Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

List of thumbnails

< >
731
731 (dclxxv)
732
732 (dclxxvi)
733
733 (dclxxvij)
734
734 (dclxxviij)
735
735 (dclxxix)
736
736 (dclxxx)
737
737 (dclxxxi)
738
738 (dclxxxij)
739
739 (dclxxxiij)
740
740 (dclxxxiiij)
< >
page |< < (dclxxix) of 997 > >|
ſachen/ Das ſechßzehend bůch.
die ſeind abergleübiſch/ dann wann ein ring vnder einem beſonderenn ge-
Abergeleübi-
ſche ſigel.
ſtirn wirt gegrabenn/ ſo wirt auch diſes ſo darein gegrabenn/ geleiche
krafft habenn.
wann du auch vermeineſt daß etwas anders hie möge voll-
bracht oder außgerichtet werden/ dann ſo auß nateürlichen krefften kom-
met/ wirſt du betrogen werden.
dieweil ein ſigel den menſchen mag geſund/
langlebend/ wol beredt/ milt vnnd ſtarck machen.
durch wölche krafft der/
ſo jn antregt/ vyl vnd große ding mag vollbringen.
Daß man aber vermeine daß diſer ring oder ſigel yemand denn Fürſten
angenemm mache/ on allen gunſt/ oder reich on alle handtierung/ oder
ein glücklichen kriegßmann on ſtercke vnnd on erfarenheit deß kriegs/ we-
re gantz vngereimbt.
Man ſoll aber nitt ſagen daß die metallen vnnd edle geſtein todt ſeyend.
darumb wie diſe inn demm holtz ſo abgeſtorben/ nicht vermögend/ alſo
habend ſie inn demm Gold vnnd inn demm edlen geſtein große krafft.

Damitt man aber ein todtes vonn dem lebendigen erkennen möge/ zeiget
die würckung darzů auch die farb an.
du ſichſt daß das holtz/ wann es ab-
geſtorben/ weder zweyg noch laub mehr hatt/ darzů auch nitt mehr weyß
oder ſafftechtig iſt.
Es behaltend aber die Metall vnnd edle geſtein ihre
farb.
diſes iſt auch aller vernunff gemeß/ weil alles das/ ſo da abgeri-
ſen/ noch ein zeyttlang ſein leben behaltet.
Was nun minderer ſorg be-
darff/ darzů auch einer hertteren vnnd ſubteylerenn ſubſtantz iſt/ vnnd
weniger nottwendig/ iſt lobhafftiger.
als ein Eich baum von ſeiner hert-
te wegen/ vnnd ein Weidbaum von ſeiner leichte willen.
Weil dann
diſe gewechs auch etlich monat lang beleibend/ leben auch die metall/ vor-
ab das gold vnnd edel geſtein/ fürnemlich die beſtenn.
darumb můß man
darein graben/ was von nöten ſein wirt.
Es müſſend aber inn diſen vier ding über ein kommen/ der würckung/
vnnd matery/ vnnd auch deß menſchen natur/ ſo diſen brauchen will.
Als wann ich ein ring oder ſigel haben wölte/ der denn ſchlaaff brech-
te/ ſo erwelen ich ein ſchlefferigen ſtein/ als der Hyacinth iſt/ oder deß
Cryſtall arth/ wöllicher mitt blauwen ſtreymen vnderſcheiden/ vnnd ge-
ſprenget iſt/ wann der Mon zů der Venus kommet/ inn den Fiſchen oder
inn dem Stier.
will man auch etwas nutzliches vollbringenn/ můß man
ihn zů deſſen geburt richten/ ſo den ſtein tragen ſoll.
Dann wann diezůſam
men fügung gegen dem Mars ſther/ dem ſo ihn tragen ſoll/ wirt es ihn we-
nig helffen/ vnnd vyleicht auch zů wachen reitzen.
Es dienend auch die figurenn hie gar wol/ ſo zů deß gemüts begirden
dienſtlich ſeind.
als zů dem ſchlaaff/ ſollend wir ein ſchlaaffendennmen-
ſchen bey einem bach grabenn.
dann wann man an die bildtnuß gedencket
oder ſie anſicht/ wirt ſie gar nutzlich ſein.
Wann der ſtein grüen iſt/ ſo wirt die farb auch etwas hiezů helffen/ o-
der wann er grün vnnd waſſerfarb iſt/ wie dann etliche arthen Praſij ſeind/
mitt weyſſen ringen.
Man můß aber hie wüſſenn/ daß zweyeerley ſigel ſeind. dann etliche ſi-
gel habend ein gemeine krafft/ vnnd helffend faſt der mehrtheil inn der
ſelbigen ſach/ aber es ſeind keine beſondere/ vnd werdend auch nitt bald/
dann inn gemeinen conſtitutionenn vnnd ſtaat deß geſtirns/ als die fin-

Text layer

  • Dictionary

Text normalization

  • Original

Search


  • Exact
  • All forms
  • Fulltext index
  • Morphological index