Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das fünfft bůch.
deren zů erkennen. dann die warhaffte ſeind im ſchattẽ/ an einem liechten
orth/ vnd in der Sonnen jnen ſelbs allenthalben gleich/ die verfelſcheten
aber enderen ſich wie die menſchen.
Der Smaragd nim̃er die feylẽ nitt an/
vnnd wirt auff dem rad geballiert/ das glaß wirt von der feylen hingenom
men/ vnnd baliert ſich auff dem rad nitt/ ſonder wirt verzeert.
Der Sma-
ragd verletzet das glaß/ er aber wirt von dem glaß nitt verletzet.
wie ein A-
damant den Saphyr verletzet/ vnnd der Saphyr den Adamãt nitt.
Wañ
auch der Saphyr weyß gemachet/ behaltet er noch etwas blauwes an jm/
wie ein ſtaub/ wölcher mangel an dem Adamant nitt iſt.
Doch (wie ich ge-
ſagt hab) erfüllet der Smaragd die augen vnnd erſettiget ſie aber nit.
er er-
quicket das geſicht/ vnnd zertheilet das nitt.
vnd wie ſteyffer wir den an-
ſchauwen/ ye mehr er ſeine farb vnd glaſt erzeiget.
Der Beryll iſt nitt ſo grün/ ſonder hatt ein farb wie daß ſtill mer. er ſchei
Berill.net auch nitt ſo faſt/ ſonder nim̃et mancherley farben an ſich.
dann ettliche
zellend auch den Cryſtall vnder diſen.
es zwitzerend aber diſe mehr/ vnnd
das fürnem̃lich wañ ſie in Indien gewachſen.
ſle ſeind auch lieplicher an zů
ſehen.
Es ſeind auch in vnſeren landen ettliche Cryſtall/ die des meers far-
ben habend/ wölche wir auch beryllen möchten neñen/ aber doch etwz ſchle
chter.
dañ es iſt kein ſchöne noch lieplichkeit in jnẽ/ es iſt aber diſe farb mehr
ein anlaſter am Cryſtall/ dañ ein beſondere eigenſchafft des ſteins.
die weil
die farb dunckel iſt.
Gleicher gſtalt ſeind vylicht auch vn{der} den Adamanten
gläſen farb/ wölche die werckmeiſter mehr vnder die verfelſchete ſtellẽ/ dañ
in ein gattung der beſonderen edlen geſteinen.
dañ ſie habend ein ſubſtantz
ſchein/ herte/ vnnd lauterkeytt/ alſo/ wañ die farb hingenom̃en/ es war-
haffte Adamanten werend.
Den Praſien wöllend wir zů dem elfften ſetzen/ wölcher vnder den grü-
Praſius.nen etwas feißter iſt/ dem auch eigentlichẽ zůſthet mitt der zeytt/ wañ man
jn brauchet/ ye lenger ye dunckler zů werden.
Darum̃ lißet man den reinen
vnnd lauteren auß/ vnnd der dem Smaragd ſchier geleich iſt/ der auch zů
mehr malen mit ſchwartz oder rotẽ auch weyſſen flecken beſprẽget iſt.
Er iſt
gůt võ dem Smaragd zů erkeñen dz er nit zwitzeret/ o{der} dz geſicht ſtercket/
ſonder ſein dünckle behaltet/ vorauß an ettlichen orthen/ er iſt auch feißter
vnnd faſt ein ſtaubechtig edel geſtein/ vnnd (wie gemeldet) der mehr theil
mitt flecken beſprenget.
Alſo iſt er gůt von einẽ durchſichtigen Iaſpis zů er
keñen/ daß der Iaſpis mehr beſprẽget iſt/ auch mehr blůt maaſen hatt/ vñ
man der farb nit mag erſettiget werden.
dañ der Praſius mag den ſo ihn an
ſchauwet beluſtigẽ/ aber der Iaſpis nim̃er.
ſonder er beleidiget dẽ menſchen
als wañ er Saturniſch were/ wie wol er dem Mars vnderworffen.
Mã fin
det auch küm̃erlichen ein grünẽ Iaſpis (das im Praſio nitt beſchicht) {der} nitt
blůtige maaſen hatt/ oder aber mitt weyſſen äderlinen nitt vnderſcheiden
ſeye.
Ich wolt aber den Polygram̃en/ wölcher vyl weyſſer ſtrichlin hat/ lie-
ber mitt dem Praſio dañ mitt dem Iaſpis vergleichen/ von wägẽ jres tref-
fenlichen glantzes.
dañ ich hab den Polygram̃on zum offteren malen geſe-
hen/ vnnd hette jn vm̃ ein kleines mögen kauffen.
Es hatt mich aber be-
daucht/ er were nit des Iaſpis/ ſun{der} des Praſien ſubſtantz.
Der Molochi-
tes iſt auch grün aber an ſeiner art dunckel/ wie auch der Callais/ dañ er iſt
auch grün/ aber einer ſchwecheren vnnd dunckleren farb.
dann er hatt ein
dickere vnd hertere ſubſtantz.
darumb wirt er auch mit dem öl verdunck let.

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