Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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Von mancherlei wunderbaren
ein yedes ein ſolliche natur hatt/ dann es war das aller beſte. Es ſeind
was einem
ſchatz zů ver-
gleichen.
etliche ſtuck welche wol nit würdig für ein ſchatz zehaltẽ/ weil ſie aber theür
vnd wert ſeind/ hab ich ſie auch wöllen hie zů ſetzẽ/ als ein Corall iſt.
wiewol
wann diſer gantz roth/ glãtzet/ zinckechtig vnd rein/ billich mag vnder das
edel geſtein gerechnet werden/ dieweil man ſelten einen der geſtalt findet.
die farb iſt leblich/ vnd behalt ein ſchöneren glantz/ dann der ſo von Coral-
len buluer gemachet iſt.
doch mag man diſen leichter felſchen dann die ber-
lin/ weil die berlein mehr glantzen/ vnd weil der mebrtheil gůte berlin rin-
den habend/ wiewol man auch etliche findet/ ſo von einer gantzen ſubſtantz
ſeind.
Es habend aber die Corallen gar kein rinden/ darumb mag man die
gůten von den gemachten nit wol erkennen.
Der biſem iſt am geſchmack bitter/ vnnd dem haupt am geruch zůſtarck/
wann man ihn mit den zänen zerbeiſſet.
wann man den auff die hand legt/
hatt er ein ſaffran gele farb/ vnd kleine härlin/ als wann etwas ſtaub dar-
an were/ vnnd ſicht einem geſtockten blůt geleich.
Welches von Oriẽt kom-
met/ iſt das beſſer/ vnnd wirt inn blateren behalten/ daß inn Occident iſt
ſchwecher/ vnd nit in blateren.
Der Ambra wirt von dem feüwr weich/ vnnd wann du ein meſſer darein
ſteckeſt/ benckt es ſich an.
dann es iſt faſt zech.
Das neüw Zibethen iſt weiß. wann es veraltet/ ſicht es dem honig gleich.
[...]en.wann es gar alt/ iſt es gäl. Diſe vorgenente drey ſtuck haben gemeinlich ein
ſtarcken vnd angenemen geruch.
aber der Zibeth ein größerẽ/ der Moſchus
oder biſem ein reinerẽ/ vñ der Ambra ein ſtumpfferẽ.
Wañ auch von deren
yeden etwas vnder ein anders vermiſchet/ ſchmecket es vyl ſtercker vnd beſ
ſer/ dañ wann es allein iſt.
durch diſes zeichen werden ſie auch eygẽtlich von
den verfelſcheten vnderſcheiden.
dann ob wol diſe für ſich ſelb ein gůten ge
ruch habend/ wann man ein wenig mit einem gůten theyl ladanum vermi-
ſchet/ oder mit einem anderen ding/ ſo nit ein ſtarcken geſchmack hatt/ ver-
lierend ſie alſo jren geruch/ daß man deren küm̃erlich entpfinden mag.
Diſe drey ding werden gar bald alt/ vnd probiert man den ambra an der
farb/ ſo zertheilten bläterleinen geleich iſt.
Es mag auch der zibeth das al
ter minder erleyden/ vnd dann der ambra.
wañ man aber den biſen zerthei
let/ verleürt er offt ſein geruch belder.
Vnder anderen verghend die thier
am belteſten/ dann die corallen/ darnach die berlein/ dann die büecher.
das
überig iſt langwerender.
Deßhalben vnder diſen dingen ſo behalten wer-
den/ weret der Nelffenbein am kürtzeſten/ dañ der Pazar/ auff diſes Sfra
gis/ wiewol ich nicht gewüſſes daruon darff anzeigen.
dz einhorn aber/ edel
geſtein/ ſilber vnd gold/ weret vyl welten auß.
Es verdirbt das gold am
wenigſtẽ/ weil es volkom̃ener/ deſſen mag man ein exempel bey dem feüwr
nemmen.
Weil der Balſam ein ſafft vnd artzney/ mag man jn zů dem am-
brazellen.
als diſe vier Balſam/ Biſem/ Zibeth/ vnnd Ambra. diſe ver-
ghond mit den thieren in hundert jaren/ die corallen/ berlin/ helffenbein/
Pazar vnd Sfragis in fünff hunderten.
die überigend vier mögend ettlich
tauſent jar bleiben/ wann man ſie recht vnd fleiſſig verwaret.
Man behaltet diſe gemeinlich an kalten/ reinen/ vnnd trockenen orthen.
wie man loſt
liche ding be-
halte.
dann die werme vorab ſo ein feüchte darbey iſt/ vnd der ſtaub verderbt alle
koſtliche ding/ vorab die berlin.
die corallen/ helffenbein vnnd Pazar ver-
derben von dem feüwr/ ſchweyß/ biſem/ Zibethen/ vnd der gleichẽ dingen/

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