviij
855 dccxcix
856 dccc
857 dccci
858 dcccij
859 dccciij
860 dccciiij
861 dcccv
862 dcccvi
863 dcccvii
864 dcccviii
865 dcccix
866 dcccx
867 dcccxi
868 dcccxii
869 dcccxiii
870 dcccxiiii
871 dcccxv
872 dcccxvi
873 dcccxvii
874 dcccxviii
875 dcccxix
876 dcccxx
877 dcccxxi
878 dcccxxii
879 dcccxxiii
880 dcccxxiiii
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971dccccxvSubteilen ſachen.
Welche heüſer niderfallen wollen/ laſſend zů vor ein groſſen krach/ dann
das jhenig darauff ſie ſich erhalten/ můß vorhin brechen/ vnd dann fallen
ſie.
Wann ſie ſpelt haben/ iſt es ein böß anzeigũg. Es ſagen etlich die Spin
nen fliehen darauß/ wann ſie mercken/ alſo das die natur witziger vnnd ge-
ſcheider will ſein dann der menſch.
Iulius Ceſar hatt vor zeiten bey Straßburg die ſtatt Zaberen mit zwey
11Elſa@ zaberen
gebauwen.
vnd fünfftzig thürnen gebauwen/ vnd allwegen zwiſchẽ den nächſten zwey
en thürnen/ ſieben zinnen geordnet/ alſo dz die ehürn die wochen/ die ziñen
aber die tag im jar erfüllet haben.
Dann die alten haben ſich in jrem bauwẽ
alle zeit der künſten gefliſſen.
Wann du ein bůch bald inn ein ordnung wilt bringenn/ ſo thůn jm alſo.
22Ein bůch in
die ordnung
zůbringen.
Mach dir ein ander bůch/ von gůtem hertem ſtarckem/ vnnd ein wenig ge
ſchlagnem papeyr.
darnach mit einem ſtarcken zwifachen oder vierfachen
faden/ durchney es hin vñ wider.
Nimb darnach zwey gleiche exemplar ei-
nes trucks/ vnd zerheil die ſententzen/ fach an einẽ dauornen/ am anderen
hinden an/ vnd welche du wilt/ o{der} wie du wilt/ die ſtoß zwiſchẽ das papeyr
vnder den faden.
diſes verſetz vñ verender ſo offt/ item thůn darzů/ vñ dar
uon ſo offt vnd dick/ biß nit allein die ſententzen/ ſonder auch die wörter ei-
nander volgen.
darnach mit leim mach diſe ſtücklin vff friſch vnd beſonder
papeyr.
Alſo magſt du in dreyen tagen das gantz bůch baß inn ein ordnung
bringen/ dann wann du ein gantz jar darob ſeßeſt/ diſes abzůſchreiben.
Ein blinden kan man alſo ſchreiben lernen. Das A b c ſoll ordenlich inn
33Bin blindë le@
nen ſchriben.
ein örene taflen hol vnnd tieff gegraben werden.
Der blind ſoll mit einem
zeiger durch alle bůchſtaben faren/ vnd jrer ordnung fleiſſig war nemmen
vnnd behalten/ biß er bey langem allgemach auch lernet ſchreiben.
Es ſagt Eraſmus/ daß etlich (wiewol mitt groſſer arbeit) alſo haben ge-
lernet ſchreiben.
Er můß fleiſſig vnnd emſig gemant werden/ vnd mit lan
ger zeit.
wie ſcharpffer vnnd ſpitziger der zeiger/ vnnd die geſchrifft duñer/
ſo vyl geſchwinder lernet er ſchreiben.
Ich hab einen geſehenn/ der keine arm hett/ kont aber doch einen ſpieß
erſchütten mit dem rechten fůß/ er kont neyen/ eſſen/ ſchreiben/ vnd ein na-
del fedmen.
Dergleichen iſt auch ein frauw im Teütſchen land vmbgezogen
Anno 1558.
welche mancher ehrlieher mann geſehen hatt.
Es iſt auch gar künſtlich durch ein Inſtrument erfunden worden/ das
einer ſich mit den henden anhenckt/ vnd ye veſter er zeücht/ ye
156[Figure 156]H F B G D A E C mehr er gezogenn wirt.
Es iſt alſo gemacht/ A B iſt die obre
büne/ der anfang des ziehenden ſeils C/ D E aber iſt ein holtz
oder eyſen/ ſo mitt großem gewalt gebogenn/ welchem das ſeil
C D angeknüpfft iſt.
D F aber iſt ein holtz/ das vnder den o-
beren balcken ligt/ vnnd verhütet damit das E D nit wide-
rumb vmbhin ſchnell.
Dem F D aber ſoll das gewicht F G an-
gehenckt werden/ alſo daß F D etwan vmbher getribenn möge
werden gegen F D/ vnd nit getruckt werd von E D.
dañ F D
wirt inn ein rund holtz oder ſcheiben geſteckt.
Wann nun C D
gezogen wirt/ ſo fart F D widerumb gegen dem E/ aber doch an der ſeiten/
vonn wegen des gewichts G/ darumb ſo wirt das eyſen E D/ welches von
F D gehalten ward/ widerumb zů dem balcken H E faren/ vnd wirt C D
hinauff ziehen.

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