Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
ren Reckhol{der}er weder erkennet nach beſchriben hatt. dann ob er wolange-
zeiget/ es ſeyend zweyerley arten deß Reckholders/ ſagt er doch es bringe al
lein die eine gattung frucht/ ſo doch beide arthen wölche beſchriben werden
frucht tragen.
Ich woltt auch wetten es hette Theophraſtus vn{der} diſem na-
men kein anderen dann den vnſern Reckholder erkennet.
In Dioſcoriden
iſt der jrthumb kommen/ eintweders daß er beide arthen erkennet/ vnd dẽ-
nach erſt auß Theophraſto den Cederbaum hinzů gethon/ oder es iſt das
Capittel von dem Reckholder verderbt worden/ wölliches mencklich beken
net.
Es iſt gnůgſam bekannt/ daß zweyerley arten deß Reckholders ſeind/
wölches nach deß baums vnnd frucht größe vnderſcheiden/ vnnd nitt an
jrer oder der bletteren geſtalt.
Der Cederbaum aber tregt Thañkernen/ vñ
hatt ein arth mitt der fiechten.
Mathiolus volget ſeinem Dioſcoride nach/
vnnd vnderſthet (wie man gemeinlich ſagt) diſe frag auff zů löſen/ alſo dz
er ſagt/ es habe der Cederbaum ein beſondere arth/ vnnd der größer Reck-
holder auch ein beſondere.
Wiewolich nitt darwider bin/ daß man vn{der} den
größeren Reckholderẽ etliche vnderſcheid/ wie auch vnder andern gewech-
ſen finden mag/ aber doch nitt ſo groß/ daß ſie die arten vnd gattungen en-
deren möchten.
Weil diſen grund die alten nitt vermercket/ vnnd die leüth
zů vnſeren zeytten nitt wüſſen/ ſeind große jrthumen entſtanden/ als man
die arten vnderſcheiden wöllen/ vnnd alſo geſprochen/ der Cederbaum tra
ge beer.
Es wirt aber Mathiolus nit zů laſſen d@ einerley Cederbeüm dañ-
kernen habend/ vnnd das billich.
Dann thůn der gleichen als wann nicht
daruon geſchriben/ wölches dañ beſſer iſt weder übel geſchriben/ vnd man
wölte die gewechs inn jre arthen abtheilen/ vnd vermeinte der Cederbaum
trüge dannkernen/ wölcher doch ein glatten ſtammen vnnd bletter wie die
bechthannen hat/ darzů treffenlichen hoch wachſe/ Wölcher were ſo vnſin
nig der ein ſolliche gleiche arth mitt dem Reckholder an der frucht/ blette-
ren/ vnnd holtz wölte ein Cederbaum nennen?
Doch wöllend wir vnns zů
dem daß etwas nützer iſt wenden/ es reüwet mich daß ich můß wider mein
gewonheit/ die falſche meinungen ab zů wenden/ vil wort/ vnnd wenig ver
ſtand harauß laſſen.
Wir wöllend deß bechs vrſach angreiffen/ wölliches ein großen vnder-
Bechſs natur.ſcheid von dem hartz hatt.
wiewol der nit betrogen würt/ wölcher das bech
ein grob vnnd verbrennet hartz nennet.
Man ſagt/ man nemme diſes auß
dem Picea oder bechbaum/ etlich aber auß dem thannen holtz/ vnnd inn
ſumma auß allem dem da es veilfaltigcklichẽ harauß fleüſſet/ dann es lauf-
fet auß allen hartzechtigen dingen/ doch nitt alſo faſt/ daß es den koſten er
tragen möcht.
Daß weich bech aber fleüſſet von dem Cederbaum/ das iſt
von dem größeren Reckholder.
dann das hartz iſt dicker/ vnd das bech dün
ner.
beiderley bech das gäl vnnd das ſchwartz iſt bey vns zů ſamen geloffen
vnnd hert/ vnnd lauffet auß einem wol zeyttigen dannenholtz.
dannenhar
kömen auch die liechtſpän/ wölches eigentlich das marck von einem alten
bechbaum iſt/ dieweil es bald brennet vnd ein häl feüwr gibt.
doch nennen
wir in gemein einen liechtſpan/ das hartzechtig holtz/ wölliches gern bren-
net/ darumb nimmet man auch die von dem lerchbaum/ vnnd den dañen.
Damittich aber zů letſt diſen handel zů dem end bring/ iſt der Griechen
Cederbaum die höhere arth deß Reckholders/ wölliche ein größere frucht
tregt.
Der Hebreeren Ceder aber/ iſt ein fruchtbarliche fiechten/ vnd wirt

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