Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das ſiebend bůch.
Es mag auch vnder der natur wunderwerch der merheüwſchrecken (ſo
ſquillen oder Manten/ von ettlichen genennet wirt) geſtalt gerechnet wer
den.
ſie iſt lang vnnd ſchalechtig/ ran/ vnnd bey dem ſchwantz etwas brei-
ter/ an welchem auch ſcharpffe ſpitz ſeind.
Sy ſeind durchſichtig/ weyß/ vnd
habend die vorderẽ arm gar lang faſt wie die aſtacen/ doch on krebs ſcherẽ/
ſo an dem innertheil zinckechtig ſeind.
ihre zänlin ſeind zůnidereſt kurtz/
vnd bey dem leib faſt lang/ vnd zů obereſt ſcharpffen ſtachlen gleich.
Sie
haben zwey getheilte hörner zimlich lang/ vnd zwey kürtzere bey den augen
ſthan.
Die geſtalt jres haupts iſt faſt dem Cancellen geleich/ vnd ſthend zů
beyden ſeiten vnder den augen zwey ding/ ſo geharechten flüglen geleich
ſeind.
auff yetwederer ſeitenn ſthond ſechs füß. vnder wellichenn drey er-
ſte geneglet vnnd klauwechtig/ die anderen klein vnd ſubteil/ haben auch
düñe anheng darbey.
Der leib iſt auß zehen vngeleichẽ täfelinen oder ſcha-
lechtigen gleychen zůſam̃en geordnet/ vnder wölchen die vorderige kürtzer
vnd enger ſeind/ dañ diſe/ ſo ſich zů dem ſchwantz ziehen.
gleiche geſtalt hal
tet es ſich auch mit den ſpitzen/ ſo von jnẽ gond.
das maul am ſchwantz hatt
drey gefider/ vnd zwen flecken ſo am oberen theil den augẽ gar geleich/ dar-
zů (wie gemeldet) vyl ſcharpffe ſpitz.
das fleiſch iſt lieblich vnd ſüß.
Der Mantis iſt auch auß der ſchalechtigen arth/ mit einem ſubteilẽ vnd
Man[...].mageren leib/ als wann er ſich durch faſten verzeert.
er iſt langlechtig/ vnd
haltet die zwen vorderen füß zůſammen/ wie die menſchen/ wann ſie Gott
anrüffen.
die kinder nennen diſen heilig/ vnd ſolliches darumb/ wann man
jn fragt/ wo der weg hinauß gang/ ſtreckt er die arm auß.
weil man auch
ſolliche außſtreckung auff vyl weg verſthan mag/ legen ſie es auß nach jrem
gefallen.
dañ er erklüpffet von des kinds ſtimm/ vnnd můß den ſchenckel
von jm ſtrecken/ alſo daß diſer nateürlich handel auff vyl weg bey den kin-
dern für ein wunderwerck gehalten.
doch ſeind die mannen nit vyl witzigen
dann die kinder/ vyl weniger erſt die alten vnd frauwen/ dieweil alle ein-
faltigen/ auß forcht vnnd aberglauben/ auch ander leüten thorheit vnnd
boßheit/ betrogen werden.
Es hatt aber die natur in diſen thieren gantz
wunderbarer geſtalt jren ſchimpff getriben/ zům theil von wegen jrer vyl-
faltigen materien/ demnach auß ihrer blödigkeit/ vnnd zůletſt von wegen
mancherley würckung/ in ſollichem kleinen leiblein.
Auß diſer vrſach ſoll in Granciporẽ/ ſo vyleicht Moea oder Pagurus iſt/
Groſskrebs.der aller gröſte krebs ſein/ alſo das Bellonius anzeigt/ er habe inn Engel-
land einen krebs geſehen/ der zehen pfund gewegen habe.
inn deſſen maul
hatt die natur/ ſo vyl heütlin/ anheng/ vnnd heimlichkeiten geſtellet/ daß
wir auch inn den aller kleineſten/ deren fleiß vnnd geſchwindigkeit ver-
wunderen müſſen.
wann vns deren werck bekannt/ wurden wir vns min-
der verwunderen.
Alſo iſt auch in Pagurẽ oder Moen/ als Bellonius vermeinet ein beſon
derbar ſchön exempel der weißbeyt.
dann wann er ſein ſchalen will von jm
thůn/ füllet er ſich vor mit ſpeyßen/ vnd übet ſich vylfaltiger geſtalt.
wañ
er auch diſe hingelegt/ vnnd entpfindet daß er weerloß/ ſich weder beſchir-
men noch andete anfallen mag/ bleibt er verborgen.
dañ er hatt ein rucken
ſo mit einer zimlichen ſchalen/ aber doch mit vyl ſpitzen vnd knorren bega-
bet/ alſo daß man jn auch zů den heüßlinen braucht/ in wölche man die ſpie
gel thůt.
Rondelletius zeigt an/ er habe ein ſteinen geſehen. dañ weil er ein

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