Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
ſpinnen mitt jhrem gewübt/ die ſcorpionen mitt jhrem leib/ vnnd die äg-
glen auch mitt jhrem leben.
dann wann man die äglen etliche tag inn ein
lautter waſſer legt/ vnnd etliche tag harnach zů den aderen thůt/ ſeind ſie
Aeglen.an ſtatt einer aderläße.
Man můß zům erſten das orth mitt milch beſtrei-
chen/ damitt dz ſie anhangend.
man trucket die egel/ damitt wañ ſie ſich re-
chen wöll/ ſie die aderen durch beyſſe.
wann du ſie aber wilt hinweg thůn/ ſo
beſpreng ſie mitt ſaltz.
dann von ſeiner ſcherpffe brennet es/ vnd treibet die
hinweg.
Wann man dann den dampff von einẽ warmen waſſer an das orth
laſſet ghen/ ſo lauffet vil blůt harauß.
Alſo mag man diſes vnd anders der-
gleichen villicht achten nutzlich zů ſein.
Wir ſollend auch der Heüwſchreckenn Hiſtorien nitt verachten/ weil ſie
faſt vnder allen thieren allein kein maul habend/ ſonder ein vngeſpaltenen
Heüwſchre-
cken arth.
ſchnabel/ mitt wöllichem ſie den tauw an ſich ziehend.
Wo keine beüm vor-
handen/ ſeind ſie nitt/ deßhalben auch nitt in den fälderen oder matten.
ſie
ſeind gern an der Sonnen.
darumb ſeind ſie ſelten in den wälden/ ſonder zů
mehrmalen bey den ölbeümen/ weil die Sonn allenthalben wol darzů kom
men mag.
Wir habend etwan vor geſagt/ wie man diſe in wollüſten gebraucht. die
mennlin ſeind lieblicher zů eſſen/ ehe dann ſie bey den weiblinen gelegen/
vnnd die weiblin beſſer harnach/ von wegen der eyeren/ als Ariſtoteles an
zeiget.
Wann man ſchon der heüwſchrecken das haubt abreiſſet/ ſinget ſie
doch/ vnnd lebet nach lang/ wie ich ſelbs erfaren hab.
wölches auch bey den
heüwſchrecken beſchicht/ ſo Gryllen genennet werden.
Wann man den hir-
tzenkäfer das haubt abbrichet/ lebend beide theil nach lang/ doch lebet das
haubt lenger.
er hatt bewegliche hörner/ ſo vornen zůſamen ghond/ darzů
äſtechtig wie eines hirtzẽ/ ſchwartz/ glitzerecht vnnd hert.
ich hab etliche die
als lang ſeind/ wie ein kleines fingerlin.
man brauchet diſen auch in der artz
ney.
Es ſeind etliche in der fliegenden hirtzenkäfer arth/ die wol ſchmecken/
ſo die knaben von wegenn deß geruchs/ biſemkäfer nennend/ wölliche nutz
licher zů brauchen.
alſo fein hatt die natur in den blůtloſen thieren geſcher-
tzet.
Es ſeind auch hauß gryllen/ wölliche bey der herdſtatt inn der mauren
verborgen/ vorab da man brott bachet/ die etwas weiſſer ſeind.
zů abendt
ſingend ſie/ vnd zů nacht kommend ſie harfür.
es iſt bekanndt/ daß ſie von
einer feülung karkommend/ ſie ſchreiend nitt ſo laut als die in den matten.
Es ſeind auch ſcorpionen die in dem ſchwantz zwen angel haben/ als wann
an dem einen nit genůg die anderen zů beſchedigen.
Demnach ſeind etliche blůtloſe thier/ wölliche man vermeinet blůtreich
zů ſein/ dieweil ſie von dem blůt leben/ wie die äglen/ leüß/ wentelen/ vnnd
flö.
diſe ſaugend treffenlichẽ vil blůt auß/ nach der proportz jhrer größe. die
meñlin ſeind etwas kleiner/ vnd die weiblin größer/ wölliche ſich hert anſe-
tzend.
Wölliche in dem Früling werdend/ die verderbend inn dem Meyen.
die aber nach der ſelbigen zeytt entſthond/ ſeind vmb den winter faſt ſched-
lich/ vorab vmb den Augſten.
deßhalben ſo ſeind inn dem Meyen faſt gar
keine flö.
dieweil die vorgenden gar verderbend/ vnnd auch die letſten nach
nitt gewachſen ſeind.
Es iſt allen blůtloſen thieren gemein/ daß ſie auß kelte vnd forcht geſta-
blend/ doch nitt alleſamen/ ſonder die größeren.
dann die ſelbigen förchten

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