Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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694dcxxxviijVon mancherlei wunderbaren heiſſen. wie er nun die ſelbige von jm gelaſſen/ weil man jr můtter offenlich
mit
růtten geſchlagen/ iſt er in ſolliche angſt vnnd not kommen/ daß er ver
meinet
/ ſein voriger bůl lege jm an der ſeyten.
vnnd ob er wol ſonſt ein weid
licher
ritter/ ſaß er doch diſer vrſach halben allwegen beſeytz auff dem roß/
vnnd
iſt auch letſt auß langwerendem verdruß inn ein kranckheit gefal-
len
.
Er ſagt wann man ihm ſein bůlen zůfüret/ wurde er lebend beleibenn.
als ſie aber diſes abgeſchlagen/ hat er ſich verzeeret/ vnd iſt alſo verdorben.
Weil aber etliche ſagend/ daß in vndergang der Küniglichen ſtatt Qua
hutemallan
/ als ein waſſer auß der hüle kommen/ da vorhin das feüwr auß
gangen
/ vnnd ein ſo nur ein horn gehabt/ vnnd ſonſt an ein ſeil gebun-
den
/ vyl vmbgebracht/ weil ſie mitt dem ſeil vyl von den heüſeren vnd vor-
ab
dem Küniglichen palaſt/ die ihren helffen wolten/ herab gezogen/ ſolte
ein
vnhold geweſen ſein/ achtich für ein fabel.
dann es hatt ſich ongfahr be-
geben
mögen/ daß diſes thier das ſeil gebrochen/ weil es in großer gefar jm
ſelbs
hat wellen hilff kommen/ vnnd von wegen deß großen lang ſeil in
dem
ſchwimmen/ vyl vndergetrucket vnd ertrencket.
dann man ſagt es ſey-
end
bey ſechs hundert menſchen vmbkommen.
Welche aber auff der natur gründ vnnd fundament ghond/ verſpotten
11Hexen werck
beweret
.
diſes als wann es eyttel fabel werend.
deßhalbenn ein großer zweyffel ent-
ſtanden
/ weil etliche vermeinend es ſeye etwas das hexenwerck/ vnnd aber
andere
nicht darauff haltend.
Wölliche etwas daruon halten/ ziehend die
erfarnuſſen
an/ wie wir dann etliche vorhin angezogen.
demnach der ſelbi-
gen
aberglauben vnnd verachtung der waaren religion/ alſo daß ich es kü-
merlich
darff erzellen.
dann ſie bettend deß ſpils vnnd ſchimpff herſcheren
an
/ vnd opfferen deren wie einem Gott.
Es ſeind auch offt die kinder geſtorben/ ſo ſie angerürt/ auch etlichen an-
deren
hat deren hexenwerck vyl ſchaden gethon.
dann diſe ding bekennend
ſie
in der marter/ ſo ſie doch wüſſend daß jnen ſolche bekanndtnuß faſt vyl
ſchaden
wirt/ vnd dem tod dienen.
es ſtimmet auch aller ſachen außgang
mit
jrer bekanntnuß/ weil vyl kinder/ die wol bey leib/ on ein offenbare vr
ſach
biß in den todt eindorrend.
Weil auch auß vyl erfarnuſſenn die kunſt
entſthet
/ vnd jren vyl mit einanderen ſtimmen/ vnd mit einerley verderb
nuß
vnnd thaten vmbghond/ laſſet es ſich anſehen als wann diſe hiſtorien
mehr
von einer kunſt dann hexerey keme.
Eben diſes bekennen auch wie ſie
tantzen
/ ſpringen/ ſchimpffen/ zechen/ vnd an herrlichen maalzeyt ſitzen.
ſie
werden
truncken/ ermüden/ vnnd leiden andere dergeleichen ding/ noch j-
rem
beduncken.
Deßhalben traumet ihnen/ oder ſie bilden jnen ſolches ein/
oder
ſie liegen/ oder ſie ſagend gentzlich die waarheit.
es will ſich aber nit rei
men
/ daß man an der marter/ wañ große gefahr deß lebens vorhanden/ lie
gen
ſolte.
noch vyl minder daß jnen traumen ſolte. dann die treüm habend/
denen
begegnet nit für vnd für ein ding/ vnd nit alle zeyt.
aber es beſchicht
diſen
allwegen beſtimpter zeyt/ vnnd auff ein weyß/ oder daß gar klei-
nen
vnderſcheid von einander hat.
Wann ſie auch jnen ſolten ein ding ein-
bilden
/ were ein thorheit darhinder.
es ghet aber anderſt mit diſen / dañ
ſie
ſeind witzig/ vnd ſehend diſes nit wachend/ ſonder im ſchlaaff.
Sy fürend auch jre döchteren dahin/ vnnd leerend ſolliches andere. deß
halben
müſſend ſolliche ſchandtliche verpflichtung/ bey wöllichen großer
wolluſt
iſt/ waar ſein.
ſie zeügend auch offt wider ein anderen/ alſo daß ein-

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