Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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ſachen/ Das zwölfft bůch.
iſt von diſem gnůgſam in dem Hecatoncephalo oder bůch der hundert ka-
pitlen angezeigt.
Deßhalben iſt genůg daß wir allein meldung hie daruon
gethon.
Was man aber zů der weyſſagung brauchen ſoll/ gehört nit zů gegẽ
würtigem handel/ ſonder zů dem bůch der heimlichkeitten.
doch will ich et-
was harnoch daruon anzeigen.
Man zweyflet aber ob die boßhafftigen vñ
Gottloſen auch mögend weyſſagen.
vnnd ich glaub es möge wol ſein. dann
es hatt Caiphas vnnd Saul oder Sylla auch geweyſſaget.
was mögẽd aber
die gottloſen für ein gemeinſchafft mit Gott haben?
es iſt zweyerley weyſa-
gung/ wie vor gemeldet.
von dem gůten/ welches gott zů gehört/ vnnd ſolli
cher mögend die gottloſen nit theil hafftig werden.
vnd von dem bößen/
welches Gott nit zůgehört/ vnnd kommet nit deſtminder von mitten deß
himmels/ vnnd regierenden verſtand.
Was nun der bößen weyſſagungen
ſeind/ mögen zů Gott nitt gehören.
was aber der gůten/ gehörend auch zů
den gottloſen.
Du ſolt aber nit můtwilliglich/ noch zum offterenmal/ noch
von kleinen ſachen/ noch zweymal von einer ſach/ auch nit du ſeyeſt dann
daruon angeſücht oder gezwungen/ zů der weyſſagung dretten/ ſonder dei
nen ſtath vor hin wol meßigen.
deßhalben kein zweyffel iſt daß Socrates ge
ſagt/ er habe ein beſonderen teüffel.
dann er mocht allwegen weiſſagen weil
ſein gemüt rein von laſteren vnnd mancherley verwirrungen/ vnnd der
leib nüchter von ſpeyßen.
Ob aber auch ettliche beſondere ſpeyßen das gemüt verwirren/ vnd von
der weyſſagung abwenden/ als zwibel/ kapißkraut/ linßen bonen vnd der
wein/ vnnd andere das gemüt reinigen vnnd zů der weyſſagung bereiten/
weiß ich nit gar eigentlich.
zwar die artzney als die nießwurtz vnnd der Aga
ricus ſchaden nicht.
es dienend auch ettliche beſonderen ſpeyßen wol zů di-
ſer ſach/ wie auch zů anderen.
Weil man aber von den wunderzeichen handlen ſoll/ möchte billich ye-
mand zweyflen/ weil diſe ding von jren eigenẽ vrſachen harkommen/ ob zů
künfftige ding an der wunderzeichen vrſachen hiengen/ vnd man diſe möch
te vorbin erkundigen vnnd erfaren auß den wunder zeichen.
Als wann ein
Rappen anzei
gung.
große ſchar rappen vorauß einer vnbekanten art erſcheinet/ vnnd du wöl-
teſt auß diſen die zerſtörung der ſtatt anzeigenn/ můß die zerſtörung an
der vrſach gelegen ſein/ welche die rappen dahin zů fliehen getribẽ.
Ich will
auch noch ein heiterer exempel anzeigen.
wann ein kalb mit zweyen köpffen
ein ſchwach regimẽt bedeütet/ wie mag diſer vnfaal auß deß zwey köpffigẽ
kalbs vrſach hangen/ weil er ſein ſelbs beſondere hatt?
vorab weil die Philo
ſophy bekennen/ daß diß wunderwerck auß verhinderung der matery/ vñ
der natur irthum beſchehe.
Deßhalben ſagen wir daß diſes nit von einem
vngeſchickten laſt der matery beſchicht/ ſonder von einer vnordenlichen be
wegung/ welche von widerwertigen vrſachen verkeeret wirt.
dann das wun
derzeichen hatt nit allein ein verhinderung/ ſonder weeret auch der natür-
lichen ordnung.
als in den mißgeburtẽ/ da die bewegung die thier von jrer
gebürlichen ſtatt treibt.
Deßhalben iſt ein Gott deren dingen vrſach/ {der}as
iſt ein gemüt deß himmels vyl edler vnnd gewaltiger dann der teüffel/ vñ
ein diener deß höchſten.
Wie auch die verhinderungen auß den minſten in
die minſten ſeind/ als im kalb/ alſo iſt auch in den mittelmeßigen auß den
mittelmeßigen als in ſtetten welches treffenlich große verhinderungẽ der
Götteren ſeind.
nit daß diſe wider einanderen ſtrebend (dann diſes were

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