Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
leibs ſtercke/ vnd jren freyheiten/ als ſie mitt keinen geſatzen gezem̃et/ vnd
grobe arthen nach in jnen ſtecket.
Zů letſt geſchicht diſes auß geſcheidigkeit.
Es iſt auch gemeinlich bey diſen/ ſo am letſten das regiment gehabt/ dann
man kan nitt on große weißheit vnd verſtand regieren/ man mag auch nit
zů der regierung on große ſtercke kommen.
dann diſe ſo regierend vnnd das
regiment bekom̃en/ ſeind vyl andere/ dañ die/ von wöllichen ſie es erlanget
hand.
Wañ auch das regiment beueſtiget/ mögen nit andere geberd en vnd
gezierden ſein.
dieweil dann das letſt regiment zů den Römeren kommen/
findet man allerley vnderſcheiden in dem Römiſchen reich/ vnd mehr dann
bey allen anderen völckeren.
Weil dann das Reich zů auſſereſt an dem einen orth der geberdẽ ſthand/
Canibalenn.werden die Anthropophagen oder leüth freſſer/ ſo yetzmal Canibalen genen
net/ an dem anderen theil zů auſſereſt ſein.
dañ diſe freſſend menſchẽ fleiſch/
wie dann jr nam ſelbs anzeigt/ vnd habẽnd kein gezierden an dem leib oder
gemüt/ habend auch weder eigene heüſer/ weib/ oder kinder.
alſo daß ſie bey
den dienſtmägten ſchlaffen/ kinder geberen/ vnnd darnach freſſend.
Zů nechſt bey denen ſeind die wilden Schottlender/ die Scythier/ vnnd
die Spanier.
dann es iſt kein volck den Römeren oder Italienern geleicher.
Hargegen ſthand widerumb in der mitte die Teütſchen vnd Engellender/
an der anderen ſeiten ſthand die Gallier vnnd Frantzoſen.
dann ob wol jnen
die Frantzoſen necher gelegen/ iſt doch von wegen deß orths gelegenheit vñ
lenge deß tags ein größerer vnderſcheid.
dannenhar kommet es daß die En
gellender vmb beider vrſach willen/ auch mehr dann die Frantzoſen/ vonn
der beſten arth vnnd mittel abtretten.
es iſt aber an den leiben ein kleinerer
vnderſcheid/ weil die werme von dem meer die kelte etwas temperiert vnnd
meſſiget.
Doch vermögen die geſatz in allen dingen gar vyl.
Wann Künig Eduardus/ diſes namens der ſechßt/ ſo ein jüngling von
dem gar vyl gůttes zů hoffen geweſen/ ſolte gelebt haben/ wurde er zů vn-
derweyſung diſes Künigreichs nitt ein klein geholffen haben.
Dann der ge
mein nutz iſt glückſelig (wie Plato ſagt) in wöllichem die Philoſophen vnd
weyſen regieren.
doch were es vyllicht von einer größeren vrſach nitt nutz-
lich geweſen.
dann es ſicht yederman auff den Künig/ vnd ghet zů wie dort
Claudianus ſpricht.
Den Künig alle welt beſicht/
Nach jm ſie all jr leben richt.
Das volck ſich nach dem Fürſten wendt/
Mitt jm ſie gůts vnd böß bekenndt.
Damitt man aber ein gemeine rechnung deß menſch lichenn ſthat vnnd
Menſchen ge-
berdenn ende
rung.
auch anderer thierẽ habe/ ſoll man wüſſen das etliches erdterich vnfrucht-
bar/ ſo wenig geſunde kreüter/ vñ die dẽ menſchen nutzlich/ harfür bringt/
ſon{der} zů mehrentheil geſaltzen o{der} bitter.
die ſchwecheſten ſeind am beſtẽ/ zům
theil weil ſie wenig narũg in jnẽ/ demnach daß ſie der erdẽ natur zů wi{der}/ dar
umb ſeind auch die thier nit faſt ſtarck/ feißt o{der} fruchtbar.
vnd fürnemlich
die/ ſo dẽ menſchen am aller bekom̃licheſten/ als die ſchaff vnd rinder.
wann
nun die menſchen von ſelbigen geſpeyſet/ werden ſie mager/ arbeitſam/ be-
hend/ geſchwind/ ſtarck/ grauſam/ vnd faſt den wilden thieren geleich.
Sie
ſeind auch auffrüriſch/ zornig/ weder treüw nach verſtendig an jrer natur.
ſie habẽ ein ran che haut/ vñ ſeind nit groß. alſo kom̃et von den elementẽ die

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