Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherley wunderbaren
thůn. ſie machend jhre heüßlin vnder der erden. doch ſeind jhre wonungen
etwas größer.
inn dem winter ſeind ſie inn den beümen verborgen. Auß di-
ſen werdend die erſtenn weſpen/ vnnd auß den ſelbigen andere/ biß jhrer
hauffen gantz wirt.
anfang deß winters verderbend ſie. wann du ein we-
ſpen bey den hinderen füſſen erwütſcheſt/ vnd ſie laſſeſt ein ſchrey thůn/ wer
dend die überigen alle ſo kein angel haben harzů fliegen/ als die menlin zů
dem weyblin/ domitt ſie jhren zů hilff kommend.
Die Hurnauſſen freſſend auch alle ding/ doch begerend ſie deß fleiſch am
Hurnauſs.mehrſten.
wann ſie die fliegen fahend/ biſſend ſie jhnen den kopff ab/ vnnd
eragend ſie alſo hinweg.
ſie habend alle angel. die augen ſthond jhnen vnder
dem oberen leib/ namlich vnder den flüglen.
ſie machend nitt gůtt honig o-
der wachs in den beümen/ oder wie gemeldet vnder der erden.
Ir künig iſt
faſt groß/ als kein ander fliegend blůtloß thier.
Die Teredines oder holtzwürm ſeind den hurnauſſen gleicher/ doch man
cherley/ vnnd der ſchleck ſpeyſen begirlicher/ darumb fliegend ſie der ku-
chen zů.
Die kleiner Sirenis aber iſt braunſchwartz/ aber die größer Siren
ſchwartz vnnd mancherley farb.
der aller gröſt iſt den binlinen faſt geleich/
wöllicher vnder den ſteinen auff der erden wonet.
er machet auch etlich ho-
nig vñ ble@ches wachs.
wiewol dz honig auch kein nutz iſt. ſie habẽ allein zwo
oder drey waaben/ wölliche etwas geſpitzet vnd an die ſtein gehencket ſeind/
alſo ſcharpff/ hert/ vnnd dick/ daß man ſie mitt einem ſpitzen eiſen kümer-
lich durch boren mag/ in wöllichen ſie weiſſe würm gebären/ ſo in ein ſchwar
tze haut gewicklet.
auß wellichen mitt der zeytt (wiewol gleüblich) neüwe ſei
den würm werdend.
dann es ſeind etliche/ wölliche würm gebärend/ vnnd
doch jhr geſchlecht alſo mehrend/ wie auch die fliegen vnnd leüß.
dann auß
jhrer geburt wirt jhre arth gar nitt gemehret/ ſonder es wach ſend allein
nüß darauß.
Das höchſte lob nach den binlinenn iſt der ameyſſen/ an der weyßheitt
Am@yſs@ art.vnnd Policey.
an dem gantzen tag vnnd zů ſommerzeitten wann der Mon
voll iſt/ auchnacht/ vergrabend ſie die angenagten ſpeiß/ ſo wider wach
ſen möchtend/ damitt ſie nitt wider außſchieſſend.
ſie ziehend ein ſtraß auß/
vnnd kommend die ſelbig wider heim.
ſie machend ſpeyß kämerlin/ vergra-
bend die todten/ vnd ziehend größer burden harnach dann ſie ſeind.
wann
die laſt auch größer/ alſo daß ſie am gang verhinderet/ theilend ſie in.
wann
die ſpeyß inn den hülenen feücht iſt worden/ trücknend ſie die an der Son-
nen/ vnnd behaltend ſie dann wider.
Wann der Mon neüw iſt/ ſo růwend
ſie/ als wann ſie deren dingen/ ſo an dem himmel beſchehend/ auch verſten
dig werend.
etlichen tagen haltend ſie auch jhre marckt/ dann man ver-
mercket ſichtbarlich/ daß ſie zůſamen ziehend/ vnd etwas mitt einanderen
handlend.
Man vermeinet auch/ ſie wüſſen das wätter vorhin/ dañ etwan
werckẽ ſie gar weidlich/ etwã tragẽ ſie jhre eyer harfür/ eintweders dz ſie am
rägen feücht werden/ o{der} daß ſie naß gemachet nit verderbẽ.
die ſpyß behaltẽ
ſie ein iar hin{der} ſich.
Wañ ſie jhre häuſer grabend/ fürend ſie ein großen hauf
fen grund vnd ſand vor harauß.
ſie mehren ſich auß jhren eignen eyeren.
erſt werdend würmlin darauß/ wölche ſich harnach enderen.
In den neüwen Hiſpanien/ wölches ein land deß Occidentaliſchen In-
dien/ an dem orth da der Mittnechtiſch Polus acht grad hoch iſt/ ſeind die

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