Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen
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599dxliijſachen/ Das dreizehend bůch. gen ein klein von der brüen hinweg nimmeſt/ vnd zů mehrmalen thůſt/ ma
chet das fleyſch bald zů ſieden.
der neßel ſaamen/ feygen ſchößlin/ vnd Mel
lonen ſtücklin habend ein artzney krafft hinder ihnen.
das kalt waſſer ma-
chet es darumb deſter ehe zů ſieden/ daß es die werme in das fleiſch treibet/
alſo daß die ſubſtantz von einander auffgelößet wirt.
Etlich ding gehörend
eigentlich zů dem anderen/ als der wein zů den keſtenen/ dann ſie ſieden gar
bald darinnen/ vnd ſeind etlichen vyl angenemmer/ vorab wann der wein
ſüß were.
Was du aber bald wilt kalt werden/ das ſetze an die Sonnenn oder kalte
11wie dz warm
bald erkalte.
ſtatt.
die Sonn zeücht die werme harauß/ vnnd löſchet der vmbghend kalt
lufft die hitz auß.
alſo beſchicht von widerwertigen dingenn eines/ wie auch
etwan von einem/ widerwertigen ding harfür kommen.
Wann aber die wi
derwertigen qualiteten vnnd eigenſchafften vorhanden/ ſo verderbend ſie
die qualiteten/ ſo ihnen zů gegen ſeind/ alſo thůt die trückne der feüchte vñ
dem waſſer.
dann man ſagt daß inn den hundstagen der regen am anfang
bitter ſeye.
Die bleyene geſchirr werdend durch das feüwr nitt geſchediget
wann ſie voll waſſer ſeind.
aber mitt den ſteinenen ghet es anderſt zů. Inn
dem diſtillieren vnnd überigen gleſenen geſchirren beſchicht das widerſpil/
wann man die zů dem feüwr ſetzet.
dann wann man weyſſe ſtein darein le-
get/ ſo brechend ſie nit/ dañ die werme mag nit alſo ſtarck werden.
Alſo radt
ich auch daß man ſchwerter auff die eymer vnnd geſchirr lege/ die man zů
dem feüwr thůt/ damit ſie nit brechen.
Es lernet auch Vitruuius wind geſchirr machen/ wie du das hie beſeytz
102[Figure 102] ſthen ſichſt/ ſie ſeind faſt wie eines menſchenn haupt allenthalben
beſchloſſen/ dann daß es ein kennel hat/ durch wölches ſie/ weyl ſie
waſſer halten/ den wind außlaſſen/ wann man ſie zů dẽ feüwr ſtel-
let/ vnd alſo das feüwr anblaßen.
dann wann ſie warm werdend/
wirt auß dem waſſer lufft/ vnnd wirt von dem lufft dasfeüwr an-
gezündet/ alſo beleibt durch ein vmbgang die werme vnnd geiſter.
wañ mã
ein kenel oder rören dargegen über machet/ wirt er waſſer an ſich ziechẽ wañ
er hineingelaſſen/ nit allein von wegen der natürlichẽ abfart deß waſſers/
ſonder auch vmb der werme willen.
dann die werme zeücht/ als an einem an
deren orth geſagt worden.
Alſo machet man auch die geſchirr/ wölche ein eng
loch haben/ voll.
dann wann du waſſer hinein thůſt/ vnnd der lufft nit hin
auß mag/ ſo faret das waſſer auch nit hinein.
darumb thůt man kauder dar
ein vnd zündet ihn an/ oder wann ſie von dem feüwr erwermet worden/ fül
let man ſie/ vnnd keeret etwan das ober an dem geſchirr vnderſich.
Die gle-
ſene eyer aber ſo allein ein klein loch haben/ laſſet man den athen an ſich zie
chen/ vnnd ſtoſſet ſie geleich vnder das waſſer/ vnnd thůt diſes zů dem off-
teren mal/ alſo daß ſie allgemach erfüllet werdend.
ſonſt mag man diſe nitt
füllen.
dann der lufft iſt alſo darwider/ wann man ein papeyr zů vnderſt in
dem geſchirr/ wölliches auch ein breit mundtloch hette/ auffſpannet/ vnnd
man das geſchirr oder krůg alſo vmbkeeret/ vnnd alſo lang geſtrackt vnder
dem waſſer lieſſe beleiben/ wurde das papeyr nit naß werden/ dañ der lufft
laſſet das waſſer nit hinauff fahren.
Dieweil wir aber ein mal von den krügen meldung gethon/ will ich auch
Ioachimi Fortij erfarnuß harzů ſetzen.
ich můß aber alles eigentlich anzei-
gen.
man leget auff zwen gleſen krüg/ wölche voll waſſer ſeind/ ein holtz ſo

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