Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
gen/ ſo do mögend warm beleiben/ deßhalben auch auß allen gemüſen/
korngewächſen vnd ſcharpffen wurtzlen.
Die Iſſeier bey des heiligen geiſt
geſtad/ machend wein auß den wurtzlen/ mit wellichem ſie treffenlich trun
cken werden/ vnd vyl boßheiten vollbringend.
Wañ man abẽr honig vn-
der den wein thůt/ machet er ihn gantz angenäm.
Deßhalben wirt der wein
wein wirt vff
viererlei ge-
ſtalt.
auff viererley geſtalt bereytet/ entweders auß einem ſafft allein/ als nam-
lich derbeſt/ auß dẽ treüblẽ/ demnach auß granatöpfflen.
Ich hab etwan
ein ſollichen verſůcht/ welcher ein ſchlechten vnderſcheid von dem erſtẽ ge-
habt.
darnach auß den erpſelen/ auß den kütenen/ öpffel/ byren/ vnd erd-
beeren/ welcher doch nit wol mag behalten werden.
dem anderen durch
ein diſtillierung/ fürnemlich der gewürtzen/ vnd kernen/ als der gerſten/
weitzen vnd ziſererpſen.
Darnach auß einer feülung/ dañenhar ſo vyler-
ley bier vnd getranck iſt/ als auß gerſten/ Maizen/ centhẽ vnd andere vn-
zalbarẽ dingen.
Zůletſt auß vermiſchung/ wölchen man auß honig vnd ge-
würtzen machet.
deßhalben haben wir geſagt/ daß der met mitt der zeit
wein werden mag/ zů ſollichem iſt der Imber/ pfeffer/ cim̃et/ bertram vñ
negelin gantz krefftig.
Was aber hie zů von nöten/ iſt an einem anderen
orth geſagt.
Es dienend aber auch hie har die wurtzelen/ vnd wolriechende ſcharpffe
kreüter/ doch etwas minder/ dieweil ſie nit beſtendig ſeind.
Ich hab geſchri-
ben funden/ daß man des konechten weins geſchmack alſo vertreibẽ mög/
wañ man den ſechshunderten theil branten wein darunder thůt/ vñ einen
ſchwum zůoberſt auff des faß bunten legt/ vnnd alle tag wol auß trucket.
wein gůt zů-
machen.
der ſchwam̃ můß groß vnd neüw ſein/ alſo das er den bunten wol beſchlieſ-
ſe.
dañ man ſagt es ſoll in ſechs tagẽ ſollicher böſer geſchmack hinweg gehn.
es iſt aber wol gläublich/ er gange nit gar hinweg/ vnd nit allwegen/ dañ
von wegen des breñten weins hitz/ ſteigt der böß dunſt hinauff/ vñ ſamlet
ſich in den ſchwam̃.
wañ man aber das faß offen lieſſe/ wurde er nit erhitzi-
get/ vnd wurde alſo der dũſt nit hinauß kommen.
wañ man den wein auch
anderſt dañ mit einem ſchwam̃ bedecket/ wurde der dunſt nit zůſammen ge
halten.
Wañ man aber die feſſer geſeüberet als ſie vol moſt ſeind/ weil der
wein giſet oder ſeüdet/ geht der geſchmack hinweg/ vnd iſt nicht gewüſſers.
Des weins erhaltung vnd erkantnuß iſt von nötẽ. Die erkantnuß ſthet
was inn dem
wein zůbe-
dencken.
in dreyen theilen/ wañ er gůt/ lauter/ vnd langwürig iſt.
Die erhaltung
aber iſt in vier dingen/ daß er nitt verderbe/ nit zů eſſig werde/ kein ande-
ren geſchmack an ſich nemme/ vnd das gantz jar ſüß bleibe/ wölches dann
zů vnſerem erſten fürnemmen gehört.
dem anderen daß die mengel/ ſo ſich zůgetragen/ verbeſſeret werdẽ/
namlich wañ er verdorben/ ſagt man/ es machend die neſplen rinden einen
trüben wein gleich wider lauter.
dem drittẽ ſoll man den wein wol rie-
chend vnd wolgeſchmacket machen/ vnd das auch durch andere mittel.
Zům vierdten ſollend wir verſthan was auß dem wein werde/ vnd was
für nutzbarkeit darauß volge.
Deßhalben was ſtarcke wein ſeind/ verke-
ren ſich eintweders in eſſig/ oder faſt in brenten wein/ oder inn geſottenen
moſt/ oder in claret/ oder wolriechend tranck/ als in Nectar vñ ſtarck ſüß
getranck/ oder in anders der gleichen.
Die Neſpelen ſeind gar ſtarck/ vnnd haben ein beſondere eigenſchafft/
welches man auch inn dem ſaamen verſthan mag.
Andere ding aber ha-

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