Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
ehe dañ er faulet/ ſo bleibt er krumm. dann es krümmen ſich alle fiſch wañ
ſie durch gewalt ſterben/ dann in dem ſterben ziehen ſie ſich zůſammen.
Die
meer grundlen ſeind rot/ ſchmecken wol/ vnnd gar klein.
alſo habend ſie ein
vnderſcheid võ Sardinẽ.
mã můß ſie in mittẽ deß ſchlauchs harauß leßen/
dañ ſie überkom̃en von dem holtz ein geſchmack.
Der grundlẽ grad welches
die beſten ſeind habend ein feinen lieplichen geruch/ ſo auch allein an jnen
iſt/ weil ſie ſubteyl vnnd weich/ vnnd nit wie die Sardinen/ welche ſtarck
ſchmecken.
Wann die fiſch nit geſaltzen/ ſoll man ſie lebendig oder krumm
kauffen.
dañ ſonſt mag ein betrug darhinder ſein/ weil ettlich mit dem blůt
die fiſch ſchoren an ſtreichen/ damit man die für friſch halte.
Die todten vögel mag man an der augen glantz erkennen. dann wann di
wie man fri-
ſche todte
thier erkennẽ.
ſe tod/ wirt nicht ehe an jnen welcke.
diſe rechnung ſoll man auch an dem ge
wild vermercken.
Es ſtinckend aber in dem gewild die wunden/ zů ſum-
mers zeyt auch gar bald.
in dem winter wirt das blůt darinn blauw. mann
ſoll auch in den vöglen auff der haut farb acht haben/ vorab an hieneren/
dann wann diſe weyß/ rotlecht/ vnnd ein klein gäl ſcheinende/ zeigt ſie an
daß diſes erſt abgethon ſey worden.
Eben diſe glantzende vnd liebliche farb
ſo die vögel probiert vnnd die eyer/ ſoll auch an früchten acht genommen
werden.
Man ſoll aber an den früchten auch der zeyttigung vnd der runtz-
el acht haben/ dañ ſie zeygen an/ daß diſe vorlangeſt abgebrochen/ wie auch
das kraut wañ es glãtzet/ vnd in ſeiner art wol ſchmecket/ wie in den früch-
ten beſchicht.
Doch iſt ein beſonderer vnderſcheid von den früchten/ welcher diſes den
fiſchen vergleicht/ dann die ludweichen bletter vnd ſtengel zeigend an daß
die feülũg ſchon angehebt hab.
noch dem ich deren dingen acht genommẽ/
vnd meinem geſind angezeigt/ hab ich harnoch die beſten ſpeyß gebraucht.
Alſo ſoll auch ein fleyß in den artzneyen gehalten werden. Man mag ein
Friſche artz-
ney.
milchwaſſer/ welches dem bronnwaſſer geleich iſt/ alſo bereiten.
Wañ diſe
an dem abet ſiedet heiß wordẽ/ ſo thůn weyßen eßig/ oder pomerantzen ſafft
oder vnzeyttigen ſauren wein darunder/ doch laß es nitt gar ſiedenn/ dem
nach thůn es in ein ſecklein/ vnnd ſechte ſie durch.
es wirt zů erſt trüb hin-
durch ghen.
wañ du aber diſe zů mehr malen ſechteſt/ wirt ſie zů leßt wie ein
lauter brunn waſſer werden.
dann weil die trůßen in dem ſecklein beliben/
wirt ſie vmb ſo vyl leüterer.
Man mag auch die artzney behalten/ alſo daß
von einem kleinen ding offt dem menſchen großer nutz enſthet.
Alſo hat ich
pillulas für mich verordnet/ welche ich achtet mir nutzlich zů ſein/ wie woll
ich ſie harnoch nit gebraucht hab.
Ich hab diſe in ein berment/ welches mit
ſüß mandelkernen öl wol beſtrichen/ eingewicklet/ diſes hab ich in ein glaß
ſo oben weyt geweſen gelegt/ darnach in ein hültzene büchſen geſtelt/ vnnd
zůleßt in ein trog gethon.
es iſt diſe artzney in einem jar nitt trocken oder
ſchimlet werden.
alſo daß ich acht/ man möchte diſes nit beßer einmachen.
Man mag auch anderer dingen krafft in andere ziechen/ vñ bedarff keines
beſonderen fleyß.
Als wañ man das horn vorab von hirtzen zů kleinen dün
en riemen zertheilet/ vnnd laßet es ein gantzen tag ſieden oder noch mehr/
ſo machet es ein rote ſalb/ welche ein zimliche krafft an jr hatt.
Diſe ding ſeind fein zů wüßen/ vnd ſthond einem Künig wol an/ darzů
Küniglich ge
bot.
treffenlich nutzlich zůgebrauchen.
Den Künigen aber ſthet nit wol an die
ding zů wüßen/ welche im nitt zůgehörend/ wañ mann ſie ſchon braucht/

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