Cardano, Geronimo, Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

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829 (dcclxxiij)
830
830 (dcclxxiiij)
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966dccccxAußzug von allen hatt ein geſtalt eines creützes geben/ dieweil die faden/ wann ſie gewäben/
kreützweiß
gemacht werdẽ.
Es werden auch alſo der kleinen thierlenen ey-
er
/ gleich wie der fröſchen vnd fiſchen herumb getriben/ welche die thier in
den
großen winden vnnd vngeſtümen wetteren herfür bringen/ gleich als
wann
ſie hinab geregnet weren.
Darumb wann man die vrſach ſücht/ iſt es
nit
ſo ein groß wunder/ dañ ſolliches geſchicht nit/ dañ nur in großen mech
tigen
winden.
Alſo dz vor zeiten in ſollichen großen vngeſtümenen/ große
übergieſſungen
vnd verſchwämmung der waſſeren entſtanden ſeind.
Die wind kom̃end von einer großen vnd mechtigen werme vnd tröckne.
11wind bedeüt-
tung
.
zeigend auch gemeinlich verreterey an/ alſo das ein gemein ſprichwort wor-
den
/ Große wind/ große verreterey.
Oder vyleicht mag man die vrſach auß
dem
geſtirn ſůchen/ alſo daß es geſchehe vonn wegen der zůſammen kom-
mung
Mercurij/ Martis/ Hundsſtern/ Arcturi vnd Orionis.
Oder auch
das
die hitzige vnnd trockne zeit/ die ſchwachen vnd blödẽ höupter vexiert
vnd
plagt/ alſo daß ſie verreterey/ auffrůr vnnd todtſchlag bereitet wer-
den
.
Es hatt der gemein böffel gemeinglich ſolche häupter/ dañ ſie haben
kein
erfarnuß/ vnd halten ſich vnmäſſig/ werden deſſenthalb ſchandtlt
chen
laſteren gereitzet.
Sye werden aber offtermals betrogen/ darumb
haben
die alten glaubt/ es ſeye gůt/ das man die götter den ſelbigen zeit
ten
ernſtlich anrüffe.
Es komment auch alſo von großen vngeſtümen wetteren die fiſch in an-
dere
waſſer vnd weyer/ deßgleichen frömbder ſamen in ander erdtrich/ wie
Theophraſtus
von dem Laſer ſagt/ darumb hat man vnrecht glaubt daß
neüwe
kreüter vnd fiſch/ von wegen der feülung wachſen/ dann ſie kom̃ent
allweg
noch groſſer vngeſtüme/ aber nit nach groſſer ſchöne.
Wann es end des Glentzes oder Sommers vyl rägnet/ keine wind/
22Zeichen der
zůkünfftigenn

peſtelentz
.
vnnd große hitz iſt/ vnd ob es gleich nit regnet/ aber doch ein trübe/
neblechtig
wetter vorhanden/ iſt es ein gewiß nateürlich zeichen vnd vrſach
der
zůkünfftigen peſtilentz.
Alſo hatt es Hippocrates in der ſtatt Cranon
vorgeſehen
/ welchem gleich ein große Peſtilentz hernach geuolget iſt.
In den eychöpflen (welche gemeinlich im Mertzen durch hület werdenn)
wachßt
gemeinlich ein wurm/ etwan ein ſpinn/ vnd allemal ein flieg.
Wañ
ein
wurm darinn wachßt/ ſo bedeüt es ein peſtelentz.
dañ ein wurm wachſet
von
großer feüchtigkeit/ die nit wol gekocht wirt.
Iſt es ein fliegen darin/
ſo
bedeüt es fruchtbarkeit/ dann die feüchtigkeit můß dünn ſein/ vnd wol
gekocht
/ darumb iſt auch der lufft recht vnd artig temperiert/ welcher ein
überfluß
aller dingen gibt.
Wann aber ein ſpinn herfür kompt/ bedeüt es
vnfruchtbarkeit
/ dann ein ſpinn iſt ein kalt vnd trocken thier/ darũb wibt
ſie
.
Die kälte aber vnd tröckne iſt der gebärung vnd dem leben gar zůwider.
Mit kunſt vnnd geſchicklichkeit ſeind zwölff verrümpte menner allen
33Zwölff geler-
te
menner.
zeiten hoch geachtet/ welche ich zůſammen geordnet hab.
Der erſt iſt Archimedes/ welcher nit allein von wegen der bücheren ſo er
44Archimedes. hinderihm verlaſſen/ ſonder auch von wegen der geſchwinden erfindung
vnd
kriegßrüſtungen (als Plutarchus ſagt) mit welchen er die Römer offt
gedempt
vnd abgetriben/ faſt verrümpt worden.
Es ſagt Plutarchus in
der
beſchreibung M.
Marcelli vonn wunderbarlichen erfindungen diſes
mans
/ welche jm von keinem nachgethan werden/ als wir auch auß Gale-
no
bezeügen mögẽ.
Diſem volget gleich Ptolomeus Alexandrinus nach/
55Ptolomeus.

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