Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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881 dcccxxv
882 dcccxxvi
883 dcccxxvii
884 dcccxxviii
885 dcccxxix
886 dcccxxx
887 dcccxxxi
888 dcccxxxii
889 dcccxxxiii
890 dcccxxxiiii
891 dcccxxxv
892 dcccxxxvi
893 dcccxxxvii
894 dcccxxxvii
895 dcccxxxix
896 dcccxl
897 dcccxli
898 dcccxlii
899 dcccxliii
900 dcccxliiii
901 dcccxlv
902 dcccxlvi
903 dcccxlvii
904 dcccxlviii
905 dcccxlix
906 dcccl
907 dcccli
908 dccclii
909 dcccliii
910 dcccliiii
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Subteilen ſachen.
wein auff dem waſſer ſchwimmen/ ſo du das brot hinweg thůſt/ alſo daß di
ſe gantz vnd gar einander vermiſchet ſeind.
Zů gleicher weiß mag man auch dem wein kein milch wermiſchet wer-
wie man abg@
falnen wein
widerbringt.
den.
Dann man nimbt den abgefallen wein/ vnnd laßt diſen inn ein ſau-
ber faß/ thůt allgemach den zehenden theil milch darzů.
über acht tag ver
kaufft man ihn bey der maß/ weil er noch lauter vnnd gůt iſt.
wann er aber
lang im becher/ oder geſchirr bleibt/ falt er widerumb ab.
Es bleibt auch
auff dem bort des bechers/ ein feißte des buters/ darbey man den be-
trug erkennet.
So mann aber denn wein verhieten will/ daß er nitt ab falle eb er trüb
werde/ ſo thůn den zehenden theil brants weins darunder.
vyl beſſer were
ſchwebel/ aber der geſchmack verrath den betrug/ dann ich hab deſſen trun
cken.
ſolliches thůt auch der alat. aber ſie ſeind beyde ſchädlich.
Es iſt aber inn gemein zůwiſſen/ daß alle ding die do ſchwer vnnd zäch
ſeind/ oder leimig/ den wein ſchön vnnd lauter machend.
Zäch vnd ſchlei-
mig als milch/ vnnd das weyß vonn dem ey.
Dannether werden alle ſafft
ſo mitt ihm vermiſchet/ gereiniget.
Aber was ſchwer iſt/ begert vnder-
ſich/ als die bachſtein/ geſotten vnnd darnach geſpalten/ vnd zů puluer ge
ſtoßen/ darnach darunder gemiſchet/ ziehent ſie (dieweil ſie trocken ſeind)
alles an ſich was leymig iſt/ darumb wirt er trüb.
wann ſie aber an ſich ge-
zogen habend/ als dann farend ſie zů boden/ vnnd reinigent alſo den wein.
Saltz möchte ſolliches auch wolthůn/ aber es wirt an dem geſchmack er-
kennet/ vnnd macht ein vnlieblichen wein.
Man mag auch leichtlich allen gefelſcheten wein inn metalliſchen erken-
wie man gefel
ſcheten wein
erkennen.
nen.
dann wann ſie vier vnd zwentzig ſtund in dem becher ſthond/ vnd das
metalliſch zů boden begert/ von wegẽ ſeiner ſchwere/ verleürt der wein ſein
farb/ vnd wirt wüſt.
Wañ aber der wein mit honnig gefelſchet iſt/ merckt man es geſchwind/
ſo man auff ein glüend eyſen kleine tröpfflein ſpritzet/ dann ſo der wein ver
zeert iſt/ bleibt das honig.
dann die ſubſtantz des weins iſt dünner weder
des honigs.
Zůgleicher weiß/ wann das honig gefelſchet (als mit hirßmeel)/ darnach
wie man ge-
felſchet ho-
nig erkennen.
kocht vnnd verſchaumpt/ vnd in ein glaß gethan wirt/ bleibt das trieb o-
ben.
Alſo hab ich in dem vorigẽ jar/ ein Driackers krämer ergriffen zů Pap-
phey.
Wann etwan ein ſchwer puluer darunder iſt/ ſetzt es ſich zů vndereſt/
vnnd wirt dunckel von dicke.
Daß Oel erzeigt ſein falſch inn dem brennen. dann eintweders es kracht
wie das gefel
ſchet öl erken
net werde.
vnnd rauſchet/ oder es kirrt/ oder aber der öltrůſen wirt vyl mehr dann es
werden ſolte.
Du ſprichſt aber/ warumb beſſert den wein die milch? Ich
ſprich/ darumb/ wann ſie vndereinanderen vermiſchet ſeind/ ſitzt daß feißt
vnderſich/ vnnd was trüb inn der milch iſt/ zeücht es mit ſich.
alſo bleibt
darnach das wäſſerig inn dem wein/ welches jm hilfft vnnd beſſert.
Da-
rumb ein klein theil weins/ erzeigt den trug/ dann weil er ſchwach vnnd
leicht iſt/ falt er leichtlich vom lufft widerumb ab.
Aber dem wein bringt
ſein geſchmack widerumb/ Nägelin/ inn ein Pomerantzen geſteckt/ vnd in
ein geſchirr gehenckt/ alſo/ daß es den wein nit berür.
Deßhalben ſag ich/ welche von natur nit gleich ſeind/ mögend nit recht

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