Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

Table of contents

< >
< >
page |< < (dcclix) of 997 > >|
ſachen/ Das ſiebenzehend bůch.
dann daß er etwas lenger. es iſt ein gerader ſtein/ an der geſtalt wie ein ſaul/
glatt/ doch weicher dañ gletter.
diſer ſo ich bey einem verrümptẽ kauffman
zů Meyland/ mit nammen Prothaſien Cazulen/ geſehen/ hielt ſiebẽzehen
grän.
er bricht auch gar bald/ vnnd behalten die ſtückle gar nit den geruch/
ſo er ſonſt an jm hatt.
Es iſt ein groß wũder daß ein klein ſtücklin daruon/
nam̃lich ein kernlin oder zwey machet/ daß man das gifft herauß ſpeüwet.
dann durch diſes experiment wirt er beweret.
Es hatt mir Antonius Barrius von Luſitanien/ ein herrlicher mann
auch einen zůgeſchickt/ vnnd geſchriben man finde den ſelbigen ſtein in ei-
ner geyß bauch/ ſo ein beſondere arth hatt/ vnnd in ihrer ſpraach Bulgo-
dalff genennet wirt.
Man mag den Sfragis mit keinen gewüſſen zeichen
Sfragie.erkeñen/ dieweil er dem niendert geleich/ ſo Galenus gehabt/ vñ auch kein
glantz hatt.
dann der glantz iſt faſt ein vrſach/ daß man vyl ding ehe erken-
nen kan/ vnnd mag den glantz nit ſo wol verbergen.
Diſes ſo man gemein-
lich für das beſt haltet/ vñ mit dem gold abwegt oder verkaufft/ wiewol et
lich allein halb ſo vyl Gold darumb gebend/ iſt ein weyßrote erden/ rauch
wie ſand/ mit Türckiſchen auffgetruckten bůchſtaben verzeichnet/ zů klei-
nen/ doch dicken küchlinen gemachet/ welchen gebrauch ſie auch in jren gul
den vnnd kronen habend.
deßhalben hatt ſie alſo ein weyſſe/ als wañ allent
halben ein wenig ſubteyle rubrica oder röte darũder gemiſchet.
wann auch
ein glantz darbey/ möchte man die billich ein roſeyen rote farb nennen.
Es
iſt ein war experiment vnnd erfarung/ wañ du einem Scammoniũ gibſt/
vnd dann Sfragidem/ wirt der ſtůlgãg von ſtund an ſthen/ vnd dz bauch
wee auff hören/ dann diſes iſt ſein eygenſchafft.
Die thier erkennet man in den geleychen/ dann ſie habend gemeinlich jr
Thier zůerken
nen.
haut durch ein kröſpel oder nath darbey ſthen/ wann kein betrug darhin-
der.
die gebein haben auch ihre gleych vnnd zůſammenfügungen in nateür
lichen thieren/ vnnd ſeind band inn den gleychen/ als ſpannaderen vnnd
wallenwachs/ wiewol nit in allen.
weil aber inn den gemacheten diſes nit ge
funden/ oder nit zůſam̃en ſtimmen/ mag ein yeder/ ſo acht will haben/ nit
betrogen werden.
Die gewechs mag man minder erkennen/ doch durch die ſelbigen zeichẽ/
vnnd iſt nit ſo vyl daran gelegen.
vnnd noch minder an den geſteinen. dañ
warumb wolt einer ſo vyl arbeit an ſo kleines ding wenden?
vnd wañ einer
ſchon die arbeyt daran legen wolt/ ſoll man die kunſt für köſtlich haltenn/
welche der natur alſo gleich wirt.
Die Berlin erkennet man zů erſten durch den leplichen glantz/ dann es
Berlein.haltend faſt alle köſtliche ding ein glantz.
vnnd fürnemmlich ein yedes inn
ſeiner art/ als die edlen ftein vnder den ſteinen/ das gold vnnd ſilber vnder
dem metall/ die berlin vnd corallen vnder den beeren vnd gewechſen/ ein-
horn vnd helffenbein vnder dem gebein/ Pazar vnder den weychen ſteinẽ.
deßhalben habẽ die berlein (wie geſagt) ein glantz/ vñ ſeind doch nit durch
ſichtig.
es iſt aber der glantz rein/ nit feyßt/ ſonder trocken vnd langwürig.
dann ihre heüßle oder ſchalen/ das glaß/ vnnd was auß kleinem buluer ge-
machet/ iſt alles durchſichtig.
wann der warhafften glantz zůſammen kom
met/ gibt es ein claren widerſchein.
Das Xiloaloes oder Paradeyß holtz
wirt in dem feüwr weich vnd ſchmeltzet/ wie der weyrauch.
diſes hatt in mei
ner gegenwertigkeit Guilhelmus Caſanatus erfaren.
ich weiß aber nit ob

Text layer

  • Dictionary

Text normalization

  • Original

Search


  • Exact
  • All forms
  • Fulltext index
  • Morphological index