Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherley wunderbaren
rechten orth ſthen/ mitt großen dutten/ wie die ſtůtten habend. Demnach
auch ein weiblins ſcham am rechten orth ſthen/ vnnd hieng das mennlich
glid zů der ſcham harauß.
Es ſchrey die ſtůtten an/ vnnd hatt eines menn-
lins geſtalt/ gantz gring mitt auffrechtem haubt/ einem dicken leib/ ſo gri-
ſelechtig war/ mitt einem großen kopff.
wann es das glid harauß ſtrecket/
war es nit über ein zwerch hand lang.
Man hat es vmb xxxvj. guldẽ kaufft.
es iſt gewüß daß diſes ſein geilkeit nitt hette mögen vollbringẽ/ dieweil jhm
an der mennlichen růtten gemanglet.
Es iſt gar gemein daß ein morſo vyl iunge bringt/ als vyl ſie dutten hat.
Wann ſie minder bringt/ iſt ſie vnfruchtbar/ ſo ſie aber mehr bringt/ iſt es
ein wunderwerck/ dann ſie mag diſe nitt erneeren.
Die hünd ſo auß einem ſaamen geboren werdend/ helffend einanderen/
dann ſie ſeind gefründt.
was iſt dann zů verwunderen ſo die menſchen auch
alſo/ oder nach vyl mehr der geſtalt geſinnet ſeind?
wie Varro daruon ge-
ſchriben hatt.
Wann ein ſtier nach der geilheit vnnd beyſchlaff auff der rechten ſeiten
hinab ſteigt/ wirt die ků ein mennlin bringen/ ſo der auff der lincken ſeiten
abſteigt/ ein weiblin.
Ich hab ein magt geſehen/ von wöllicher ein fein ſchoßhündlin/ vnd ein
Krãc@heit erb
lich.
katz den fallenden ſiechtag bekommen/ alſo daß ſie inn dem gantzen hauß
vmb einanderen geloffen gar ſchnell/ vnd demnach von ſtund an/ für todt
niderfüelend.
Hie ſeind zwey ding zů verwundern/ namlich daß die fallend
ſucht erblich/ vnnd an andere arthen kommen mag.
Man ſagt daß die baldrion wurtz (die der Phu geleich oder faſt ein arth
iſt) wann ſie warm gemachet wirt/ die katzen behalte/ wölliches nitt zů ver
wunderen/ von wegen deß geſchmackts.
doch ſagt man daß die vnuernünff
tige thier allein den geruch oder geſchmack an der ſpeyß entpfindend.
Es
erkennend aber die hünd jhre herren an dem geruch/ vnnd entpfindend vy-
ler anderer dingen durch diſen ſinn.
weil aber von diſem die frag etwas hö-
her/ iſt daruon inn den bücheren der ewigen heimligkeitten geſagt worden.
Nitt minder wunderbarlich iſt diſes/ das Ariſtoteles von dem hirtzenn
angezeigt/ mitt diſen worten.
Es habend alle hirtzen lebendig würm inn
dem haupt/ vnder der zungen/ oberthalben da die gleich am hals anfahen/
vnnd das haupt auff den nacken ſtoſſet/ nitt kleiner dann die würm/ ſo
gemeinlich inn dem faulen fleiſch wachſend am aller gröſten.
dern ſeind bey
xx.
vnnd wachſend neben einandern alle zů mal. hie mag man wol eines ſol
Ariſtotelis
zucht.
lichen treffenlichen Philoſophi ſchamhafftigkeit vnd beſcheidenbeit erken
nen/ wöllicher das angezeigt/ was er inn erfarenheit verſtanden/ vnnd a-
ber hiemitt die verborgene vrſach zů ergründen vnderlaſſen.
Wie er dann
auch inn den Problematen vnnd verborgenen fragen gethon.
Die vrſach
iſt/ daß die hörner groß ſeind.
dann was inn der wurtzel vnnd zů nidereſt ü-
berflüſſig/ das freſſend diſe auff/ nitt von wegen der hörneren/ ſo ſchon ge-
wachſen/ ſonder von wegen deß getemperierten hirns.
dann es iſt vonn nö-
ten/ daß vyl jrrdiſche feüchte doſelbſten vorhanden ſeye.
Wann die hörner
kleiner werend/ oder daß haupt größer/ oder nitt ſo vyl überfluß/ weren d@
ſe ding nitt ſo faſt von nöten geweſen.
Man ſagt daß die füchs ſterbend wann ſie nuß eſſend/ ſo ſie nitt waſſer
darauff trinckend.
etliche wöllend diſes von dem mandelkernen verſthen/

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