Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das ſiebend bůch.
ge wol bekanndt/ daß ſie auch von jnen ſelbs auffſchrindend/ wann ſie dürr
worden.
Darumb brechend die eyer überzwerch gar bald/ wann man ſie tru
cket/ dann die aderen ſtreckend ſich nach der lenge auß/ vnnd darnach von
der größere ſchlimme wegen.
Es iſt auch gemein/ daß in beiden zů ſamẽ tru
ckungen im ey nicht niderſitzet.
Alſo findet man drey vrſachen.
Man ſagt aber daß das fleiſch zwiſchen deß Occidentaliſchẽ Indien ber-
gen alſo lang friſch beleibe daß es vngleüblich ſeye.
dañ man ſagt ob wol bey
der ſtatt Cuzcum die röſſer vor vier monatenn getödet/ ſeyend ſie doch alſo
friſch on allen ſtarcken geſchmack/ als wann ſie erſt neüwlich ab gethon we-
Fleiſch ble@@@
friſch.
rend.
Ich acht daß nitt allein die kelte deſſenn vrſach ſeye/ wiewol treffenli-
chen vyl daran gelegenn/ dann inn nach größerer kelte möcht diſes nitt ſo
lang beleibenn.
Darumb iſt der lufft auch ſubteyler vnnd geſaltzener/ vyl-
licht hatt die ſpeyß vnnd der hunger auch etwas hiezů gethon.
dann das
fleiſch verdirbt ehe in dem waſſer weder in dem lufft.
dann der lufft iſt ſub-
teyler/ wañ die überige ding alle gleich ſeind.
gleicher geſtalt wirt das fleiſch
lenger behalten/ wann man ein erenen nagel darein ſchlecht.
dañ deß ſchwe-
bels krafft trücknet diſes auß.
Es iſt auch bey den eyerẽ vyl wunderwerck. Albertus zeiget an er hab ein
ey geſehen/ ſo zwo ſchalen gehabt/ alſo daß zwiſchen der erſten vnnd ande-
ren allein das weiß gelegen.
es war auch zwiſchen der erſten allein das weiß.
doch iſt kein wunder wann die natur alſo jren ſchimpff treibet. diſes iſt al-
lein ſchwer/ wie doch vnder den weichen das hert alſo zůſamen getriben.

Doch iſt diſes zůhalten/ daß beide fäl mitt einanderen worden/ wölche har
nach/ als das ey harauß kommen/ hert wordẽ.
Es iſt auch der zecher theil/
auß wöllichem der dutter wirt/ zů dem inneren fäl worden.
Solliches vnd
dergleichen beſchicht etwan.
Man ſagt auch vyl anders von den eyeren/ wiewol minder zů verwunde
ren/ als namlich daß deren dutter ſo in dem vollmon gelegt/ die flecken ver
treiben.
man leget ſie in ein weiß tůch/ ſo lauffend ſie dann zůſamen/ vorab
wann man ein feüwr darunder machet/ vnnd lauffet das weiß zů ring har-
umb als Ariſtoteles anzeigt.
Es iſt gleüblich daß ſie weich gelegt werdend/
ſonſt wurden die vögel verletzet/ wiewoles auch hert beſchicht.
dann ſie wur
dend nit ſo bald hert werden.
darumb kommen ſie in mittelmeſſiger natur/
zwiſchen hert vnnd weich harfür.
ſie haben zů obereſt allwegen ein kernlin/
vnnd wirt das weiß von dem gälen durch ein heütlin vnderſcheiden.
Wañ
die iungen entſtandenn/ hanget das ein fäl an diſer haut/ das ander an der
auſſeren/ ſo die ſchalen vmbgibt vnd an der dritten ſthet.
diſe beide werden
durch äderlin zů dem hertzen gefüget.
wann ſie nach in dem eye ſeind/ liget
das haupt auff dem rechten ſchenckel/ vnd der flügel ob dem haupt.
Damittich aber wider zů deß eyes natur komme/ iſt das gäl dem weiſſen
gar zů wider.
dann das weiß wirt von dem feüwr hert/ vnd nitt von der kel
te.
das gäl aber wirt vonn dem feüwr nitt hert/ ſonder bey einem zimlichen
weich/ bey einem vnzimlichẽ aber lauffet es zůſamen.
doch wirt es nit hert/
Eyer [...]ſonder laſſet ſich zertreiben.
dann das weiß iſt baß zeyttiger/ darauß dann
das inng wirt/ vnnd kommet das ſelbig (wie geſagt) vonn dem gälen har/
auß krafft der werme.
doch ſpeyſet es minder/ vnd iſt kelter dann das gäl.
Die eyer werdẽ von vndẽ auff mit den füſſen/ vñ nit von oben herab mit dẽ
haupt wie die thier/ geboren.
dañ es iſt kein lebẽ in jnen/ darüb mögẽ ſie ſich
nit vmbwendẽ.
Sy ſeind aber an dẽ leib ghefftet/ durch jrẽ beſonderẽ nabel.

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