Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen
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488ccccxxxij
Hieronymi Cardani Doctors
der Artznei zů Meyland von Mancherlei wun/
derbaren/ nateürlichen/ vnd kunſtlichen ſachen/
Das zehendt Bůch.
Von kunſtreichen feüwren.
Von deß feüwrs krafft vnnd erhaltung/
Das xlix. Capittel.
ES lernec vns die erfarũg/ daß
11wider kunſt
reiche feür.
deß angezündten feüwrs krafft nicht ehe hin-
nimmet/ dann das friſch läder/ wölches von
ſeiner wäſſerigen ſubſtantz har/ das feüwr nit
recht laßt anghen.
doch wirt es võ ſeiner leich
te hinweg geſtoſſen/ vñ mag nit beſthen.
Am-
mianus zeigt ſolliches an/ wöllicher auch deß
Alauns experiment vnnd erfarung beweret/
als er ſelbs in den ſtürmen vnnd erhaltungen
der ſtetten geweſen.
wir habend aber inn dem
bůch der Subtilitetẽ angezeigt/ daß dz feüwr
kein ſubſtantz ſeye/ ſonder ein treffenliche wer
me/ wölches die ſubſtantzẽ verzeert.
was wirt
dann für ein handlung der qualiteten ſein?
vnnd was wirt die werme ſein?
dann es ſchicket ſich nit daß man ſage es ſeye der qualitet werme/ die werme
ſeibs.
deßhalben iſt das eyſen vnnd das holtz warm. ſolliches anzeigung iſt/
daß kein feüwr mehr vorhandenn/ wann das holtz oder eyſen auffgehöret/
auch kein hitz/ ſonder allein äſchen.
es iſt auch die wirckung nit deß eyſen o-
der holtzes/ ſo veerr es eyſen oder holtz iſt/ ſonder deß holtzes vnnd glüendẽ
eyſes.
Es iſt auch das glüend eyſen/ weder eyſen/ nach feüwr/ nach äſchen/
dann das eyſen iſt kalt/ vnnd das feüwr warm.
Es iſt auch nit äſchen/ dann
die äſchen wirt/ wann es auff höret zů brennen.
Es iſt kein feüwr/ dann das
feüwr iſt ein Accidens vnd zůfellig ding/ das eyſen aber ein ſubſtantz.
Wie
dañ?
die ſubſtantz iſt durch die große hitz verzeert. oder nach beſſer/ die gro-
ße hitz iſt in der ſubſtantz/ ſo verzeert wirt.
Alſo kom̃et das angezündet theil
nit wider/ es mag auch das gantz nit angezündet werden/ es komme dann
ein theil von ſtundan in die äſchen.
deßhalbẽ verkeert ſich die gantz ſubſtãtz
nit/ ſie brennet auch nit gar zůmal/ ſonder ein theil iſt angezündet/ vnd ein
theil nit.
darumb iſt offenbar daß an dem glüenden eyſen ein theil brennet/
vnnd das ander nit.
Es werden auch diſe theil nit nach dem orth vnderſchei
den/ ſonder nach der ſubſtantz/ vnnd lufftlöchlinen.
dann der lufft iſt ange
zündet/ darumb ghet auß dem glüenden eyſen ein flam̃.
Wann es aber bren
net/ iſt ein vierfacher vnderſcheid an den theilen/ dañ der ein iſt geenderet/

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