Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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707dcliſachen/ Das fünffzehend bůch. ſolliches etwan beſchehe. dañ die enderungen ſo ſeltzam/ vnd welche in lan-
gen zeiten nit beſchehen/ iſt ein große vnd vngläubliche ſach.
Es beſchehend die wunderzeichen auß ſechs vrſachẽ. in anfang des glau-
11wunderzei
chen auſs
ſechs orſache.
ben/ ſo Gott angerichtet/ als do der lam von S.
Peter vnd Ioãne geſund
gemachet/ wölcher bey der Schönen porten des tempels gelegen.
dann es
iſt gewüß/ daß diſes wunderzeichen ein fundament vnſers glaubens gewe-
ſen.
dann ſie wendeten Chriſti wunderwerck zů anderen vrſachen/ vnd zů ei
nem menſchen.
diſes aber ſo von einem fiſcher beſchehen/ iſt faſt groß vnd
krefftig geweſen.
oder ſie beſchehen zů des glaubens beſtätigung vñ zůnem
mung/ wie das vierdt wunderzeichen in der ordnung iſt.
oder daß man ci-
nes frommen mans gedechtnuß behalte/ wie wir in dem drittẽ exempel an-
gezeigt.
oder daß man der heiligen heiligthůmb vnd gebein erkenne/ als in
der hiſtori des anderen wunderzeichen iſt angezeigt worden.
Es zeigt auch
Hector Boetius von S.
Niclaus gebein der geleichen an/ welche durch ein
münchen erfunden worden/ dem ſie im ſchlaaff angezeigt warend.
Oder es
beſchicht von deſſen vnſchuld wegen/ der etwas leiden ſoll/ als im fünfften
wunderzeichen geſagt iſt.
Oder auß deren/ ſo bettẽ/ herrlich keit/ als in dem
erſten exempel.
es iſt auch nit gůt daß es allwegen beſchehe/ dann es were
kein wunderzeichen/ vnd wurde der natur ordnung verkeeret/ vnd nit gůt
wañ es gar nit beſchehe.
dañ wann diſer etwz auff löſen mag/ ſo es nit gema
chet/ ſolte Gott nit alle ding müglich ſein/ welcher alle ding erſchaffen hatt.
Die wunderzeichen aber ſo beſchehen vnd geſehen werden/ beſchehẽ zům
theil durch betrug/ als der mertheil.
etliche mögen beſchehẽ/ man vermeint
aber nit daß es nateürlich ſeye zůbeſchehen/ von welchem gar kein zweyfel.
etliche mögen gar nicht beſchehen/ von welchen genůgſam von den Peripa
reticis gediſputiert worden.
etliche ſeind welche wol nateürlichen nit beſche
hen mögend/ doch vermeinet man ſie beſchehen auß einer anderen vnd be-
ſonderen vrſach.
es gehörend aber diſe ding zů den bücheren von den ewigẽ
himlichkeiten.
Demnach iſt wider ein zanck von welchem ſie beſchehen. doch
ſeind etlicher vrſach wol bekant/ vnd ſeind dreyerley arth.
Etlich kommen
auß verborgenen vrſachen der natur har/ etliche auß verwirrung der ent-
pfindtlichen ſinnen/ etliche auß des gemüts wirckung vnnd menſchlichem
rathſchlag.
von diſen dingen allen/ ſtimmet mencklich zůſammen/ aber nit
einerley geſtalt.
Zů erſten weil vyl wunderzeichẽ auff diſe dreyerley arth ge
zogen werden.
demnach wann man diſe vonn der beſonderen würcklichen
krafft Gottes abſündert.
Es werffend auch etliche das widerſpil für/ nam̃
lich die puncten/ ſo Moſes von erſchaffung der welt beſchribẽ.
Es laßt ſich
aber anſehen (wie geſagt wordenn) als wann vnſer natur brenne/ wann ſie
Gott warlich angefangen lieb haben.
darumb ſoll man diſes auch zů den e-
wigen heimlich keiten richten.
Hie entſthet aber ein frag/ warumb die wunderzeichen am mehrſten inn
22wunderzei-
chen in vnuer
ſehenen zůfe-
len.
denen beſchehen/ welche on gefahr verletzet worden/ als in verwundetẽ/ er-
trunckenen/ gefallenẽ/ vnd von den ſchlangẽ gebißenen/ oder von den vn-
ſiñigen hunden/ wie dañ von etlichẽ ſchlüßlẽ zů Laudẽ Põpeij (ſo jetz zů alt
Lauden geneñet iſt) geſagt iſt/ welche vor etlichen jaren/ ſo bald man ſie zů
den krancken gebracht/ ſelbs ſollen warm ſein worden.
deßhalbẽ man ein ar
gument genommen/ daß die vnſinnigkeit bald vorhandenn/ wann die er-
warmet.
man behaltet ſie auch noch/ doch werdẽ die ſchlüſſel bey dem feüwr

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