Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das acht bůch.
waar. dann wann du bey den Ryſen die auſſereſte größe verſtheſt/ ſeind die
Pygmeen mehr dann Ryſen.
doch ſolliches zů einem wunderwerck/ vnd nit
ein beſonder volck.
Wann du aber bey den Ryſen ein groß volck verſtheſt/
ſo iſt auch ein volck das klein iſt.
doch nit alſo gar klein/ auch nit eines kur-
tzen lebens/ oder das mit den kranichen einen ſtreyt füre.
Dann ſo es men
ſchen werend/ möchte das recht end menſchlicher natur an jnenn nitt man-
glen/ wölliches iſt die betrachtung aller dingen.
es möchten aber diſe/ ſo ein
ſollich kurtz leben hetten/ zů der höchſten vollkommenheit nit kom̃en/ vnd
dz nit durch ein zůfal/ ſonder auß vnuermüglichkeit der natur.
dieweil die
höchſte vollkommenheit die erkanndtnuß aller künſten einſchleüſſet.
wöl-
ches mehr zeyt erforderet/ dann aber jnen nach der kindtheit/ auß menſchli
chen händlen/ vnd anderen hindernuſſen nach überig.
dann ſo es menſchen
ſeind/ müſſend ſie auch burgerliche begirden haben/ darzů ein ordenliches
leben füren/ vnd neün monat in můtter leib beleiben/ domit die natur al-
ſo mancherley glider/ vnnd ein vollkommen temperament außmache/ alſo
daß ſie inſtrumenten vnſerer ſeelen ſein mögend.
der geſtalt ſeind auch ge-
leiche theil am großen vnd kleinen.
Es ſeind auch etliche beſondere wunderbare eigenſchafften in der men-
Menſchlicher
cörper natur.
ſchen cörper.
wann ſie auffgehencket/ ſollend ſie ſich für vnnd für gegen der
Sonnen keerend.
diſes beſchicht vyllicht vmb jrer ründe willen/ daß man
vermeinet jr angeſicht keere ſich an alle örther/ oder weil der Sonnen wer-
me die feüchtigkeit an ſich zeücht.
dergeleichen iſt auch an anderen orthen
von gewechſen gemeldet worden.
Man hat aber acht genommen/ daß etli
chen das haar am bart vnd auff dem haupt/ auch die negel ein gantzes iar
gewachſen.
dann Syneſius ſagt/ daß man der Aegyptieren cörper gewonli-
chen beſchoren hab/ wann ſie ſolten vergraben werden.
Die vrſach iſt vyl-
licht daß ſich die haut zůſamẽ zeücht/ wie auch bey den neglen.
oder weil ſol
liches auch von der werme beſchicht/ ſo über die natur vorh anden.
Man
ſagt daß S.
Gaudentio/ wie er ſechs gantzer monat nach dem todt vergra-
ben gelegen/ allwegen das haar vnd die negel gewachſen.
Es ſeind auch inn dem menſchenkaat große krefft/ ſo nit zůuerachten/
dann wann man diſen zů dem ohren wee braucht/ verghet der ſchmertzen.
es
vertreiben auch die harn das ſchaumen/ wann man ſie mit einem ſtrauw-
halm vmbtreibet.
es hatt auch der dreck/ harn/ ſpeichel/ vnnd was man in
dem bad zůſamen liſet/ zimliche krafft.
von wöllichen wir in der artzney hi-
ſtorien geſagt.
Die ſeügammen thůnd vyl bey den kinderen/ vnnd nitt allein ſo vylde-
ren temperament/ ſonder auch geberden belanget.
Darumb habend die al-
ten weyßlich geredt (es ſeye waar oder erdichtet geweſen) es ſeye Romulus
von einer wölffin geſeügt worden.
dañ er hat wilde geberden an jm gehabt/
was liſtig/ ſtarck/ vnnd mocht kein ſchaden gedulden.
darumb wölche von
einer geiß geſeügt/ werdend thorechtig vnnd geil/ alſo iſt auch ein bock.
Deß menſchen todt thůt nit faſt wee/ wann yemand zů einem gůtten al-
Milter todt.ter kommet/ wie Ariſtoteles ſagt.
doch iſt er allein vmb ſo vyl böſer/ daß ein
alter vorhin vyl kummer erley den můß.
Der nechſt nach diſem iſt/ wañ ei-
ner von einer nateren gebiſſen/ von wölchem Plutarchus meldung thůt.
Nach diſem volget der/ ſo auß dem Meconien vnd dollen magſamẽ tranck
kommet.
dann ſie ſterbend ſchlaffende. Zům vierdtenn beſchicht ſolliches

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