Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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881 dcccxxv
882 dcccxxvi
883 dcccxxvii
884 dcccxxviii
885 dcccxxix
886 dcccxxx
887 dcccxxxi
888 dcccxxxii
889 dcccxxxiii
890 dcccxxxiiii
891 dcccxxxv
892 dcccxxxvi
893 dcccxxxvii
894 dcccxxxvii
895 dcccxxxix
896 dcccxl
897 dcccxli
898 dcccxlii
899 dcccxliii
900 dcccxliiii
901 dcccxlv
902 dcccxlvi
903 dcccxlvii
904 dcccxlviii
905 dcccxlix
906 dcccl
907 dcccli
908 dccclii
909 dcccliii
910 dcccliiii
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928dccclxxiiAußzug von allen
Es werden die Plante vnd kreüter von einem orth an das ander getra-
gen/ als auß India in Italiã/ ettliche durch den ſaamen/ die andere gantz
11Gewechs ve-
renderen ire
orth.
in einem geſchirr/ vnnd mit erdtrich vmblegt.
etlicher zweig vnd ſchoß wer
den inn honig vergraben/ dann die feüchtigkeit des honigs iſt dünn/ ſüß/
vnnd temperiert/ darzů nitt feißt oder der feülung vnderworffen/ welches
dann gar gůt iſt/ die jungen zarten zweig zůerhalten.
Darumb bleiben
auch die nuß durch das gantz jar grün darinnen/ deßgeleichen mögend ſich
die frücht vnd fleiſch etlich tag darin erhalten.
Die ſafft aber nach dem ſie außgeſotten (dañ alſo wirt die weſſerige feüch
te verzeert/ welche ein anfang iſt der feülung) wer dẽ im öl erhalten.
Gemein
lich aber was von der feülung erhaltẽ/ das wirt dörret/ oder erkaltet/ oder
iſt mit feißter feüchtigkeit vmbgeben.
Dann was faulet/ das müß ein wäſ-
ſerige feüchtigkeit haben/ vnnd můß von der werme faulen.
Darumb was
dürr/ iſt eintweders gar kalt/ oder gar feißt/ vnd mag nit faulen.
Es wirt
alles gedört auff dreyerley weyß/ mit leblicher werme/ die iſt dreyerley/ als
das feüwr/ rauch/ vnnd die Sonn.
oder von dem/ daß die feüchtigkeit ver
zeert/ als der lufft vnd das ſaltz.
Oder mit diſem ſo allgemach gedörret/ als
aloe vnd myrrha.
Aber die erkaltet ſeind/ faulen nit faſt. wie auch die todtẽ
cörper mit queckſilber geſchmiret/ nit faulẽ/ doch můß das metalliſch hin-
ein tringen.
Die Lorber vnd reckholder bletter knellend vñ krachen in dem feüwr/
dañ ſie entpfahẽd das feüwr geſchwind eb die wäſſerige feüchtigkeit außge
dört iſt.
Es meinẽd ettlich/ in den breñenden lorberbletter ſeye etwz weiſſa
gung/ weil diſe beüm dem Apollini geweichet/ oder weil der flamm ein ſeltza
me geſtalt überkõme/ oder daß er von natur etwas habe/ das die gedancken
bewege.
Etlich haben vermeinet wann der ſamen deß reckholder angezün-
det werd/ vnnd mit ſeiner äſchen gedeckt/ behalt er das feüwr ein jar lang.
Schwartze dintenn macht mann alſo. Nim friſch geſtoſſen gallöffel
ein pfund/ Gummi Arabicum/ granattöpffel mitt der ſchölffen.
Ie-
22Dinten zůma
then.
des ein halb pfund.
Laß alſo acht tag inn ſechs pfund waſſers ſthen. dar
nach ſeüd es biß auff dẽ dritten theil ein.
weil es noch heiß iſt/ vnnd ab dem
feüwr gethon wirt/ thůn ein pfund klein geſtoſſen Calchant darzů/ vnnd
miſch es biß es kalt wirt.
über zehen tag ſehe es durch ein tůch/
vnnd behalt ſie.
Ettlich habend auch ein gůte gema-
chet/ aber ſie iſt in ſechs monaten verſchwun-
den/ dann das irdiſch bleibt/ das feucht
aber nicht.
wz dün iſt ver-
ſchwint gleich

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