Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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497ccccxliſachen/ Das zehend bůch. A B ein geſchirr F ſthůnd/ bey dem orth E/ vnd das feüwr vff
60[Figure 60]L H G H K61[Figure 61]F62[Figure 62]E A B C D einẽ eyſenen roſt C D.
Des hůts löcher warẽd H H an dem vn
deren theil/ vnnd giengen durch das lär orth känelin G/ doch
war diſes weit gnůg/ in wölchem ſich der rauch ſamlet.
Die hö-
le Liſt für vñ für voll kaltes waſſer.
alſo beſchicht dz der rauch
nit verbrinnet/ vñ mehr feüchte zůſam̃en kom̃et.
Er zeigt an/
wañ man wolgeſtoßenen zim̃et in waſſer legt/ mache er zůerſt
das waſſer ſchön vñ ſchwach/ demnach milchfarb/ wölches an
geruch vnd geſchmack dem zim̃et faſt gleich iſt.
zůletſt wirt es
etwz verbreñet vnd ſchwartzlecht.
Wañ aber auch des geſchirs
boden F in wenig waſſer ſteth/ ſo verbrinnet es minder.
Deßhalben můß man ein treffenlich hitz zů zeitẽ brauchen/
wann es von nöten iſt.
wölches ſich dann in denen dingen be-
gibt ſo ein metalliſche ſubſtantz an jnen habẽ/ als der alet/ calchãt oder Vi-
triol vnd Arſenick.
Wann aber die ſubſtantz trocken vnd ſubtyl iſt/ ſo bald
brennet/ můß man ein milte hitz haben/ vnd waſſer brauchen/ als inn dem
zimmet/ negelin/ pfeſſer vnd Imber.
wañ die ſubſtantz ſubteyl vñ feücht/
můß man ein ſubteyle werme brauchen/ vnd bedarff keines bad.
Wañ aber
die ſubſtantz etwas dicker/ vnd vyl ſaffts hatt/ můß man werme vnd ſeüch
te haben/ als in dem Indiſchen balſam vnd wurtzlẽ.
von dem hatt Geßner
ein exempel von der nießwurtzen geben/ welches meinung ich auff dz kür-
tzeſt wil anzeigen.
Nim ein pfund ſchwartzẽ nießwurtz ſo klein zerſchnitten iſt/ vnd laß es
über nacht oder lenger in waſſer ligen.
demnach ſeüd ſie in dem ſelbigẽ waſ-
ſer/ vnnd ſchaum ſie für vnd für wol/ ſecht es demnach ab/ vnd behalt di-
ſes waſſer.
Darnach thůn über die ſelbigen wurtzlen widerumb ſo vyl lau-
ter waſſer/ laß es ob einanderẽ ſthan/ ſeüds/ verſchaums/ ſechts durch/ vñ
behalt es.
thůn daſſelbig noch ein mal/ biß du entpfindeſt dz gar kein bitter
keit mehr in der wurtzẽ iſt.
diſes beſchicht wañ man ſie ſieben o{der} acht malẽ ab
geſottẽ hatt.
Darnach thůn daſſelbig waſſer alles zůſam̃en/ vñ thůn es vff
11Gůte p
zůbereiten.
ein glůt damit es nit ſeüd/ doch dz es faſt nach ſiede/ vnd in der diche wie ein
honig werde.
wann es alſo zůſam̃en geloffen/ ſo thůn ein halb lot hartz dar-
ein/ vñ rür es wol vndereinanderẽ/ demnach minderen dz feür allgemach/
nach dem vñ es dick wirt.
wañ es nun als dick wie ein wachs wordẽ (welches
dañ blad beſchicht) ſo thůn es vom feüwr/ vñ behalt es.
die farb iſt ſchwartz-
lecht wie ein eyſen/ iſt bitter vñ faſt ſcharpff.
mã gibt diſes einer erbß groß/
ein ſtũd nach dẽ nachteſſen/ welches gar fein purgiert.
wañ mã auch deſſen
2020[Handwritten note 20] ein klein mehr nim̃et/ purgiert es nur zůuyl obẽ vnd vndẽ hinauß.
darumb
wol zůnerwũderẽ/ dz in diſem ſafft ſo vyl krafft ſolle ſein/ welche in zehẽ mal
ſo vyl wurtzel küm̃erlich iſt/ ſo doch die wurtzel faſt ſchedlich/ vnd der ſafft
gar noch vnſchedlich iſt.
doch iſt offenbar dz diſes auch in anderẽ beſchicht/
als in {der} coloquint/ wild cucumeren/ treibkernerẽ/ Rhabarbarẽ/ Agarico/
vñ anderẽ artzneyẽ/ ſo mit purgierẽ zů ghet.
darũb müſſen wir diſes hãdels
krafft bedenckẽ.
dañ die nießwurtz iſt alſo ſtarck/ wañ man ſie über nacht in
wein legt/ purgiert {der} wein zimlich wol/ dz alſo allein die ſelbe wurtzel/ wañ
man ſich offt purgiert/ der geſtalt gnůg iſt.
die übrige artzney ſoll mã min{der}
libertreibẽ/ nach dem vnd ſie ſchwecher ſeind.
es zeigt aber {der} geſchmack vnd
geruch die ſchwach heit an/ wie auch die vollkom̃ene kochũg.
wañ ein tropff

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