Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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912 dccclvi
913 dccclvii
914 dccclviii
915 dccclix
916 dccclx
917 dccclxi
918 dccclxij
919 dccclxiii
920 dccclxiiii
921 dccclxv
922 dccclxvi
923 dccclxvii
924 dcccxlviii
925 dccclxix
926 dccclxx
927 dccclxxi
928 dccclxxii
929 dccclxxiii
930 dccclxxiiii
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933 dccclxxvii
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935 dccclxxix
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938 dccclxxxii
939 dccclxxxiii
940 dccclxxxiiii
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Subteilen ſachen.
allen böſen dingen/ durch die gnad Gottes/ ein zeil geſetzet. die ſchlangen
mögend ſich nit über jr zaal mehren/ vnnd mag kein große kranckheit über
viertzehen tag beleiben/ alſo mag auch kein großes vnglück lãgwerend ſein.
In der langwerenden vnd gemachẽ Peſtelentz aber/ mag man kein gewüß
zeil ſetzen/ wie auch inn frantzoſen oder böſen blateren nit/ welche von jrem
vrſprung an/ mehr dann fünfftzig jar gewäret.
Vnd ob wol diſe kranckheit
bey den Indianeren auch erfunden/ wirt ſie doch bey vns erblich vnnd der
Peſtelentz gleich.
Von diſem habend wir etliche bücher geſchriben.
Die Peſtelentz ſo von dem lufft har kommend/ haben des giffts art. dañ
etliche gifft ſeind von natur/ als die ſo alſo geboren werden/ vnnd die böſen
ſchlangen.
etliche kommend von der feülung/ vnder welchen auch die peſte
lentz gezellet/ demnach auch diſe ſo durch kunſt zůbereitet werden.
Die al-
ler ſterckeſte vnd ſchädlichſte gifft entſthond von der natur/ weil diſe auch
alle kunſt übertriffet.
doch ſeind diſe gar ſeltzam/ vnnd kommend der mer-
theil von der kunſt har/ weil das menſchlich geſchlecht vyl böſer iſt/ etwas
böſes zůerdencken/ dann die natur.
deßhalben hatt die natur in diſem gern
wöllen von den menſchen überwunden werdenn/ welches doch gar ſeltzam
ſonſt iſt/ ſo verr dz die ſtercke vnd größe bey jren beleibe.
Man ſagt es ſeye in Nubia (Ptolemeus neñet es Marmarica) ein gifft/
welches einer gerſten ſchwer/ vnnd den menſchen von ſtundan vm̃bringet.
zehen menſchen aber inn einer viertheil ſtund. darumb hatt es ein treffenli
che tödtliche krafft an jm.
man verkauffet ye ein vntz oder zwey lot vm̃ hun
dert gulden.
Der käuffer ſchweret er wölle inn dem ſelbigen land das gifft
nit brauchen/ gleich als wann diſer kein mörder were/ welcher die leüt in ei-
nem anderen land vm̃bringe.
oder als wann es minder ſeye die leüt vmbzů
bringen/ dann meineydig zůwerden.
Ich weiß nit ob der menſchen torheit
oder boßheit ein größer jamer.
es iſt auch etwas böſers im verzug dann inn
der ſchnelligkeit.
dann diſe nimmet das leben hinweg/ der verzug aber al-
le hoffnung vnnd frucht des lebens.
Theophraſtus zeigt an/ man kenne
den Aconithum oder wolffwurtzel zůbereiten/ daß er in zweyen/ dreyen/ o-
der ſechs monaten vm̃bringe/ ja auch in einem jar oder in zweyen/ vnd ſeye
alſo das abſterben/ des krauts einſamlung geleich.
dann der tod verzeücht
ſich lenger von einem elteren gewächs.
diſes kraut ſeyeten ſie/ vnd ſamleten
es harnach ein.
Wann man auch diſes in dem früling ſamlet/ bringet es ehe
vmb/ dann im winter.
wie dann alle kreüter vnnd wurtzel zů der ſelbigenn
zeit krefftiger ſeind.
Vnd ob wol diſe artzney nit geleich ſein würckung hat/
volget doch zů ſeiner zeit der gewüß todt.
Alſo ſeind auch andere ſtuck/ wel-
che/ ob ſie wol nit gar ertödten/ einem gelid ſchad ſeind.
Es iſt ein brunn yenſith dem Rhein an des meers geſtad/ welches waſſer
allen kriegßknechten/ ſo darauß getruncken/ hatt gemachet die zän außze-
fallen.
Man hatt auch kein ander hilff darzů finden mögen/ dann dz Bri-
tanniſch kraut.
Wie auch Ceſar Taberna/ einer des raths bey vns/ lang große marter
in dem magen gehabt/ hatt man ihn nach dem tod auffgeſchnitten/ vnnd
ein ſtein eines ey groß in dem magen gefunden.
Das gifft welches zů ſeiner
gewüſſen zeit tödtet/ mag weder zů dem hertzen/ birn/ noch blaſen kom̃en.
dann wann es das hertz berürt/ möcht der tod kein verzug haben. Wann
es zů dem hirne keme/ wurde niemand ſterbẽ/ weil es weit gelegẽ/ ja ſie mö-

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