Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

Table of figures

< >
[1. Figure: CARDANVS ÆTATIS AN XLVIIII HIER]
[2. Figure: Notus Meſolibanotus Libanotus Vpoſibanotus Notolij bi cus Meſafricus Africus Vpafricus Zephijrus Meſocorus Corus Vpocorus Borrholijbicus Vpocircius Circius Mejocircius Septentrio Vpaguilo Aguilo Meſa guilo Borrhapeliotes Vpocœcias Cœcias Meſocœcias Subſolanus Vpeurus Eurus Meſeurus Notapeliotes Vpophœnix Phœnix Meſophœnix]
[3. Figure (Variables: A C D E F G H B)]
[4. Figure (Variables: c a b d e f)]
[5. Figure (Variables: a b d c)]
[6. Figure (Variables: a d @ f g b h c)]
[7. Figure (Variables: A B C)]
[8. Figure (Variables: a b c e d f)]
[9. Figure (Variables: k a b m f g h l c d)]
[10. Figure (Variables: a b c)]
[11. Figure (Variables: d h k l c g f)]
[12. Figure (Variables: a h k l g b c d f e)]
[13. Figure (Variables: a b c d)]
[14. Figure (Variables: e f g)]
[15. Figure (Variables: l h k m)]
[16. Figure (Variables: A C D B)]
[17. Figure (Variables: g k f e c b b d l A)]
[18. Figure (Variables: h g b a d c f k e)]
[19. Figure (Variables: c b a d e)]
[20. Figure (Variables: a k c b d f e m n g h l)]
[21. Figure (Variables: e b g a c d f)]
[22. Figure (Variables: 135 30)]
[23. Figure (Variables: a b)]
[24. Figure: Piceę fructus. Pineę fructus.]
[25. Figure]
[26. Figure: Colocynthis. Cucurbita longa. Cucur bita mari na.]
[27. Figure (Variables: d a e l b k f c g h)]
[28. Figure: OS. Venter. Inteſtinũ. A@@s. (Variables: A D B C >A B C D)]
[29. Figure (Variables: a b)]
[30. Figure]
< >
page |< < (lxxxij) of 997 > >|
Von mancherlei wunderbaren
nit wol. es iſt dunckel genůg/ vnd wirt ein wenig hert. Der lätt iſt auß einer
zimlichen vnd dicken wäſſerigen feüchtigkeit/ darumb wirt er nit faſt hert.
er hatt auch etwas feüchter feüchtigkeit/ darumb iſt er zügig. er iſt auch da
rumb weich er vnd wirt nit dürr wie der ziegel.
dañ was etwas irdiſch an im
hat wañ mã es ſeüdet/ das verzeeret ehe die feißte feüchtigkeit/ dañ die wäſ-
ſerige/ weil es verbrennet.
Wañ mã aber dz feißt vnd die wäſſerige feüchtig
keit on die irdiſche ſubſtantz ſeüdet/ ſo verzeeret ſich die wäſſerige feüchte e-
he/ dañ die feißte.
Die wullen aber vnd der ſchwam̃/ ſeind auß einer feißten
vnreinẽ vñ dünnẽ feüchtigkeit.
darũb mag mã diſe von einanderẽ ziehẽ/ ſie
ſeind auch dunckel vnd hert/ wie wol man es von wegen jrer ſubtile nit alſo
haltet.
Das ſaltz aber iſt auß einer wäſſerigen ſubſtantz/ zimlich rein vnnd
dick/ als dz nit gekochet iſt.
es iſt aber nit eigentlichen auß kelte zůſammen
gewachſen/ welches man auff einer taflẽ einẽ yeden leichtlichẽ kan anzeigẽ.

Deßhalben iſt in gemein der wäſſerigẽ feüchte eigen/ das es ſich nit ſtreck en
laſſet wañ es zůſam̃en gewachſen iſt/ wie hargegẽ mit dem feißtẽ anderſt zů
ghet.
Das vnrein iſt dunckel/ dz rein aber durch ſichtig. dz dick wirt nit faſt
hert/ das düñ aber gar faſt/ darũb müſſen wir aller derẽ dingẽ vrſach gebẽ.

