Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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901 dcccxlv
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903 dcccxlvii
904 dcccxlviii
905 dcccxlix
906 dcccl
907 dcccli
908 dccclii
909 dcccliii
910 dcccliiii
911 dccclv
912 dccclvi
913 dccclvii
914 dccclviii
915 dccclix
916 dccclx
917 dccclxi
918 dccclxij
919 dccclxiii
920 dccclxiiii
921 dccclxv
922 dccclxvi
923 dccclxvii
924 dcccxlviii
925 dccclxix
926 dccclxx
927 dccclxxi
928 dccclxxii
929 dccclxxiii
930 dccclxxiiii
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Außzug von allen
Darumb brauchend die Moſcowiter waſſer ſo auß haberen gediſtilliert
wirt/ weil ſie kein wein haben.
es wermbt vñ macht trunckẽ vnd voll/ gleich
wie der wein.
Dañ dieweil {der} haberen einer dickeren ſubſtãtz/ wirt er auß der
deſtillation erwerm̃et/ dünnert vnd geſcherpfft/ der maſſen dz er dem bran
ten wein zůuergleichẽ.
Alſo hanff bletter zů mäl gemacht/ vnd in dz tranck
gethan/ machen den trinckendẽ leib voll/ weil ſie überſich zům haupt riechẽ.
Zů gleicher weiß bletter vnd ſaamen/ des hanffs geſottẽ/ vnnd daß waſſer
auff die erden geſchüttet/ zeücht die würm auß der erden herauff/ weil ſie
entweders den geruch lieben oder haſſen/ vnd darumb vnderſthand zů flie
hen.
diſes brauchen die fiſcher.
Alſo wann die hüner den hanff ſaamen eſſen/ macht es ſie fruchtbar vnd
zůlegen im winter/ dann er wermbt vnd dünnert.
Man ſagt daß bey den
Tartaren das waſſer auß gediſtillierter milch voll mache.
darumb můß die
milch dicker vñ lang bey dem feüwr geweſen ſein.
Es wirt aber vyleicht auß
roßmilch gemacht.
Auß hopffen ſaamen vñ gerſten/ Rocken oder weyſſen macht man Zetũ
Bier zůberei-
ten.
o{der} dz Bier/ auff diſe weiß als Nicolaus Poll/ des Keyſers artzet geſchribẽ
hatt.
Die gerſtẽ leg in waſſer ſo lãg biß ſie breche vñ auff ghet/ darnach gedör
ret/ düñ geribẽ/ ja vnder die mül gelegt/ deſſelbigẽ nim̃ zwey theil/ waſſers
ſiebẽ theil/ ſeüd es miteinander biß auff den dritten theyl/ nimb den halbẽ
theil des waſſers/ vñ thůn den viertzigſten theil hopffen ſaamen/ vñ ſo vyl
gerſten als vor darzů/ ſeüd es alles drey oder vier ſtund.
darnach nimb den
anderen halbẽ theil waſſers geſechtet/ vermiſch jn mit dem erſten/ vnd ſeü-
de es noch ein mal/ biß auff dz halb ein.
zůletſt thůt man es in ein faß/ oder
höltzen geſchirr/ vnd mit wenig hebel oder ſaurteig/ zertheilt man es.
Wie
aber die jhenigen/ ſo gegen Mitnacht whonend/ zů der noturfft/ bier von
gerſten vnd weyſſen machẽ/ alſo diſe ſo gegẽ Mittag gelegen/ auß Reiß.
die-
weil jnen in jrem geſatz weinzůtrinckẽ verbottẽ.
ſolliche tranck machend alle
vol.
doch iſt dz bier auß Reiß gemacht/ etwas milter/ nit darũb daß die ger
ſten hitziger ſeye dann der reiß/ oder der reiß kelter dañ die gerſten/ ſonder
darumb dz die ſelbigen bier kein hopffen haben.
dañ welche mit hopffen be
reitet/ die ſeind hitzig vn faſt trocken.
Darumb iſt der wolluſt des trancks
keinem abgeſchlagen/ dann man fmdet allenchalben reiß.
Es iſt auch diſes
tranck vyl lieblicher vnd geſünder/ dann das ander bier.
Daß alt Oximel iſt geſunder weder alles bier/ wiewol es etwas theürer
Oxymel zůbe
reuen.
were/ dann es wirt gemacht auß dreyſſig pfund honigs/ xxv pfund eſſig/
xix pfund waſſers/ drey pfund ſaltz/ etlich thünd Thymbren oder garten-
hyſſop darzů/ vnd mehrend daß waſſer.
Diſes ſoll alles miteinander zehen
mal geſotten/ darnach von einẽ geſchirr in dz ander geſchüttet werden.
vnd
alſo laßt man es veralten.
Dieweil aber vyl waſſer/ von wegẽ der lieblicheit
darein ghet (dann man trinckt es mit friſchem waſſer gemiſchet/ gleich wie
den wein) wirt es ein wenig geringer dann bier/ aber vyl geſünder.
Die Moren (ich glaub daß die wein bey jnen nit mögẽ behalten werden/
Mörẽ tranck.dann ſonſt verehrend ſie Chriſtum) nemmend die meertreübel/ vnd legẽ ſie
ein tag in waſſer/ dörrent ſie ein wenig/ vnd truckend ſie dañ auß.
Diß trãck
iſt vmb ſo vyl beſſer/ daß es nit vaſt lieblich iſt.
es hatt kein ſtercke/ vnd iſt
nichts böß darbey/ als im wein/ dann des weins lieblicheit/ dienet zů der
menſchen verderbnuß/ vnnd zů der trunckenheit.

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