Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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901 dcccxlv
902 dcccxlvi
903 dcccxlvii
904 dcccxlviii
905 dcccxlix
906 dcccl
907 dcccli
908 dccclii
909 dcccliii
910 dcccliiii
911 dccclv
912 dccclvi
913 dccclvii
914 dccclviii
915 dccclix
916 dccclx
917 dccclxi
918 dccclxij
919 dccclxiii
920 dccclxiiii
921 dccclxv
922 dccclxvi
923 dccclxvii
924 dcccxlviii
925 dccclxix
926 dccclxx
927 dccclxxi
928 dccclxxii
929 dccclxxiii
930 dccclxxiiii
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Subteilen ſachen.
ſolliches nitt nur ein wenig.
Darumb vermeinet Herodotus inn ſeinem anderen bůch/ daß diſes ein
Nilus la@ff@@
über.
vrſach ſeye/ daß der Nilus in Egypten alſo überlauffe.
Dann deſſen mei-
nung iſt/ daß der Nilus wann die Sonn in dem ſommer am höchſten iſt/
anfahe auff lauffen/ vnnd wachſe fünfft vnnd viertzig nochuolgende tag/
begieſſe Egypten land/ vnnd falle faſt inn ſo vyl tagenn wider nider.
Vor alten zeyttenn/ nammlich als Herodotus gelebet/ brachte vierze-
hen ellenbogenn hoch ein große fruchtbarkeit/ vnnd acht ellenbogenn ein
cheüwrung.
Harnoch zů Strabonis zeyten wůchs er nit alſo faſt/ vnd mochte nit zů
acht ellenbogen kommen.
Zů vnſeren zeyten aber hatt ſich eintweders der
jrrthumb geoffenbaret/ oder die wachſung geenderet.
dann wann er biß in
fünffzehen ellenbogen hoch wachſet/ gibt es ein fruchtbares jar.
von fünff-
zehen aber biß zů achtzehen/ gibt es etwas ſchaden/ vnd entſthet große ge-
fahr.
Wann er aber über diſes kommet/ ſo ertrincket Egypten vnnd leidet
große not/ vnd iſt zů beſorgen es gange alles zů grund.
wann es von xv biß
zů xij hinab get/ bringt es ein theüwrung/ wölche doch nit groß iſt.
aber võ
xij biß zů x ein große theüwrung.
Darunder kommet er gar nicht. Diſes iſt
die gegenwürtige vnd waarhaffte hiſtorien mit dem Nilo.
Ich will aber wider zů Herodoto kommen/ wölliches meinung von deß
Nili wachſung/ ſo nitt recht verdollmetſchet/ vnnd noch übler verſtan-
den/ ich neüwlich erkläret vnnd außgelegt hab.
Diſe meinung hatt auch
1@ vnd 17 libr.
Geographia.
Strabo beſtetiget.
Es ſoll auch diſer handel niemandt wunderen/ dieweil Nilus an denen
orthen entſpringet/ da die Sonn inn vnſerem ſommer den winter bringet/
vnnd ibres winter anfang iſt/ da durch ſchnee vnnd regen kommend/ wöl-
liche den fluß machend an zů ghond/ vnd alſo vrſach ſeind daß er überlauf-
fet.
Es iſt aber jetzund mitt der zeytt der außlauff vyl größer worden. dann
zů Strabonis zeytten warden die felder in ſechtzig tagen wider trocken.
Es
iſt auch deß fluß größe ein vrſach ſolliches außlauff.
Dann wie Arrianus
ſchreibet/ iſt Ganges der aller gröſte fluß/ darnach Indus/ auff diſen Ni-
lus.
Darum̃ zellet man zů erſten Gangen/ zům anderen Indum/ zům drit-
ten Nilum/ vnnd zů dem vierten die Chůnauw.
Der fünfft iſt inn Lybia/ vnnd wirt von Ptolemeo Niger genennet/
Groſse flůſs.wöllicher nitt kleiner dann Nilus iſt/ vnnd wachſet in demm gebirg Tha-
la.
Diſer fluß wirt auff den heüttigen tag vonn den Luſitanieren Senega
genennet.
Es lauffet gar kein fluß inn den Nilum. Arrianus ſagt/ es habe
Aceſines/ wölcher inn den Indum lauffet/ faſt bey vier tauſent ſchritt inn
der breitte.
Wo der Ganges an dem aller engeſten iſt/ hatt er zwölff tauſent
vnnd fünff hundert ſchritt.
da er breitt iſt/ ſicht man gar kein end.
Sonſt habend die Hiſpanier (wann es waar iſt was man ſagt) vngleüb-
liche große flüß inn Braſilien erfunden/ welliche bey ſechtzig tauſent ſchritt
weyt ſeind da ſie in das meer lauffend.
Es iſt auch ein fluß Maragnonus/ wöllicher neüntzig tauſent ſchritt
breitt/ da er inn das meer lauffet.
vnnd demnoch ein anderer/ iſt hundert
vnnd zwentzig tauſent ſchritt breitt.
diſe ſeind beid an dem mitnachtiſchen
geſtad bey Paria.
Doch enderend ſich etwan die größe mitt der zeytt.
Dann es iſt inn allenn tödtlichen dingen ein enderung. dann die flüß/

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