Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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270ccxiiijVon mancherlei wunderbaren
Wañ aber das roß ein Herpeten/ wölches die roß artzet den würm nen-
11Für dẽ wurm nend/ hat/ ſo thůn das würmlein/ wölches zů obereſt in den weber diſtlen
wachſet in ein ganß federen/ vnnd ſchneid dem roß on alle forcht die haut
bey der ſtirnen auff/ vnnd ſtoß es hinein/ demnach hefft die wund wide-
rumb zů.
Nach xx tagen ſtirbt das würmlein/ vnnd wirt daß roß in ſo vyl
tagen widerumb geſund.
ettlich thůnd ein ſtücklein nieß wurtz darein/ wañ
man inẽ ſtinckẽd neßlen (die man ſauwurtz neñet) in {der} ſpeiß vñ tranck gibt/
iſt es ein beſondere hilff in diſer kranckheyt.
Andere heilend ſie mitt feür/ et
lich mitt ader leſſenen vnd purgierungen/ wölche zwey letzſten faſt zů allen
röſſeren kranckheytt gůt ſeind.
dañ weil ſie wenig ſchlaffen/ vnnd aber hie
zwiſchen vyl ſpeyß brauchend/ vnd groß üebung hand/ on alle ordnung/
bedürffend ſie der beyder hilff.
Vnder den purgierungen/ iſt die artzney am
beſten/ ſo auß Myrrha/ Entzian/ runder holwurtz/ attichwurtzlen/ vnnd
lorbonen gemachet wirt.
Noch der purgation ſoll man ſie mitt lauffen üe-
ben/ vnnd noch dem brand in dem waſſer.
auff freyen weyden werden ſie võ
beyden geſpeyſſet/ wann ſie aber nitt auff der weyd ſeind/ ſoli man die kran
cken roß an warmen orthen ſpeyſſen mitt gůter narung.
Den münchen darff man nit ſo vyllaſſen/ dañ ſie habẽd nitt ſo vyl blůt/
vñ wañ ſie ſchon vyl habend/ werden ſie doch mehr verletzet.
Wañ ſie keüſte
rig ſein/ iſt jnen {der} agaricus o{der} dañenſchwam̃ für ein artzney am beſtẽ/ dar-
zů auch das fenugrecum vñ ſiben zeyt.
alſo hab ich meinem roß geholffen.
Die alten lobend alleſam̃en das blůt von einem iungen hündlein inn d em
tranck/ wañ es nit über zehẽ tag alt iſt.
Alſo iſt auch ein krefftige hilff/ wañ
man jnen von den bitteren nuſſen ein mätt machet/ oder auß wilden kürp-
ſen wurtzlen küchlein bereittet/ vnnd mitt honig eingibt.
wann man inen
auch {der} willkraut wurtzlẽ in die obrẽ o{der} naſen ſtoſſet/ o{der} an die bruſt hẽcket/
oder wañ man inen auß maulberen wurtzlen ein nießbuluer machet/ vnnd
das haupt mitt wein in dem ein wenig öl iſt weſchet.
Es ſollend die gemeine
gewonliche hilff krefftig vnd ſtarck ſein/ als der ſchwebel/ ſalpeter/ pfeffer/
vnnd bibergeil.
Es iſt inen auch die ruthen faſt in allen kranckheytten nü-
tzlichen.
die röſſer brechend inẽ der mehrteil ſo ſie kranck ſeind/ an der ſpeyß
ab/ man ſoll inen alles mitt milch oder wein eingeben.
es iſt inen auch die gẽ
tzian wurtzel faſt nutzlichen.
Wie man den röſſeren gang anrichten/ ſo ettliche zelten/ ettlich anderſt
neñen/ habend wir inn den bücheren der Subteiliteten angezeigt.
Es iſt a-
ber kein zweyffel/ es möge auch auff ein an{der}e weyß beſchehen/ weder die Frã
tzoſen in brauch habend.
dann weil ſich ein roß auff dreyerley weg bewegt/
vnd eintweders den fůß zů auſſereſt im gleych beügt/ oder in der kneyſchüe
bung/ binden die Italiener ye zwen vnd zwen füß zů ſammen/ nammlich
die rechten mitt einanderen/ vnd die lincken mitt einanderen/ zwingen ſie
ye zwen vnnd zwen ſich mitt einanderen zů bewegen/ darnach bewegt ſich
auch die ſpathader/ fürnem̃mlich wañn ſich das kney bewegt vnnd gebo-
gen iſt.
Die Frantzoſen binden dz niderſt geleych mitt einẽ hert band an allẽ füſ-
ſen zů ſam̃en/ alſo můß das roß die kney bewegẽ.
darum̃ iſt offenbar daß ein
roß wölches zeltẽ will ſeine kney biegẽ můß.
dañ ſo es allein die vn{der}ſte gleich
bewegt/ darzů beid rechte vñ beid linck mit einanderen/ möcht es doch nit
recht im zeltẽ dohar ghen.
darum̃ mögen die röſſer zweyerley geſtalt inn dẽ

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