Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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863 dcccvii
864 dcccviii
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866 dcccx
867 dcccxi
868 dcccxii
869 dcccxiii
870 dcccxiiii
871 dcccxv
872 dcccxvi
873 dcccxvii
874 dcccxviii
875 dcccxix
876 dcccxx
877 dcccxxi
878 dcccxxii
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Außzug von allen
auß ein tödtlicher dunſt ghet/ wie das Plutoniſch loch iſt/ ſo in Phrygia by
Hierapolis an einem bergechtigen feld ligt.
an einem bühel ſthet es offen/
vnnd iſt an der größe wie ein juchart acker.
es ſthet auch ein gefierter zaun
darumb/ wöllicher mitt einem ſchwartzen dunſt alſo vmbgeben/ daß man
jn kümerlich ſehen mag.
das mundloch mag einen menſchen faſſen/ wann
man auch einen ochſen hinab laſſet/ vnd von ſtundan wider harauß zeücht
wirt er todt gefunden.
Wie Strabo etliche ſpatzen hinein gelaſſen/ hatt er
ſie geleich todt harfür gezogen.
Doch iſt diſes allein der Großen můtter prie
ſteren vnſchedlich geweſen/ weil ſie ein artzney gebraucht/ wölliche ihnen al
lein bekanndt.
weil diſe den lufft beſchauwet/ babend ſie kein athem von ih-
nen gelaſſen.
etlich vermeinend weil ihnen außgeſchnitten/ habend ſie ſolli-
ches erdulden mögẽ.
doch hat man etliche hilff vnd mittel wider diſen ſched
lichen lufft.
dann wañ man blaſtbelg darzů nimmet (als vorhin gemeldet)
überkommet man zwo nutzbarkeit daruon.
Zů erſt reinigend ſie durch jr be
wegung den lufft von böſen dempffen.
Zů dem anderen müſſend die facklen
brennen/ vnnd mögend nit außlöſchen.
es iſt aber kein lufft alſo ſchedlich/
wöllicher nitt durch diſe gereiniget werde.
darzů ſoll diſes ein verſicherung
ſein/ wann die facklen on ein wind ablöſchend/ iſt beſſer man gange nit hin
ein.
dann diſes iſt ein anzeigung eines gantz ſchedlichen orths.
Man findet an keinẽ orth ſo vyl hülenen als in Italien. Es ligt eine zwi-
ſchen Neaploß vnnd Puteolen/ da ſich der weg gegen dem maaß Agnanen
zů zeücht.
diſe ſchadend am aller mehrſten dem haupt/ dieweil es ſchwacher
dann das hertz/ vnnd kein fäl vor jm hat/ wölches die böſen dämpff abwen
det.
dann der lufft/ ſo zů dem hertzen ghen ſoll/ můß vorhin durch deß lufft
ſubſtantz tringen.
diſes zeiget auch die kranckheit an. dann wölliche hinein
gelaſſen/ die zitteren zů erſten/ dann verlierend ſie jr entpfindtlichkeit vnd
bewegung/ farend auch alſo erſtaunet daruon.
Wölliche daruon kommend
die geſchwellen/ wiewol diſes auch denen geſchicht ſo daruon kommen.
Sie
ſeind auch nit allein ſchedlich/ ſonder etlich gantz heilſam.
dann wann einer
diſe recht braucht/ mag er etwan weg finden gantz vnheilſamme kranckheit
zů heilen/ als in Baianiſchen vnnd Cumaniſchen gebirgen vmb Saluea-
ten/ auff dem berg ſo gemeinlich Tritulus genennet wirt.
Etliche laſſen ein
blaſt hinauß/ durch wölchen man weyß ſagen mag/ wie ich dañ etwan von
dem Delphiſchen loch geſchriben/ noch der Philoſophen meinung.
Doch
ſeind gemeinlich alle hüle dem menſchlichen geſchlecht zů wider/ vnnd ha-
bend ein gifft in ihnen.
dann weil der ſelbig dampff die ſtein vnnd herte fel-
ßen hat mögen außfreſſen/ was ſolt er erſt für ein krafft gegen dẽ menſchen
haben?
Es iſt aber der ſicherheit anzeigung/ wann ſüeſſe vnnd heilſamme
waſſer dardurch lauffend/ darzů zů vordereſt gemeine beüm vnnd kreütter
harfür kom̃en.
doch iſt diſes ein wonung der ſchlangen vnd wilden thieren.
Die hüle Corycum wirt mitt gemeiner erkanndtnuß für die fürnembſte
Fürnemmbſte
hüle.
gehalten/ zů erſt an der größe/ demnoch an der nutzbarkeit.
dann es mögen
geladẽ eſel hinein kom̃en.
es iſt ein ſchöner ſchattẽ darbey/ ein lauffend waſ-
ſer/ feine gewechs/ welche alle zeyt grůnen.
bey diſer wachſet der beſt ſaffran
ſo in der gantzen welt iſt.
Sie ligt in Cilicia bey der ſtatt Corycum. Man hal
tet die hülenen für ſchön von dem ſchatten/ lufft/ bronnwaſſer/ eingeng/
vnnd wann ſie alle zeyt grůnend.
weil aber diſes die aller ſchöneſt/ iſt auch
kein luſtiger orth in der welt.

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