Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Subteilen ſachen.
machen vnd anzeigen kont. Diſer ſchalck hat dem Prieſter große ding ver-
heiſſen/ auch zům theil etwz ſchon gebẽ.
es war aber alles verlorẽ/ vnd wolt
jn ſchier gereüwen/ dañ er was ſchon iij jar mit vm̃gangen/ darũb rüffet er
jm mit gewonlichẽ wortẽ außhin/ ſchilt jn derhalbẽ wie er yetz lange zeyt be-
trogen were/ vñ hette gar kein hoffnung mehr.
Diſer entſchuldiget ſich/ vñ
ſpricht es ſeye ſein ſchuld gar nitt/ ſonder er were mitt denn Ceremonijs
nit recht vmbgangen vnd gefälet/ bedörffe deßhalben einesgeleerten men
ſchen/ wöllichen ſo er bekommen möge/ wölle er jm hauffechtige ſchätz an-
zeigen.
Als er nun fraget wer zů diſer ſach bequem were/ rath er jm den Pri-
or/ prediger ordens/ den ſoll er allgemach/ vnnd mitt rencken antaſten.
di-
ſer war ein Baccalaureus der heiligen geſchrifft/ bey dẽ gemeinen volck wol
gerümbt/ vnd ein gůter prediger/ jedoch ehrgeitig/ wie ſie gemeinlich ſeind.
Wie er nun alſo beredt war/ kom̃et er zům Prior/ vnd damit er jn recht hin
dergienge/ ſagt er/ wie er daheimen etliche bücher hab/ wölche jm alseinem
leyen/ gar nicht nutz weren/ aber einẽ geleerten man gar wol dienen wurdẽ.

fragt jn derhalbẽ ob er etliche kauffen wölte.
Der Theologus hieß ſie jm her
für bringẽ dz er ſie beſehe.
diſer bringt jm ein Frantzöſiſche Bibel/ wölche {der}
Theologus gering hielte/ vnd als er jn fragt ob er keine andre hette/ zog er
allgemach auß ſeinẽ bůſen ein anders.
Diſer beſichtiget es fleiſſig/ vñ ward
gefraget ob jm diſes gefiele/ ſpricht er es ſeye ein zauber bůch.
diſer heißt jn
ſtill ſchweigẽ/ vnd ſagt er habe noch mehr dergleichẽ daheimen/ ſie erforde-
ren aber einen geleerten mañ/ dañ man möge groß gůt durch diſe überkom
mẽ.
Da {der} Theologus ſolches vernam/ ſtach jn dz wun{der} noch mehr/ vnd bat
jn er wölle die ſelbigẽ auch herfür bringen/ dañ diſe ding ſeyẽ jm hefftig an-
gelegẽ/ man ſolle auch ſolcher göttlichen dingen fleiſſig acht haben/ er ver-
hoffe es werde glücklich außghen.
Darauff boten ſie einan{der} die hend/ vnnd
bracht der arbeytſelig menſch die bücher herfür.
Der Theologus ließ nitt
noch zů forſchẽ/ biß er jm wol vertr auwt vnd alle ding offenbaret.
Zů letſt
ſagt er jm auch vom leib Chriſti.
da ward diſer ſehr frölich/ bat jn noch heff-
tiger dz er jm ſolche ding zeigen wölte/ er gedencke ſchon jetz wie der ſach zů
thůn vnd zů fürderen ſeye.
Diſer füret den Theologũ mit jm in ſein hauß/
heißt die frauwen dz Myſteriũ/ deßgleichẽ andere rüſtung herfür bringen.

als ſie es herfür bracht/ beſichtiget es {der} Münch fleiſſig/ vnd thet gar nicht
dergleichen/ ließ ſich auch keines dings (wie er ſagt) mercken/ gieng alſo ge
ſtracks zům Official/ wölcher from̃ vnd beider rechtẽ wol erfaren wz/ erzel
let jm dẽ handel noch einan{der}.
Der Official vermeinet es were in ſolcher ſach
nit zů warten/ vnd ließ on allẽ verzug diſen menſchen mit ſampt {der} frauwen
vnd der dochter/ durch den Küniglichen diener gefencklich annem̃en vnd
in eyſen ſchlagen.
Gleich darauff iſt man in dz hauß gefallen/ vnd dz Myſte
rium mit gebürrlicher ehr an zů bettẽ/ herfür bracht.
Den überigen tag/ vñ
die nochuolgende nacht haben die münchen vnnd pfaffen gehütet/ vnnd ge
wachet/ vnd mit herrlichen geſangẽ vnd betten celebriert.
den nechſten tag
hernoch hat man ein gemeine bitt vnd ſupplication verkündet/ vñ den weg
gegen {der} kirchen allenthalbẽ mit tapeten behenckt.
Alſo hat man ein gemeine
proceſſion gehalten/ alle heilthumb herũb getragen/ mit großer verwunde
rung {der} gantzen ſtatt.
vnd iſt dz Sacrament auß dẽ ſchandtlichẽ hauß in die
kirchẽ zům heiligẽ kreütz genãt/ getragẽ wordẽ.
Daſelbſt hat vorgemeldeter
Theologus ein ernſtlich predig zů dẽ volck gethon/ vnd die ſach (nit on arg-

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