Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
ren/ die helffanten/ vnd leüwen. Doch beſchicht ſolliches (wie geſagt) vyl
weniger vnder den vierfüſſigen thieren dann vöglen/ daß ſie ſich zůſamen
verpflichten.
Cantharus hat auff beiden ſeiten ſchöne guldene ſtrich/ er wo
net im kaat/ darnmb hatt er faſt ein namẽ wie der hirtzenkäfer/ an geſtalt
iſt er dem goldfiſch geleich/ vnd hatt ſteinlin im kopff.
Vnder deß meers wunderwerck ſoll billich auch der Orbis gezellet wer-
den.
diſer iſt alſo rond/ dz mehr zů verwunderen wie er ſchwim̃en möge/ dañ
dz er ein ſollicher ſeye.
Die Wurtzkrämer hencken diſe in jre läden. es iſt auch
nit nur einerley art/ dañ es ſeind etlich fleckechtig voll/ purpurſchneckẽ/ alſo
daß man ſie kümerlich mit der hand erwütſchen mag/ ſo im Borea oder im
Nilo fürkommen.
Sy haben bey yetwederer fiſchſchoren jr gefider/ etlich
gar keine/ etlich bey dem ſchwantz gar kleine.
Wañ man in auff hencket/ kee
ret man das haupt gegen dem wind/ damitt er ein beſſere geſtalt habe.
dann
der wind keeret ſich allwegen zů den weltzechtigenn dingen/ da ſie am enge-
ſten ſeind.
Es iſt auch der fiſch Cornuta billich zůuerwunderen/ wöllicher acht eck
[...] oder
ghürnet @@iſch
hatt/ vnd mitt beinenen ſchüpen bedecket iſt/ in wöllicher mitte ſich ein her
ter blaſt erhept/ ſo durch den gantzen leib ghet/ vnd diſen eckechtig machet.
das haupt iſt beinen/ wölliches ſich in zwey hörner endet/ als ob es ein ſchna
bel were.
an dem vnderen kinbacken hangend fleiſchige locken. Er hatt ein
große blaſen/ wie dann ſolliche alle fiſch voll lufft haben/ damitt er ein ſol-
lichen laſt leichtlicher ertragen möge.
wann er lebt iſt er gantz rot/ wann er
geſtorben keſtenbraun.
Es iſt auch die meermauß am weiblin faſt wunder-
bar/ nitt daß diſes ein vierfüſſtges thier vnnd der jrrdiſchen mauß gantz ge
leich/ ſonder daß es drey vnderſcheidene löcher hatt/ zům kaat/ harn/ vnd
den jungen.
Der Hyppocampus (wöllichen ich offt geſehen) iſt mitt dem
kopff/ hals/ vnnd hertzenn/ einem roß gar geleich/ doch hatt er an ſtatt der
ohren ſcharpffe ſpitz ſthen/ deren auch vyl an dem überigen leib vorhanden.

der ſchwantz iſt den ſchlangen geleich/ hat kein füß/ aber gefider/ vnd fiſch
ſchoren wie die fiſch.
Man zellet diſen auch vnder deß meers auß würffling/
als wann er der meerkrautwürmen arth were.
er iſt nitt gůtt zů eſſen vnnd
faſt klein.
doch vmb ſo vyl ſchöner/ wañ yemand {der} natur künſten bedẽcket.
Man ſagt daß auch vnder den meerwunderen der Baſinat fiſch erſchei-
ne/ ſo eines menſchen geſtalt hatt/ mit ſchwartzer haut überzogen/ als wañ
es ein mönch were/ wölliches allwegen ein böß vnd vnglücklich zeichen bey
den Schottlendiſchen iſt/ dann diſes wunderwerck beſchicht in deß meers
hitz vnd ablauff/ ſo Eſtuarien genennet.
Diſes iſt ein ſee ſo gegen auffgang
der Sonnen beſeytz an Engelland ſtoſſet.
es iſt nitt eigentlichen ein ſee/ ſon
der ein arm deß meers/ ſo in ein enge geſchloſſenn/ vnnd offt vnnd dick zů
vnnd von laufft/ wie auch das meer ſelbs.
dannenhar es auch den nammen
entpfangen.
inn diſen lauffet das waſſer Forthea/ wiewol deß ſee waſſer ge-
ſaltzen iſt.
Den iglen ſthet eigentlichen zů on fleiſch zůſein. dañ die fiſch haben auch
jr fleiſch.
Die fröſchen ſchweygend zů herpſt zeytten in mitnachtiſchen lan-
Froſch.den.
doch wann einer coax ſchreyet/ gebend jm die andere alle antwort. dar
nach ſchweygend ſie wider/ als wann ſie alle auff eines gebott warteten.
By
vnns iſſet man diſe durch den gantzenn winter/ alſo daß nitt genůgſam be-
kañdt/ ob diſe gantz arth abgange/ es beſchehe dann in dem herpſt/ wiewol

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