Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

Table of figures

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[Figure 31]
[Figure 32]
[33] lapidis longitudo C E D A F B
[34] a k @ c d g f e b
[35] d b e c a f g
[36] a d b c
[37] a c b d e
[38] f a d b r c g
[39] f a d ſ b c g
[40] A L H F C E G D K M B
[Figure 41]
[42] Ecliptica ſept@t. linea refleya. Erratira @@ ſectio. Ecliptica merid. A B
[43] f m @ o e q h k l a n u c d g
[44] a k g b @ @ @ l e m f q p o n b
[45] a c d b
[46] C B A F D E G
[47] Axis primus. Axis terts. Axis ſecundg Turris horologij uicem prim@ axis gereus. cla@@s verſa @lis. Rota horologij principalis. Fums. Capſula molę. Mola XXXV Q P O VII N LXX III M L R H LXXXX VI K G XV F D C E A B
[Figure 48]
[49] f g d b a c e h m k
[50] l f e i g h
[51] a b c d
[52] Rotacochlearis.
[53] D C A E B
[54] D F C A B
[55] D D F F C E A A B B
[Figure 56]
[57] E C B A f D
[58] Meridies Oriens. Styl@ lap. Her. Arge@ cule us. Occidens Septentrio A B C D E F G H K L M N O P Q R S T V X Y Z ?? ℞ {στ} θ
[59] D C B A
[60] L H G H K
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410cccliiijVon mancherlei wunderbaren beſchicht daß diſer ſinn in vns gar ſchwach vnd doll iſt. darumb wañ die ge-
ruch vermiſchet/ ſo verhinderen ſie einanderen/ vnd mag der ſinn diſe nitt
verſthen/ die beluſtigung aber iſt im verſtand.
Man můß auch nit allein be
dencken/ wie diſe ding ſeind ſo man entpfindet/ ſonder wie man ſie alle zůſa
men ordnen.
dann der biſem reücht für ſich ſelbs gar wol/ wann man aber
ſtyrax oder lauch darzů thůt/ gar nit.
Wermüth mitt ruthen oder anderen
bitteren kreüteren/ auch eyer vnnd käß/ vnd olinen mitt ſaltz/ habend ein
gůten geſchmack.
wann man aber wermůth mitt zucker oder anderen ſüſſen
dingen vermiſchet/ bringet er ein vnwillenn vnnd begird zů erbrechen.
alſo
mag man wol den wermůth zů dem ſaltz/ aber nit zů ſeyffen ordnen.
die vr-
ſach iſt/ daß die ſüſſigkeit die ſinn an ſich zeücht/ vnd ghet die lauterkeit hin
ein/ als wann es offen ſtünde/ vnnd verletzet gar faſt.
das geſaltzenn vnnd
ſcharpff aber/ weil ſie etwas ſtercker dann das bitter/ nemmend dem bitte-
ren etwas krafft/ vnd minderen deß entpfindtlichkeit.
Weil auch die ſüſſigkeit an dem einẽ orth zů auſſereſt deß geſchmacks iſt/
11ůſſ@gkeit. übertriffet ſie alle geſchmack/ allein die bitterkeit außgenommen. doch be-
duncket einen es gebe die ſcherpffe oder räſſe mehr zů ſchaffen/ wie der pfäf-
fer/ doch nitt wie ein geſchmack.
dann zů erſt en iſt das ſüß nitt als ſüß/ als
ſcharpff das ſcharpff vnnd räß iſt.
dann die ſüſſigkeit iſt inn dem tempera-
ment/ oder zů nechſt darbey/ die ſcherpffe aber ſthet zů auſſereſt.
demnach
verderbt die ſcherpffe den ſinn.
darumb entpfinden die nit allein ſo pfäffer
brauchend ein geſchmack/ ſonder auch ein ſchmertzẽ.
wie auch ſolliches in ei
nem geſaltzenen vnnd räſſen beſchicht.
So vyl aber vnnd diſes ſapores oder
geſchmack ſeind/ übertriffet die ſüſſe alle andere/ außgenommen die bitter-
keit.
darumb iſt die ſcherpffe in der mitle/ vnnd ſthet aber jr vrſach zů auſſe
reſt.
die ſüſſe aber hatt jr vrſach in mitten/ vnnd iſt ſie ſelbs zů auſſereſt. die
bitterkeit aber iſt zů keinem theil bey dem mittel/ vnd darumb für ſich ſelbs
gantz vnangenem/ es mag auch diſe von dem ſinn nit nach der natur gelie-
bet werden.
Von dem gemůt/ Das
xlij. Capittel.
EIn ewige ſubſtantz iſt das gemüt/ ein bildtnuß waarhafftiger
dingen/ ſo von der matery abgeſünderet/ vnnd von auſſenhar
zů dem menſchen kommet.
Es bedarff aber eines wagens/ wañ
der ſelbig verdirbt/ verderben auch deſſen würckungẽ.
Es wirt
wol nit müd/ weil es aber vorhin deß geiſt bedarff/ werdend diſe
müd/ ſo etwas bedencken/ ehe dañ das werck zů dẽ end gebracht.
An dem end
aber bekeeret es ſich/ vnnd beleibt beſthen.
Diſes letſt aber wirt in gar kur-
tzer zeytt vollbracht.
vnnd diſes iſt die menſchliche vollkommenheit. Deſſen
ſubſtantz iſt nit ein ding allein/ ſonder vermag alle ding.
Diſes habend die
alten eben in deß Protei fabel wöllen anzeigẽ.
Daß es aber ewig vnd vntödt
lich/ mag allein in fünff weg vnd nit mehr bewiſen werden.
diſes haben wir
in dẽ bůch angezeiget/ ſo von {der} ſeelen vñ deß gemüts vntödtlichkeit einge-
ſchriben vnd genennet.
doch wöllen wir allein hiezů ſetzẽ/ wz daſelbſtẽ vnder
laſſen.
Es iſt aber ein beweyſung/ ſo nit mag durch mehr weg/ dañ alſo vyl
bewyßen werden.
darzů wirt auß diſen deß gemüts ſubſtantz auff vyl weg

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