Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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862 dcccvi
863 dcccvii
864 dcccviii
865 dcccix
866 dcccx
867 dcccxi
868 dcccxii
869 dcccxiii
870 dcccxiiii
871 dcccxv
872 dcccxvi
873 dcccxvii
874 dcccxviii
875 dcccxix
876 dcccxx
877 dcccxxi
878 dcccxxii
879 dcccxxiii
880 dcccxxiiii
881 dcccxxv
882 dcccxxvi
883 dcccxxvii
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Außzug von allen
vnnd iſt eigentlichen die erden. wölliche ſich aber enderet an geſtalt oder in
dem anſchauwen/ die wirt zů Metall/ oder ſafft/ oder etwas anders der ge-
leichen/ von wöllichen wir wöllend an ſeinem orth reden.
Die recht erden iſt
zweyerley/ die ein gantz wol geſtalt erdfarb/ oder derẽ faſt geleich.
die ande
re iſt nit gantz/ ob ſie wol nicht Metalliſch haltet/ darzů einer andern farb.
dann ein jede erden/ ſo ein andere farb bekom̃en/ iſt durch den dampff ver-
enderet/ noch Ariſtotelis meinung.
Es vermeinet aber Theophraſtus/ es kom̃e ſolliche enderung von {der} wer
me har.
doch mögend die beid waar ſein/ dañ man findet etwan Metall dar
under/ alſo daß ſie durch den dampff geferbet wirt.
etwan gar nicht/ alſo dz
die werme allein vorhanden.
Welche von dem dampff geferbet/ die ſcheinet
faſt.
die von der werme geenderet iſt/ die ſcheint nit/ ſonder hat ein dunckle/
ſchwartze/ vnd eyſenfarb.
dañ die erden iſt ſo mancherley wie die farbẽ ſind.
etliche iſt weiß/ die ander gäl wie der leyme/ grüne wie die bergüne/ rot wie
die bergröte/ blauw vnd ſchwartz ſo gar kein metall hat.
Vnd ob wol etliche
noch den metallen jr geſtalt bekommen/ findet man doch andere/ wölliche
auch alſo geferbet/ vnd gar kein Metall habend.
Alſo iſt die beſt erdẽ nit einerley farb/ wiewol ſie der mehrtheil auff ſchwer
tze geneigt.
doch iſt etwan die ſchwartze/ ſo lättechtig iſt/ auch für die beſt ge
halten.
die mangel an {der} erden werden geſpürt/ wañ ſie dürr/ fleckechtig/ auß
gefreſſen/ grauwlechtig/ vnd löcherechtig iſt.
Sie iſt vnfruchtbar wañ die
kreüter lange/ bloße/ vnd ſcharpffe ſp@tz haben/ auch vyl Geniſtẽ vnd diſt
len da wachſen.
darzů wañ allein emerley kraut vorhandẽ/ wölches nit auff
den matten/ ſon{der} vnerbauwenẽ vñ dürren ortẽ fundẽ wirt.
Welche nun ſub
teil/ lätechtig/ weich/ dz waſſer annim̃et/ gůt farbẽ hat vñ wañ mã ſie trück
net/ darnach mit regenwaſſer beſprenget/ ein lieblichẽ geruch bekom̃et/ die
wirt am aller beſten zů den beümẽ vnd früchtẽ.
Warũb hat aber diſe außge
trücknet erdẽ ein gůtẽ geruch/ wañ ein regen darzů kom̃et?
diſes beſchicht/
weil durch die lange trückne/ die klein feüchtigkeit ſo in {der} erden iſt/ von ei-
ner temperierten vnd nateürlichẽ werme gekochet/ vnd harnoch wann ein
regen kom̃et mit dẽ waſſer vermiſchet wirt/ vnd harauß dempffet.
darumb
hat auch diſes wo es wol zeytig o{der} gekochet iſt/ ein gůten geruch.
Alſo iſt der
lieblich geruch der getẽperierten werme/ vnd deßhalbẽ einer großen frucht
barkeit anzeigung.
Man mag auch diſes ab der arbeit erkennenn. Dann
wann kreüter vnnd beüm harfür ſproſſen/ wölliche ein feißten boden bege-
ren/ die zeigend gewüßlich ein gůte erden an.
Es iſt auch die erden noch jrer ſubſtantz dreyerley. dick/ vnd wirt ſand ge
Erdẽ ſubſtätznennet/ dünn vnnd heiſſet leym/ vnd mittelmeſſig wölches die gemein er-
den iſt.
Hie ſichſt du auch an der erden ein große ſubtilitet. dañ wie das ſand
vnfruchtbar/ alſo iſt es auch zů allem geſchirr/ daß von den hafneren berei
tet/ vntuglich.
der leim aber iſt den erdgewechſen gantz nutzlich/ vnnd den
hafneren überauß komlich.
Die leimechtig erdẽ/ wölche klee harfür bringt/
iſt die beſte/ vnnd dẽnoch ſo graß tregt/ wölche für die an{der} gehalten/ ſo vyl
vnd die weid belanget.
Wölche geißrauten tregt/ die iſt fruchtbar/ wölliche
die räbẽ wol fürbringt/ iſt zů den beümen am aller beſtẽ/ wiewol die ölbeüm
nit gern bey den räbẽ wachſen.
Dieweil nun etliche erden für die frucht/ die
ander für die weid/ vnd die ander für die beüm gantz komlich/ ſoll man ein
jede an jrem eignen zeichen erkennen.
In wölchen orthen dz Mediſch kraut

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