Wañ aber jemant zweiflete/ daß die vnreine feüchte dunckel/ vnd die reine
durch ſichtig ſeye/ o{der} aber deſſen ein vrſach begert/ {der} hat gar kein verſtãd.

Dann weil die erden als ein trůſen ligt/ iſt ſie finſter.
Daß aber die dünne
feüchte auß kelte treffenlichẽ zůſam̃en gefriere/ iſt jetz angezeigt/ nit allein
von wegẽ {der} ſubteile/ durch wölche die faſt genötiget/ ſonder auch von wegẽ
der langen würckũg.
Dañ die kelte der elementẽ/ iſt auch in den felſen. Deß
halben weil {der} mehrentheil edelgeſtein herter dañ die an{der}e ſtein ſeind/ wach
ſen ſie mit den felſen zůſam̃en.
Es iſt auch ein beſon{der}e vrſach der herte/ daß
ſie kein ſchweiß o{der} lufftlöchlin haben/ vñ deßhalben nach zůſam̃en ghond.

Wie ſubteiler aber ein yede ſubſtantz iſt/ ye näher geth ſie zůſam̃en.
vñ das
ſo vyl mehr daß dz gefriſt nit miteinanderẽ/ ſon{der} all gemach beſchicht/ võ
wegen der kleinẽ kälte.
es iſt aber offenbar dz die feißte feüchtigkeit ſich võ
einanderẽ theilẽ laßt.
dañ es gefreürt nim̃er gar zůſam̃en/ von wegen des
lufftigen theils (ich bin nit ſo vnſiñig dz ich den lufft verſtãde) ſo allenthal
ben außgeſpreitet iſt.
Dieweil nun {der} ſelbig lufftig theil etwz dicker wirt/ vñ
aber nit zůſam̃en gefreürt/ wie Ariſtoteles von dem öl bezeügt/ iſt bekãt/
das kein feißte alſo mag zůſammen gefrierẽ/ dz ſie ſich nit ziehẽ laße.
diſes
breñet auch leichtlich/ dañ weil es gekochet/ iſt es võ der werme geenderet.

Weil nun ſollichs eroffnet/ iſt võ nötẽ zůwiſſen/ warũb dz weich glaß ſich
Glas vnnd
horns natur.
theilen laßt/ vñ wañ es hert wordẽ nit mehr?
alſo auch dz gehürn/ doch nit
ſo faſt wie dz glaß/ weil diſes weich wirt.
wañ aber dz ſo võeinan{der} gezogẽ/
kalt wordẽ/ bleibt es etlicher gſtalt/ dz glaß aber gar nit?
Deßhalbẽ enſtath
beides auß einer reinen feüchte.
doch dz glaß auß einer reinẽ vñ dünneren/
nãlich auß der wäſſerigen/ dann die feißte feüchtigkeit iſt auß geleicher vr-
ſach etwas dicker dañ die wäſſerige feyßt/ weil ſie gekochet iſt.
Vnd ob wol
inn der kochung ein lufftiger theyl entſtath/ wirt doch das vermiſchet et-
was dicker.
Deßhalben wann das glaß von wegẽ ſeiner ſubteilen ſubſtãtz
auß kelte zůſammen gefroren/ laßt es ſich keines wegs mehr theilẽ.
Die hör
ner die gefrieren nüm̃er volkom̃enlich zůſam̃en/ von wegẽ des feißtẽ theils
der feüchtigkeit.
Darumb laßt ſich das zerlaßen glaß voneinanderen zie-
hen/ vonn wegen der zimmlichen ſub ſtantz inn wäſſeriger feüchte.

Text layer

  • Dictionary

Text normalization

  • Original

Search


  • Exact
  • All forms
  • Fulltext index
  • Morphological index